USA droht Regierung wegen bevorstehender Offensive im Süden

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Im Zuge der scheinbar bevorstehenden Offensive der Syrisch-Arabischen Armee und verbündeter Milizen auf die von der Opposition kontrollierten Gebiete in Südsyrien scheint sich im Gegensatz zu Ost-Ghouta damals eine internationale Aufmerksamkeit zu bilden, die USA beispielsweise zeigt sich „besorgt“ und drohe mit Konsequenzen, solle die Armee tatsächlich die „Waffenruhe“ in der Provinz Da’ara verletzten, die durch die Bildung der Deeskalationszone gebildet wurde. Die USA möchte dabei vor allem auf Russland als den Schutzpartner der syrischen Regierung einwirken und ihn zum intervenieren bewegen. Auch Israel scheint ein gewisses Mitspracherecht haben zu wollen.

Dementsprechend gibt es auch unbestätigte Berichte über geheime Verhandlungen zwischen Russland und Israel, damit keine pro-iranischen oder mit dem Iran im Zusammenhang stehenden Gruppierungen an der Offensive im Süden teilnehmen sollen. Im Hintergrund sollen Russland und Jordanien auch versuchen, die Aufständischen zu friedlichen Aufgabe ihrer Gebiete zu bewegen, wobei es bisher noch kein Ergebnis gab. Wahrscheinlich muss zuerst militärischer Druck erzeugt werden, wie es z.B. auch in Ost-Ghouta oder weiteren Gebieten um Damaskus der Fall war. Militärisch gilt die Armee ohnehin als überlegen und kann inzwischen fast seine sämtlichen Ressourcen auf wenige Gebiete konzentrieren. Inzwischen wurde sogar die erste Brigade nach achtjährigen Dienst wieder entlassen, ihre Mitglieder können nach Hause zurückkehren.

Die syrische Armee hat inzwischen etliche Flugblätter über mehrere Städte östlich von Da’ara abgeworfen, die genau dieses Szenario heraufbeschwören sollen. Dort wird mit einer Militäroffensive gedroht, sollten sich die Rebellen nicht dem „Versöhnungsprozess“ anschließen.

Die sogenannte „Southern Front“ im Süden Syriens war in der Vergangenheit die inzwischen wohl ruhigste, aktive Front im gesamten Konflikt. Sie ist mehrheitlich von der FSA dominiert, Islamisten erhalten aber immer mehr Zulauf. Seit den äußerst verlustreichen Offensiven im Jahre 2015 in Richtung Quneitra und schweren Kämpfen in der Stadt Sheikh Maskeen fehlt er den dortigen Einheiten eigentlich an offensiven Kapazitäten.  Dara’a selber ist seit Anbeginn des Krieges in zwei Teile geteilt. Ursprünglich war die gesamte Region Teil der Deeskalationszonen, völlig erloschen sind die Kämpfe jedoch nie.

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