Russlands Vorstoß kommt ins Stocken

Seit anderthalb Wochen kommt es in der östlichen Hälfte der Ukraine zu einem brutalen Konflikt in Folge einer russischen Großoffensive, die Millionen Menschen zur Flucht zwingt und Tausende Leben auf beiden Seite geordert hat. Das Gleichgewicht zwischen den beiden Nationen ist klar verteilt, umso beeindruckender ist der bisherige Widerstand der Ukraine. Gestern markierte den ersten Tag, an dem Russland keine relevanten Erfolge bzw. Bodengewinne verzeichnen konnte, der Widerstand in den besetzten Gebieten wächst derweil. Der Samstag markierte zudem den verlustreichsten Tag für die russische Luftwaffe, fünf Kampfjets und vier Helikopter wurden abgeschossen. Was eigentlich eine kurze und schnelle Mission für Russland werden sollte, entpuppt sich zunehmend als eine fatale Fehlentscheidung.

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Russland erklärt vorübergehende Waffenruhe

Ob temporärer Lichtblick oder zynisches Kalkül, die vorübergehend ausgerufene Waffenruhe von Seiten Russlands für die Südostukraine ist eine konkrete Unterstützungsmaßnahme für die Zivilbevölkerung in der eingeschlossenen Hafenstadt Mariupol, welche in Folge russischer Angriffe vollkommen umzingelt ohne Strom und Wasser ausharren muss. Die zwischen der Ukraine und Russland bei den letzten Verhandlungen vereinbarte Errichtung von „humanitären Korridoren“ erinnert frappierend an die gleichen Konzepte aus Syrien, wo sie seit Jahren von Seiten Russland und der syrischen Regierung angewendet wurden. Die Erfahrung zeigt aber auch, dass damit der Anfang vom Ende eingeläutet wird: Denn damit erschafft Russland die Legitimation, besonders brutal und tödlich gegen Mariupol vorgehen zu können, welches das letzte Hindernis zwischen einer Landverbindung zwischen dem Donbass und der Krim darstellt.

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Kampf um Europas größtes Atomkraftwerk

Auch zu Anbeginn der zweiten Kriegswoche für die Ukraine hat die Brutalität des Konfliktes nicht abgenommen, sondern eskaliert stattdessen zunehmend. Während die russische Großoffensive weitgehend im Norden des Landes aufgehalten und teilweise sogar zurückgeworfen werden kann, sieht die Situation im Süden nach dem Gegenteil aus: Ohne große Probleme befinden sich die Oblaste Kherson und Saporischschja größtenteils unter russischer Kontrolle. In letzterer Provinz befindet sich auch das gleichnamige Atomkraftwerk, welches in den späten Abendstunden des Donnerstags schweren Gefechten ausgesetzt war, nachdem russische Militärkonvois auf die Anlage vorrückten. Doch auch fernab von Saporischschja gehen die Kämpfe weiter, Russland soll eine Landung in der letzten Hafenstadt der Ukraine planen.

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Ukraine startet Gegenoffensive um Kiew

Seit einer Woche herrscht Krieg in Osteuropa, seit einer Woche dominieren die durch Russland verursachte Zerstörung und der Tod das Bild in der Ukraine. Dank dem erbitterten Widerstand der ukrainischen Bevölkerung und des Militärs kontrolliert Russland bis heute nur einen kleinen Teil des Landes, entgegen den internationalen Erwartungen ist dieser Kampf zwischen David und Goliath ein Kräftemessen auf dem gleichen Niveau, trotz der immensen Übermacht der russischen Armee. Nun starteten die ukrainischen Streitkräfte erstmals einen Gegenangriff in der Umgebung der noch vor wenigen Tagen ernsthaft bedrohten Hauptstadt Kiew, die die russischen Truppen einigen Meldungen zufolge auf einer Länge von 60 Kilometern zurückwerfen konnte. Unbeirrt rückt Russland dennoch in der Südukraine vor und kann dort ohne großen Probleme die ehemalige Küste der Ukraine erobern.

