Türkei droht neue Militäroffensive gegen Kurden

So würde der von der Türkei kontrollierte, 30km breite Gebietsstreifen an der Grenze am Ende der Operation aussehen

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan drohte vor wenigen Tagen mit einer neuen Militäroperation gegenüber dem arabisch-kurdischen Milizenbündnis der „Syrischen Demokratischen Kräfte“ (SDF) in Syrien, welche immer wieder für regelmäßige Angriffe und Anschläge auf türkische Truppen im Norden des Landes verantwortlich gemacht werden. Zusammen mit ihren islamistischen Stellvertretern könnten sie somit jenes Szenario wiederholen, welches bereits die Regionen von Afrin und Ras al-Ayn erleben mussten: Zerstörung und die darauffolgende Vertreibung der kurdischen Bevölkerung zugunsten der Ansiedelung syrisch-arabischer Flüchtlinge, die Türkei treibt also permanent einen demographischen Wandel voran. Während es bisher keine Indikatoren für eine tatsächliche Umsetzung gibt, muss diese Drohung im Hintergrund der aktuellen Entwicklungen gesehen werden: Die Türkei blockiert den NATO-Beitritt der skandinavischen Länder und agiert nur zögerlich bei Russlandsanktionen. Im Gegenzug dafür erwartet die Türkei Zugeständnisse für ihre eigenen Interessen, die man ebenfalls für die kommenden Parlamentswahlen ausnutzen kann.

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Syrische Kämpfer für den Ukrainekrieg?

Anschuldigungen und Gerüchte zwischen der Ukraine und Russland unterbreiten den Verdacht, dass der jeweilige Gegner angeworbene Söldner aus Syrien für seinen Kampf nutzen würde. Bisher mangelt es Beweisen für diese Unterstellungen, jedoch ist der zukünftige Einsatz syrischer Kämpfer durchaus vorstellbar: Bereits die letzten Konflikte wie im Kaukasus oder Libyen belegen den exzessiven Einsatz von syrischen Kämpfern als Stellvertretergruppe, Russland bildet seit Jahren bewaffnete Gruppen in Syrien aus, ebenso tut es der ukrainische Verbündete der Türkei. Aus dem russischen Verteidigungsministerium ertönt es nun sogar schon, dass bis zu 16.000 Freiwillige aus dem Nahen Osten für den Konflikt in Osteuropa mobilisiert werden könnten. Die Konsequenzen von solch einem Schritt wären immens, die Globalisierung des Ukrainekrieges, welche mit der Zeit nur zunehmen wird.

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Türkei bombardiert kurdische Grenzdörfer tagtäglich

Überreste eines Wohnhauses in Abu Rasayn, welches immer wieder von der Türkei und Verbündeten angegriffen wird

Das Leben im Nordosten Syriens hat sich seit der letzten großen Militäroffensive der türkischen Streitkräfte mit der Unterstützung lokaler syrischer Islamisten drastisch verändert: Insbesondere entlang der neu gezogenen Frontlinie zwischen Türkei und dem arabisch-kurdischen Milizenbündnisses der „Syrischen Demokratischen Kräfte“ (SDF) ist der Alltag von Zerstörung und Hilflosigkeit geprägt, in den letzten Wochen des Jahres 2021 war es eine nahezu tagtägliche Erscheinung, den eigenen Ort als Ziel von Artillerie- und Raketenangriffen erleben zu müssen. Gerade in den letzten Tagen haben derartige Ereignisse massiv zugenommen, etliche Häuser und Existenzen zerstört, während mehrere Zivilisten getötet wurden. Dies nährt die Angst vor einer neuen Offensive und einer erneuten Flucht, trotz der Präsenz der USA, Russland und der syrischen Armee.

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Türkische Soldaten in Idlib getötet

Vor wenigen Tagen drohte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan mit einer neuen Militäroffensive gegen ein kurdisches Organisationsbündnis in Syrien mit der Begründung, die ständigen Angriffe und Attentate auf türkische Soldaten zu stoppen und damit dem „Terrorismus“ Einhalt gebieten zu wollen. Nun kam es am Freitag zu einer weiteren Attacke gegen das türkische Militär – jedoch nicht von den Kurden, sondern von den vermeintlich verbündeten islamistischen Kämpfern in der letzten oppositionellen Hochburg Idlib. Eine Guerillagruppe tötete zwei türkische Soldaten auf ihren Patrouillen in der gleichnamigen Provinz, welche in erster Linie Russland und die syrische Regierung vor neuen Militäroperationen abhalten sollen, Idlib aber faktisch zu einem von der Türkei abhängigen Protektorat macht.

