Syrische Armee dringt an beiden Seiten des Euphrats vor

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Die offensive Eliteeinheit „Tiger Forces“ der Syrisch-Arabischen Armee (SAA) konnte am Freitag neue Gebiete nordwestlich der Großstadt Deir ez-Zor vom Islamischen Staat erobern.  Entlang des Euphrats konnte man von al-Tabni aus etwa 15 Kilometer weiter vordringen und dabei die Dörfer Qasabi, Maadan Adiq, al-Bassah und Hammat Shamiyah erobern. Damit erreicht man einerseits die SDF-Frontlinien auf der anderen Seite des Flusses und andererseits sichert man das Khulayb Hamma-Plateau, welches die höchste Region in dem Gebiet ist. Außerdem befindet sich dort die Ruinen der byzantinischen Festung Halabiya.

Mit Maadan Adiq an vorderster Front ist man noch etwa 24 Kilometer von den verbündeten Truppen in der Provinz Raqqah entfernt, die in den vergangenen Wochen nicht aktiv gegen den IS vorgegangen sind. Das dortige Territorium des Islamischen Staates ist seit der Beendigung der Belagerung von Deir ez-Zor selber vollständig belagert, einzige Möglichkeit ist der Euphrat, welcher wiederum von den Luftstreitkräften verschiedener Länder überwacht wird. Neben vielen vereinzelten Dörfern befindet sich dort ebenfalls das administrative Zentrum der Region, al-Maadan. Dieses liegt wiederum nur etwa sechs Kilometer von Maadan Adiq entfernt.

Vor etwa zwei Monaten befand sich die SAA und verbündete Stammesmilizen in Raqqah bereits nur wenige Kilometer vor al-Maadan, wurden jedoch durch eine brutale Gegenoffensive des IS wieder weit zurückgeworfen. Beide Seiten erlitten dabei schwere Verluste. Aufgrund der Aktion ist eigentlich davon auszugehen, dass sich noch viele IS-Känpfer in al-Maadan und der Region aufhalten werden, solange sie nicht bereits geflüchtet sind.

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Auf der anderen Seite des Euphrats konnten sie ebenfalls ihre erste Stadt, Khusham, vollständig sichern nachdem der Islamische Staat sich nordwestlich der Stadt befestigte und Widerstand leistete. Der IS veröffentlichte davon auch mehrere Bilder, die Panzer und gut ausgerüstete Kämpfer zeigen. Khusham selber liegt etwa fünf Kilometer von den Tabiyah-Ölfelder entfernt, die in einem Wettrennen zwischen der SDF und Armee umkämpft sind. Der IS zündete vor kurzem alle Quellen an, da sie wohl selber keine Chance zur Verteidigung sehen. Beide Fraktionen sind den Feldern damit sehr nahe, welche wiederum Ausläufer der riesigen Omar-Ölfelder sind, die vor dem Krieg 50% des syrischen Erdöls hervorbrachten.

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