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Der Tod geht um in Charkiw

Die 1,4 Millionen Einwohner zählende Großstadt Charkiw im Nordwesten des Ukraine sollte eigentlich unzähligen Berichten zufolge als erste Stadt am Tage der russischen Invasion fallen. Nur 40 Kilometer von der russisch-ukrainischen Grenze entfernt wäre es eigentlich kein Problem gewesen, die Gunst der Überraschung zu nutzen und die zweitgrößte Stadt der Ukraine ohne nennenswerten Widerstand zu erobern. Doch dann kam alles anders. Die ukrainischen Streitkräfte können den Ort seit sechs Tagen erfolgreich halten, immer wieder werden russische Soldaten gefangengenommen und Militärkonvois an den Stadtgrenzen zerstört. Entsprechend unzufrieden ist die russische Armee, die deswegen schwerere Geschütze auffahren: Schwere Artillerie, Raketen und Luftschläge treffen das ganze Stadtgebiet ohne Rücksicht auf zivile Opfer, Dutzende Menschen sind dadurch gestorben und unzählige Wohnungen zerstört. Das alles ist das Vorspiel davon, was weite andere Teile der Ukraine erleben wird, sollte Russland weiter auf Widerstand stoßen.

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Belarus will sich dem Krieg anschließen

Die Nacht zum Montag bedeutete für die Ukraine eine kurze Verschnaufpause in ihrem Verteidigungskrieg gegen die von drei Seiten angreifenden russischen Streitkräfte. Im Hintergrund der ankündigten Friedensverhandlungen an der ukrainisch-belarussischen Grenze schweigen größtenteils die Waffen, auch wenn keine der involvierten Fraktionen von einem positiven Ausgang der Gespräche ausgeht und auf ukrainischer Seite teilweise sogar von einem vergifteten Angebot gesprochen wird, da Russland die immer öfter hervortretenden Versorgungsprobleme ihrer Armee in den Friedenszeiten abschwächen kann. Um der russischen Invasion neue Initiative zu verleihen wurden nicht nur Tausende Kämpfer aus Tschetschenien in die Ukraine geflogen, sondern auch Belarus soll womöglich in den kommenden Tagen erstmals eigene Soldaten an die Front schicken. Die Abhängigkeit von Dritten zeigt den problematischen Verlauf des Konfliktes.

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Russland rückt nur langsam in der Ukraine vor

Auch der vierte Tag der russischen Invasion in der Ukraine verspricht für viele Ukrainer einen vorsichtigen Optimismus, denn bereits jetzt scheint es erste Probleme und verfehlte Ziele bei der russischen Großoffensive zu geben: Nach weiteren gescheiterten Angriffen auf die Ballungszentren des Landes scheint für viele Beobachter die Gefahr eines vollständigen Besetzung der Ukraine gebannt zu sein, vor allem da russische Truppen tagtäglich schwere Verluste erleiden müssen. Dennoch steht die „kleine“ Ukraine weiterhin einer militärischen Großmacht gegenüber, dessen Armee bisher sich auffällig zurückhält mit dem Einsatz exzessiver Gewalt in Form von Flächenbombardements oder Artilleriesalven. Nichtsdestotrotz war der Samstag und die darauffolgende Nacht ein Beispiel erfolgreicher Verteidigung durch die Ukraine.

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Krankenhäuser und Kindergärten in der Ukraine angegriffen

Der Krieg geht in der Ukraine unvermindert weiter. Nach einer erfolglosen Nacht für Russland scheint der Angriffskrieg auf einige Probleme zu stoßen: Während die ukrainischen Bevölkerung und Armee weiterhin erheblichen Widerstand leisten, gibt es logistische und materielle Probleme, die Verluste und die fehlende Lufthoheit führen innerhalb Russlands zu einer immer größer werdenden Kritik, während man zunehmend die Initiative verliert und die Ukraine langsam internationale Unterstützung erhält. Dies führt unweigerlich zum nächsten Kapitel des Krieges, bei dem immer weniger Rücksicht auf die Bevölkerung genommen wird. Bereits innerhalb der ersten drei Tage ist bemerkbar, dass die russischen Angriffe auf zivile Ziele zunehmen, am Freitag wurden zwei Krankenhäuser und ein Kindergarten angegriffen, mindestens sechs Personen starben dabei. Mit dem erbitterten und wohl auch unerwarteten Widerstand in Kiew scheint Russland auch dort immer brutalere Mittel einzusetzen. Jedoch ist der Ausgang des Krieges weiterhin völlig unvorhersehbar.