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Türkei droht mit neuer Militäroffensive in Syrien

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan drohte kürzlich mit militärischen Vergeltungsaktionen gegenüber dem arabisch-kurdischen Milizenbündnis der „Syrischen Demokratischen Kräfte“ (SDF) in Syrien, welche immer wieder für regelmäßige Angriffe und Anschläge auf türkische Truppen im Norden des Landes verantwortlich sind, gerade in jenen Gebieten, die von der Türkei mit der Unterstützung ihrer islamistischen Verbündeten von der SDF erobert und mit ethnischen Säuberungen der Kurden verbunden waren. Dagegen regt sich erheblicher Widerstand, der unter anderem aktive Unterstützung durch die syrische Regierung erfährt. Derartige rhetorische Drohgebärde sind von Seiten der Türkei nicht ungewöhnlich, nichtsdestotrotz besteht eine tatsächliche Gefahr einer neuen Großoffensive. Die Drohungen von Erdogan folgten relativ zeitnah auf das Verhandlungstreffen zwischen der Türkei und Russland, wo unter anderem auch die Situation in Syrien besprochen wurde.

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Russland bombardiert weiter Ziele in Idlib

Einigkeit herrschte beim bilateralen Staatstreffen zwischen dem russischen Präsidenten Vladimir Putin und seinem türkischen Gegenpendanten Recep Erdogan vor, zumindest offiziell. Nur wenige Stunden später intensivierte die Luftwaffe Russlands ihre Bombardierungskampagne über der letzten, noch von islamistischen Kräften kontrollierten Provinz Idlib im Nordwesten Syriens und attackierte erstmals auch jene Gebiete im Nordosten, die im Zuge einer türkischen Militärkampagne von den Kurden erobert werden konnten und sich als wichtiges Rückzugsgebiet für Islamisten und Aufständische herausstellen. Trotz diverser Gerüchte im Zusammenhang mit dem russisch-türkischen Verhandlungen gibt es keine Anzeichen für ein Ende des seit Jahren bestehenden Status Quo, also auch nicht für eine Offensive der syrischen Armee auf Idlib.

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Syrische Söldner für Afghanistan?

Nach dem erfolgreichen Einsatz syrischer Islamisten in Konfliktgebieten wie Libyen oder dem Bergkarabach durch die Türkei könnte sich nun ein neues Land in die Reihe internationaler Operationen eingliedern: Afghanistan. Nach dem Abzug westlicher Truppen entsteht auf Seiten der afghanischen Regierung ein Machtvakuum, dessen Füllung die Türkei unter Präsident Erdogan als ein mögliches Sprungbrett für weiteren Einfluss in Zentralasien betrachtet und dementsprechend gewinnmaximierend ausnutzen will. Sollten sich derartige Pläne bewahrheiten, würde im Gegensatz zu den vorherigen Missionen aber die Rekrutierung von Syrern durch private Sicherheitsfirmen erfolgen, um der Türkei eine „glaubhafte Bestreitbarkeit“ in dem ganzen Vorfall zu ermöglichen.

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Dschihadistische Gruppierung erweitert ihren Einfluss in Syrien

In der letzten, noch von islamistischen Kräften kontrollierten Provinz Idlib dominiert seit Jahren die dschihadistische Organisation „Hayat Tahrir al-Sham“ (HTS) das Geschehen, mit türkischer Unterstützung konnten sie ihr Einflussgebiet erheblich ausweiten und z.B. den gesamten Wirtschaftssektor der Region kontrollieren. Seit neuestem versucht der ehemalige al-Qaida-Ableger aber, seine Geltung auf andere oppositionelle Territorien in Syrien auszuweiten und damit in direkter Konkurrenz zu türkischen Stellvertretern zu treten, die mit schrumpfenden Einfluss aufgrund ausbleibender Bezahlungen durch die Türkei zu kämpfen haben. Diese Maßnahme ist Bestandteil des neuen Reformprogramms von Tahrir al-Sham, in dem man sich unter anderem auch als „moderate Kraft“ innerhalb der Opposition inszenieren und dadurch vom Westen Unterstützung erfahren möchte.

