Die neue Gefahr für Abu Dhabi

Vor fast zwei Wochen erschütterten mehrere Drohnen- und Raketenangriffe die Vereinigten Arabischen Emirate, der durch die jemenitischen Houthi-Rebellen ausgeführte Militärschlag war eine brutale Erinnerung an den nun seit acht Jahren tobenden Bürgerkrieg auf der arabischen Halbinsel, an dem sich die VAE auf Seiten Saudi-Arabiens und der jemenitischen Exilregierung massiv beteiligen. Während es sich nicht um den ersten Angriff auf den Golfstaat mithilfe von Drohnen handelt, ist es doch bisher die Eskalation mit der größten internationalen Aufmerksamkeit, die dem Land in Zukunft Erhebliches kosten könnte. Denn während der verursachte Schaden relativ gering ist, sind die Grundpfeiler des Erfolges der Emirate in echter Gefahr: Es wirkt wenig attraktiv für internationale Investoren und Touristen in einem Land zu sein, welches sich zum Schlachtort eines Stellvertreterkrieges entwickelt.

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Huthi-Rebellen attackieren mehrere Ziele in Abu Dhabi

Der Montag Morgen war in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate, gewiss kein Ruhiger: Ein Großteil der Bevölkerung wachte zu mehreren Explosionen und damit verbundenen Rauchschwaden in zwei Teilen der Stadt auf, wenige Minuten später bekannten sich die jemenitisch-schiitischen Houthi-Rebellen zu mehreren Angriffen mithilfe ihrer modernen Drohnensysteme als Vergeltungsschlag für die seit sieben Jahren andauernde Militärintervention des VAE im Bürgerkriegsland. Ziel soll der Internationale Flughafen und mehrere Öltanks gewesen sein, insgesamt ist der Schaden relativ gering. Wesentlich größer hingegen sind die dadurch verursachten moralischen Wunden, trotz einer Entfernung von 1400 Kilometern zum Jemen befindet man sich nicht in Sicherheit in einem Krieg, der laut eigener Darstellung eigentlich schon lange beendet sein sollte und nun immer mehr die internationalen Feinde der Houthis heimsucht.

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Huthi-Helikopter während Gegenoffensive abgeschossen

Im Bürgerkriegsland Jemen wurde ein Rätsel auf brutale Weise gelöst: Anfang Dezember tauchten die ersten Gerüchte und Meldungen auf Seiten der jemenitischen Exilregierung und deren Unterstützern auf, dass die mit ihnen verfeindeten schiitisch-zaidischen Houthi-Rebellen bei der seit inzwischen einem Jahr andauernden Schlacht um die strategisch wichtige Stadt Marib erst- und einmalig einen Kampfhubschrauber verwendet hätten. Nun bestätigt nach langem Rätselraten Saudi-Arabien die erfolgreiche Zerstörung eines Mi-24-Kampfhelikopters in der Region um Marib und offenbart zugleich die eigenen Misserfolge seit ihrer Militärintervention im Jemen vor sieben Jahren, wo sie offiziell verkündet hatten sämtliche Helikopter und Kampfjets in den Händen der Aufständischen vernichtet zu haben. Derweil rückt eine Allianz südjemenitischer Separatisten im Zentraljemen gegen die Houthis weiter vor, während der Kampf um Marib weiter andauert.

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Huthi-Rebellen beschlagnahmen Schiff voller Waffen

Am vergangenen Montag konfiszierten die schiitisch-zaidischen Houthi-Rebellen, offiziell unter dem Organisationsnamen „Ansar Allah“ bekannt, ein Frachtschiff unter der Flagge der Vereinigten Arabischen Emirate, welches offiziell Medizin und weitere humanitäre Güter in den Jemen transportieren sollte, in dem das Land neben Saudi-Arabien führend in der militärischen Intervention gegen die Houthis ist. Während es in den territorialen Gewässern des Jemens war, wurde es von den Aufständischen zu einem Zwischenhalt in al-Hodaydah gezwungen, der letzten großen Hafenstadt unter ihrer Kontrolle. Dort wurde schnell offensichtlich, dass das Schiff eine wesentlich pikantere Ware transportierte: Von einfachen Schusswaffen und dazugehöriger Munition bis zu mehreren Militärfahrzeugen und Schlauchbooten wurde ein Transport voller Kriegsgerät unter dem Deckmantel ziviler Hilfe aufgedeckt.