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Die Schlacht um Kiew beginnt

Der russische Einmarsch in die Ukraine geht in seinen zweiten Tag hinein. Innerhalb der ersten 24 Stunden gab es bereits den Tod Hunderter Soldaten auf beiden Seiten und Dutzender Zivilisten zu vermelden, trotz erheblichen Widerstandes durch ukrainische Militärverbände konnte Russland an mehreren Fronten durchbrechen und strategische Ziele sichern. Eines davon ist Kiew, wo sich derzeit russische Einheiten mit der ukrainischen Armee, Nationalgarde und Milizen eine Schlacht an den nördlichen Toren der Millionenstadt liefern, nachdem sie aber die Kontrolle über einen Flughafen nordwestlich einbüßen mussten. Auch anderswo ergibt sich ein ähnliches Bild, die massive Feuerkraft der russischen Streitkräfte scheint dem moralischen Widerstandswillen der Ukraine bisher überlegen, auch wenn Russland erhebliche Verluste zu vermelden hat und Gerüchten zufolge das Ziel des ersten Tages verfehlen musste.

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Russische Verbände vor Kiew

Russische Truppen vor den Toren Charkows

Der 24. Februar markiert einen Wendepunkt in der modernen ukrainischen Geschichtsschreibung, mit dem Einmarsch Russlands sieht sich die Ukraine in ihrer Souveränität und Selbstbestimmung wie seit 100 Jahren nicht mehr bedroht. Im gesamten Land sind durch russische Raketensysteme Explosionen zu vermelden, während Russland auf dem Boden zusammen mit weißrussischen Kontingenten vorrückt und erste Gebiete im Donbass besetzen kann. Auch wenn das ukrainische Militär unter anderem die erfolgreiche Abwehr von mehreren Raketen und den Abschuss mehrerer Kampfjets vermeldet, steht es aufgrund der schieren Masse des Feindes mit dem Rücken zur Wand. Das mussten teilweise bereits die ersten Zivilisten spüren, die innerhalb den ersten vier Stunden des Krieges in Folge von russischen Luftschlägen getötet wurden, trotz der Behauptung nur militärische Ziele angreifen zu wollen. Der Ausgang von alledem ist ungewiss.

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Russland marschiert in die Ukraine ein

Das lang befürchtete Szenario ist nun eingetroffen: Der Krieg zwischen Russland und ihren ostukrainischen Stellvertretern und der Ukraine hat begonnen. Kurz vor Mitternacht veröffentlichte der Vorsitzende der Donezker Volksrepublik ein Dekret an die Außenwelt, dessen Inhalt Europa verändern wird: Die Bitte einer militärische Intervention Russlands in dem über mehrere Jahre ruhig gewordenen Ukrainekonflikt. Nun rollen über die gesamte russisch-ukrainische Grenze diejenigen Truppen, die etwa 75% der russischen Streitkräfte ausmachen und bereits erste Gebiete in der Ukraine besetzen. In der andauernden Chronologie der letzten Wochen ist offensichtlich, dass dieser finale Schritt eine lang geplante Choreographie von Russland war und dementsprechend als Aggressor identifiziert werden kann, nachdem ein Orchester aus vermeintlichen False-Flag-Aktionen, ukrainischen Aggressionen und Kriegsrhetorik den Narrativ vielerorts bestimmten und somit Stimmung für einen Krieg in der Ukraine gesorgt haben.

