Huthi-Rebellen beschießen Hauptstadt Saudi-Arabiens

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Die jemenitischen Huthi-Rebellen zündeten Sonntag Abend mehrere Mittelstreckenraketen auf Riad, die Hauptstadt Saudi-Arabiens. Der Erfolg dieses Beschusses ist bisher unklar, das Verteidigungsministerium vor Ort berichtet von der erfolgreichen Abwehr aller Raketenangriffe. Ziele des Angriffes soll das Verteidigungsministerium und auch angeblich der internationale King-Khalid-Flughafen gewesen sein. Einwohner sprechen von mindestens vier lauten Explosionen, die aber vom Abschuss der Raketen durch das Patriot-Raketenabwehrsystem verursacht wurde. Saudi-Arabien zufolge gab es jedoch nur insgesamt zwei Raketen.

Es ist der erste größere Raketenangriff seit der von Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten angeführten Offensive an der westjemenitischen Küste, dessen Ziel die Eroberung der vitalen Hafenstadt al-Hodaydah ist. Es handelt sich um den letzten Hafen unter der Kontrolle der Houthi-Rebellen und zugleich werden über ihn 70% aller Importe und ein Großteil aller humanitären Hilfsgüter ins Land gebracht. Da diese Offensive nun zu scheitern scheint ergab es wohl eine gute Ausgangssituation, um sich wieder anderorts zu konzentrieren und die Raketenangriffe wiederaufzunehmen.

Damit handelt es sich schon mindestens um den neunten bestätigten Raketenangriff des Houthis dieses Jahr, nachdem zum dritten Jahrestag der saudi-arabischen Intervention im Jemen eine Rekordzahl von insgesamt sieben Raketen abgeschossen wurden. Alle wurden zerstört, jedoch musste die Luftabwehr ein Totalversagen vorweisen und einige Abwehrraketen flogen stattdessen auf Wohngebiete oder zerstörten sich gegenseitig.

Am 30. März wurden nochmals zwei Ballistikraketen gestartet, die ebenso abgefangen wurden. Bei dem Großteil der eingesetzten Ballistikraketen handelt es sich um modifizierte sowjetische Modelle, die bereits Jahrzehnte zuvor in den Händen des Landes lagen. Die Behauptung, die Raketen würden durch die Seeblockade vom Iran geschmuggelt werden, ist nicht belegbar.

Obwohl es zum Bruch der Allianz zwischen der jemenitischen Armee unter dem inzwischen getöteten Ex-Präsidenten Saleh und den Houthis kam scheinen die Aufständischen über genügend eigene Kapazitäten zu verfügen, da eigentlich die Entwicklung von Raketen der Saleh-Armee unterlag. Bei dem Großteil der eingesetzten Ballistikraketen handelt es sich um modifizierte sowjetische Modelle, die bereits Jahrzehnte zuvor in den Händen des Landes lagen. Die Behauptung, die Raketen würden durch die Seeblockade vom Iran geschmuggelt werden ist nicht haltbar.

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