Aserbaidschanische Soldaten köpfen Armenier lebendig

Grausame Szenen erreichen die Welt, obwohl eigentlich seit mehreren Wochen Frieden herrschen soll: Seit dem Anbeginn der Waffenruhe zwischen Armenien und Aserbaidschan tauchen in den sozialen Medien immer mehr Videos und Bilder auf, die die Zerstörungswut und den Destruktivismus aserbaidschanischer Streitkräfte in den neu eroberten Gebieten der umkämpften und armenischen Region Bergkarabach dokumentieren. Alleine in der letzten Woche sind vier Videos aufgetaucht, die die Exekution und lebendige Enthauptung armenischer Zivilisten belegen, meistens durch Spezialeinheiten der aserbaidschanischen Armee. Damit reihen sich die neuesten Verbrechen in jene Befürchtungen ein, die von Armenien seit Tag Eins geäußert werden: Die ethnische Säuberung und Vertreibung einer seit Jahrtausenden armenischen Region, wodurch Armenien zwischen der Türkei und ihrem „Bruderstaat“ namens Aserbaidschan weiter eingeengt wird.

Es ist ein wiederkehrendes Bild: Aserbaidschanische Soldaten umringen armenische Männer, zumeist Ältere, und bedrohen und drangsalieren sie, zwingen sie dazu, auf russisch oder aserbaidschanisch ihrer Treue Aserbaidschan und ihrem Diktator Aliyev zu schwören. Was danach passiert hängt jedoch von der Laune der Geiselnehmer ab: Einige werden ohnmächtig geschlagen, viele werden erschossen und die Meisten lebendig geköpft. Eine Praktik, die beim Beobachter nicht umsonst meistens Assoziationen mit dem Islamischen Staat weckt, bei beiden Gruppierungen scheint eine ähnliche Absicht des Hasses und der Indoktrination dahinter zu stecken. Bisher sind mindestens fünf solcher Exekutionen belegt, die Meisten davon werden aber wohl kaum gefilmt und dann auch noch hochgeladen, Letzteres ist dabei wohl ein Ausdruck des Stolzes, Armenier ermordet zu haben.

Einigen Gerüchten zufolge ist das auch der Grund, warum Aserbaidschan seit über einem Monat den Gefangenenaustausch zwischen den beiden Ländern vehement verhindert bzw. erschwert. Viele der gefangen genommenen Soldaten sollen als geköpfte Leichen übergeben worden sein, wie einige armenische Beamte behaupten. Dies gepaart mit der systematischen Zerstörung armenischer Kulturschätze und Erzeugnissen führt nur dazu, dass ein Frieden zwischen Armenien und Aserbaidschan nur noch weiter in die Ferne rückt.

Insgesamt liegt hinter dieser gesamten destruktiven Kraft der Aserbaidschaner folgende Methodik dahinter: Die Zerstörung armenischer Kulturräume negiert auch die Legitimation der Armenier, Ansprüche auf diese Region zu haben. Diese Eliminierung des Armenischen wird in den kommenden Wochen noch größere Ausmaße annehmen, wenn weitere Gebiete Aserbaidschan übergeben werden. Die Behauptung des aserbaidschanischen Diktators Aliyev, dass Armenier und Aserbaidschan friedlich zusammenleben könnten, ist ein reiner Hohn im Vergleich zu den Verbrechen, die in dem bisherigen kurzen Zeitraum gegen Armenier verübt wurden.

Die für über einem Monat andauernde Militäroffensive Aserbaidschans konnte nach anfänglichen Problemen erhebliche Geländegewinne erzielen, welche jedoch ohne einen Faktor unmöglich gewesen wäre: Die Türkei. Nicht nur beliefert die Türkei (zusammen mit Israel) Aserbaidschan mit modernster Waffentechnik wie die wohl kriegsentscheidenen Angriffs- und Aufklärungsdrohnen, welche einigen Meldungen zufolge vom türkischen Militär selber operiert werden, das aserbaidschanische „Bruderland“ setzt zugleich auch Tausende syrische Söldner bzw. Islamisten an den Frontlinien ein. Hinzu kommt, dass hunderte türkische Soldaten in Aserbaidschan präsent sind, Warnsysteme aufstellten und mehrere türkische Kampfjets ebenfalls im Land aktiv sind. Den Krieg des 20. Jahrhunderts, den Armenien führte, war letzten Endes wehrlos gegenüber der modernen Drohnentechnik des 21. Jahrhunderts.

Ein Gedanke zu „Aserbaidschanische Soldaten köpfen Armenier lebendig“

  1. Unfassbar und erschütternd.

    Danke für die Berichte hier, die zu „liken“ natürlich immer ein Erschaudern auslöst, denn es ist ja die Wertschätzung des Informationsdienstes, die ich damit sichtbar mache, nicht die berichteten Inhalte der allermeisten Posts, die gutzuheißen aufgrund der meist schlimmen Nachrichten niemand vermag.

    Gefällt 1 Person

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