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Das Ende ist noch lange nicht erreicht

Das offizielle Ende des Minsker Abkommens und der damit verbundenen diplomatischen Lösung ist eingeläutet: Mit der Anerkennung der zwei ostukrainischen Volksrepubliken durch Russland ist der nächste Schritt im großen Spiel um die Ukraine genommen worden, womit auch der neueste Kriegsgrund geschaffen wurde. Denn auch wenn einige Leute vielleicht aufatmen und einen Zenit erreicht sehen, spricht die Realität auf dem Boden eine völlig andere Sprache. Die Volksrepubliken beanspruchen nämlich den gesamten Donbass, obwohl sie nur rund die Hälfte der Region selber kontrollieren. Nach den abgeschlossenen Bündnisverträgen mit Russland und der nun offiziell bestätigten Präsenz russischer Truppen in Donezk und Lughansk bahnt sich damit bereits die nächste Katastrophe an, denn das Ultimatum steht bereits – Für einen Krieg um die Ukraine.

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Im Angesicht des Krieges

Die Situation in der Ostukraine scheint sich in den letzten Stunden und Minuten auf den Zielgeraden eines Krieges zu befinden. Während sich der russische Präsident Wladimir Putin und sein Kabinett zu einer Sondersicherheitssitzung im Kreml trifft und dabei über die Situation in der Ostukraine berät, fordern die Volksrepubliken des Donbass die russische Anerkennung an, was in Russland auf offene Ohren stößt. Putin und Minister scheinen sich darin einig, dass das Minsk-Abkommen und damit eine diplomatische Lösung ein jähes Ende findet. Auch militärisch gibt es signifikante Entwicklungen: Nachdem über die letzten Tage hinweg der Großteil der russischen Armee sich in Angriffsbereitschaft an der ukrainischen Grenze positioniert hat, behauptet Russland nun einen Infiltrationsversuch ukrainischer Spezialeinheiten in Russland aufgedeckt und eliminiert zu haben. Demnach wurde ein Sabotageteam „neutralisiert“, fünf ukrainische Soldaten wurden getötet. Parallel dazu werden immer neue Videos von angeblichen ukrainischen Anschlägen, Angriffsplänen und Infiltrationen veröffentlicht, die allesamt höchst fragwürdig wirken.

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False-Flag-Aktionen in der Ostukraine enttarnt

Innerhalb der letzten zwei Tage eskaliert die Situation zunehmend in der Ostukraine zwischen den separatistischen Volksrepubliken, der ukrainischen Regierung und Russland. Nachdem die Region über mehrere Jahre hinweg relativ ruhig blieb, eskaliert es in den gegenwärtigen Stunden zunehmend im gesamten Donbass. Besondere Aufmerksamkeit erfahren dabei vermeintliche Anschläge und Sabotageakte der ukrainischen Streitkräfte in Donezk und Lughansk, die als Vorwand für den immer intensiver werdenden Einsatz von Artillerie und Panzern genutzt werden und letztendlich auch den Weg für eine direkte russische Intervention ebnen. Nun aber wurde bekannt, dass viele der vorgebrachten Beweisvideos und Pläne bis zu zehn Tage vorab aufgenommen wurden, wodurch die gesamten Ereignisse der letzten Tage als eine lang geplante und koordinierte Aktion entlarvt werden. Ändern wird sich jedoch dadurch wenig.

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In der Eskalationsspirale der Ostukraine

Was sich seit dem vergangenen Jahr abzeichnete, bewahrheitet sich nun final: Die Situation in der Ukraine zwischen der Regierung, den separatistischen Volksrepubliken und Russland spitzt sich erheblich zu, vor allem der Monat Februar markierte bisher die größte Eskalation zwischen den verschiedenen Fraktionen: Ununterbrochen wird die inzwischen 190.000 Soldaten zählende russische Armee vor den Toren der Ukraine in Bereitschaft versetzt und verstärkt, während russische Medien und die Volksrepubliken ihre aggressive Rhetorik gegenüber den Feinden intensivierten. Die Frontlinien in der Ukraine haben die schwersten Kämpfe der letzten vier Jahre erlebt, während die Milizen von Donezk und Lughansk vermelden, Infiltrationen ukrainischer Spezialeinheiten verteiltet und Pläne einer ukrainischen Großoffensive aufgedeckt zu haben. Nun ruft der Vorsitzende der Donezker Volksrepublik die eigene Bevölkerung zur Evakuierung nach Russland auf. Ein Ende dieser Eskalationsspirale scheint nicht absehbar, jedoch wird ein Krieg immer wahrscheinlicher.

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