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Russische Luftschläge auf Idlib

Die russischen Luftstreitkräfte fliegen derzeit schwere Angriffe auf die letzte, noch von Islamisten kontrollierte Provinz, nachdem es kurz zuvor zu ungewöhnlichen Plänkeleien zwischen lokalen Milizen in Idlib und der syrischen Armee gekommen ist, die in dem Raketenbeschuss der unter der syrischen Regierung kontrollierten Millionenstadt Aleppo mündete. Trotz kleinerer Unterbrechungen hält die seit über einem Jahr andauernde Waffenruhe zwischen den beiden syrischen Fraktionen in Idlib, die von ihren jeweiligen Schutzmächten (Türkei und Russland) durchgesetzt werden, jedoch kam es seit August nicht mehr zu so einem massiven Einsatz russischer Luftschläge in der Region. Angegriffen werden militärische und ökonomische Ziele, die auf eine mögliche Konfrontation mit der Türkei hinweisen, welche die Waffenruhe zum Aufbau einer faktischen Protektorates in Syrien genutzt haben, welche auf die Kooperation mit den lokalen islamistischen Kräften setzt. Wie die türkische Regierung auf diese neueste Entwicklung reagieren wird, bleibt bisher abzusehen.

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Drei Bombenanschläge innerhalb eines Tages treffen pro-türkische Rebellenregion

Das von pro-türkischen Islamisten kontrollierte Territorium im Norden der Provinz Aleppo sieht sich in den letzten 24 Stunden einer neuen Terrorwelle ausgesetzt, nachdem in diesem kurzen Zeitraum drei Autobomben an verschiedenen Orten detonierten. Das Gebiet, welches teils unter der Kontrolle des Islamischen Staates und zum anderen Teil unter kurdischer Herrschaft stand, hat sich seit der Eroberung durch die Türkei zu einer der instabilsten und gefährlichsten Region Syriens entwickelt, nachdem die lokalen Behörden und Institutionen erhebliche Probleme damit haben, für Ordnung zu sorgen und sich stattdessen gegenseitig bekämpfen und um Macht buhlen, während andere Organisationen wie kurdische Schläferzellen und dschihadistische Milizen Terroranschläge verüben. Die Türkei wirft der kurdischen „PKK/YPG“ die drei Angriffe zu, die mehrere Zivilisten und Kämpfer tötete, ohne jedoch Beweise dafür vorlegen zu können.

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Schwere Kämpfe zwischen Türkei und Kurden in Syrien

Am Freitag brachen in Nordsyrien zwischen dem kurdisch-arabischen Milizenbündnis der „Syrischen Demokratischen Kräfte“ (SDF) und der von der Türkei unterstützten und abhängigen „Syrischen Nationalarmee“ (SNA) schwere Gefechte aus, die nach mehrwöchigen Plänkeleien erstmals in Gebietsveränderungen mündeten. Entsprechend lang existieren auch Gerüchte darüber, dass die Türkei eine neue Militäroffensive im südlichen Nachbarland vorbereitet, um zum wiederholten Male einen Teil Syriens zu besetzen und der SDF erheblichen Schaden zuzufügen. Pro-türkische Islamisten konnten demnach innerhalb eines Tages zwei Dörfer erobern, die jedoch seit langem verlassen sind und dementsprechend Teil einer Demarkationslinie zwischen SDF und SNA darstellen. Dabei erhielten sie erhebliche Unterstützung der Türkei, welche materiellen Lieferungen auch Artillerieunterstützung bereitstellte. Dennoch ist unklar, ob daraus eine größere Operation entstehen könnte oder ob es sich lediglich um einen Versuch handelt, die Moral durch einen kleineren Erfolg zu heben und nach langer Zeit wieder Gewinne vorzuzeigen.

