Waffenruhe zwischen Kurden und Islamischen Staat?

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In sozialen Medien ist ein angebliches Dokument aufgetaucht, welches einen Deal zwischen dem Islamischen Staat und den Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF), ein arabisch-kurdisches Bündnis unter der Führung der USA, zeigen soll. Dieses Dokument besagt zunächst eine einmonatige Waffenruhe im Wilayat al-Baraka, Selbstbezeichnung für die Provinz Hasakeh (und auch Teile der Provinz Deir ez-Zor) im Osten des Landes. Explizit erwähnt wurde die Festlegung einer festen Grenze und die Einhaltung der Waffenruhe, damit sich der IS auf weitere Fraktionen (sprich: die syrische Armee) konzentrieren kann.

Einige Forderungen sind ebenfalls politischer und ökonomischer Natur, Gefangene sollen ausgetauscht, mehrere Grenzübergänge für den Warentransport sollen errichtet werden und die derzeitigen Erdgas- und Ölfelder sollen weiterhin unter der Kontrolle des Islamischen Staates bleiben.

Derzeit ist noch ungeklärt, ob es sich um ein glaubwürdiges Dokument handelt. Abu Emad al-Nayrabi, Medienaktivist für den Islamischen Staat, bestätigte zunächst die einen Monat andauernde Waffenruhe. Ausgerufene Waffenruhen vom IS sind tatsächlich nichts ungewöhnliches, bereits bei den Kämpfen um Dabiq wollte man eine Waffenruhe gegen die türkische Armee erwirken. Dennoch wäre es merkwürdig, dass die bisher erfolgreiche SDF auf diese Verhandlungen eingehen würde, zumindest nicht öffentlich.

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