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Russische Armee zieht sich angeblich aus Teilen Nordsyriens zurück

Neue Gerüchte verstärken die derzeit bestehenden Berichte, dass die Türkei in Syrien eine neue antikurdische Militäroffensive starten könnte: Einige Aktivisten vermelden den Rückzug russischer Soldaten aus der Region um Ain Issa, einer syrisch-türkischen Grenzstadt im Nordosten Syriens. Dort kam es in den vergangenen Wochen vermehrt zu immer schwerer werdenden Gefechten zwischen dem arabisch-kurdischen Gruppenbündnis der „Syrischen Demokratischen Kräfte“ (SDF) und pro-türkischen, offiziell als die „Syrische Nationalarmee“ (SNA) bekannte, Kräften, die die Befürchtung einer türkischen Operation näherte, vor allem im Hintergrund der internationalen Ablenkung für die Covid-Pandemie und des amerikanischen Machtwechsels. Sollte sich der Abzug der russischen Streitkräfte aus Teilen Nordsyriens bewahrheiten, wäre das ein starker Indikator für die derzeit bestehenden Befürchtungen und daraus resultierenden Folgen: Neuer Krieg in einer ansonsten friedlichen Region, Zerstörung, Massenflucht und die ethnische und demographische Vertreibung von Kurden und anderen Minderheiten unter der Führung islamistischer Kräfte.

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Türkei vor einer neuen Offensive in Syrien?

Im Norden Syriens regt sich ein kalt gewordener Konflikt wieder. In den letzten Tagen kam es zu schweren Gefechten zwischen dem arabisch-kurdischen Milizenbündnisses der „Syrischen Demokratischen
Kräfte“ (SDF) und der islamistischen, pro-türkischen „Syrischen Nationalarmee“ (SNA) mit direkter türkischer Unterstützung, die sich über den Zeitverlauf wesentlich intensiviert haben. In der Nähe der Stadt
Ain Issa kam es gestern zum Einsatz schweren Kriegsgerätes, hunderte Geschosse an Mörsern und Artillerien trafen Verteidigungsstellungen der SDF in der Umgebung, von der einstigen Waffenruhe
zwischen den beiden Seiten verbleibt nur noch der Vertrag. Während sich die Situation an der Frontlinie erhitzt und es fernab der Frontlinien zu Guerillakämpfen kurdischer Aufständischer kommt,
könnten die neuesten Entwicklungen ein Zeichen für eine bevorstehende Militäroffensive der Türkei sein, dessen Ziel neue Territorien des kurdischen Autonomiegebietes sind.

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Türkei wirft Deutschland Piraterie vor, neue Eskalation

„Deutsche Piraterie“: Türkische Medien titeln mit besonderer Polemik einen neuen Vorfall vor der libyschen Küste, welcher in der Türkei als Affront und Aggression von Seiten Deutschlands angesehen wird. In Wirklichkeit kam es nur im Zusammenhang zur EU-Operation „Irini“ zur Überwachung des Waffenembargos für die libyschen Kriegsfraktionen zu der Inspektion eines türkischen Frachters, welcher letztendlich nur normale Güter transportiert hatte. Die türkische Regierung sieht in Irini eine Bedrohung für die eigenen nationalen Interessen, da die Türkei der größte und wichtigste Unterstützer für die sogenannte „Einheitsregierung“ in Libyen ist, während weite Teile der EU und Irini-Unterstützer die rivalisierende Tobruk-Regierung in Ostlibyen unterstützen. Der Vorfall könnte nun dazu führen, dass auch Deutschland auf letztere Seite wechseln würde.

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Studie enttarnt Tausende Kindersoldaten in syrischer Opposition

Vor wenigen Tagen veröffentlichte ein der türkischen AKP nahe stehender Think-Tank eine Studie, welche sich mit der pro-türkischen Opposition bzw. der sogenannten „Syrischen Nationalarmee“ (SNA) beschäftigten sollte, vor allem über den Hintergrund und die Beweggründe ihrer Mitglieder, welche oftmals (nicht grundlos) als Marionetten und islamistische Bittsteller türkischer Interessen dargestellt werden. Eigentlich war es der Versuch, diese Organisation wieder positiv zu besetzen, jedoch entlarvten die Statistiken unbeabsichtigt Eines: Fast 4% oder 3.200 Kämpfer der SNA traten im minderjährigen Alter der „Armee“ bei. Diese Erkenntnis führte nicht nur zur schnellen Löschung der Studie, sondern enttarnt auch den versuchten Narrativ der Türkei.

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