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Saudi-Arabien zerstört eine der letzten Verbindungen Jemens zur Außenwelt

Die letzten Tage der jemenitischen Hauptstadt Sanaa waren von Wut und Zerstörung geprägt, nachdem die Luftwaffe Saudi-Arabiens in einer überraschenden Nacht-und-Nebel-Aktion die schwersten Militärschläge auf die Region seit Jahren ausgeübt hatte. Bei den schweren Luftangriffen auf mehrere Ziele in der seit dem Ausbruch des Bürgerkrieges von den zaidisch-schiitischen Houthi-Rebellen gehaltene Millionenstadt kamen etliche Zivilisten ums Leben, zudem wurde die letzte Außenverbindung zum Rest der Welt vollkommen zerstört: Der Internationale Flughafen von Sanaa ist neben dem oftmals blockierten Hafen von al-Hudaydah für den Norden des Landes die einzige Möglichkeit, humanitäre Hilfsgüter zu erhalten und Waren zu importieren. Die Belagerung des Jemens intensiviert sich damit weiter.

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Setzen Huthi-Rebellen Kampfhelikopter ein?

Houthi-Kämpfer auf der Spitze von Balaq al-Sharqi, dem letzten Hindernis vor Marib

Am südlichen Ende der arabischen Halbinsel dauert der jemenitische Konflikt zwischen den zaidisch-schiitischen Houthi-Rebellen, verschiedenen Milizen und der Exilregierung unentwegt an. Erstere können insbesondere in der Nähe der Stadt Marib, die letzte Bastion der Regierung im Nordjemen, Erfolge vorweisen und unermüdlich weiter vorrücken, sodass sie nun auf zwei Seiten vor den Stadttoren stehen und es derzeit wohl Unterverhandlungen zur friedlichen Übergabe des Ortes kommt. Dabei gibt es auch Meldungen zum erstmaligen Einsatz eines Kampfhubschraubers unter der Flagge der Houthis – ein absolutes Novum. Zwar desertierten mit dem Beginn des Bürgerkrieges ein großer Teil der Armee und damit auch der Luftwaffe auf Seiten der Aufständischen, jedoch ging man von einer kompletten Vernichtung aller Kampfjets, Helikopter etc. durch die direkte Intervention Saudi-Arabiens aus. Außerdem konnten die Rebellen mehrere, unter anderem auch amerikanische, Drohnen eliminieren und einen saudischen Kampfjet beschädigen.

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Huthi-Gegenangriff auf Ölanlagen in Saudi-Arabien

Stolz verkündeten die jemenitischen Houthi-Rebellen, offiziell unter ihrem Namen „Ansar Allah“ bekannt, am vergangenen Samstag eine Abschreckungsoperation gegen Saudi-Arabien, welches aufgrund ihrer Militärinvention zugunsten der Regierung im jemenitischen Bürgerkrieg vor sechs Jahren zu den größten Widersachern der Houthis zählt. Demnach haben die schiitischen Aufständischen etliche militärische und wirtschaftliche Ziele im ganzen nördlichen Nachbarland mithilfe von Drohnen angegriffen, darunter mehrere militärische Anlagen, Flughäfen und Erdöl-Raffinerien. Demnach handelt es sich bei diesem Schritt um einen Vergeltungsakt, nachdem wenige Stunden zuvor Saudi-Arabien ihre Luftangriffe gegen die Houthi-Rebellen im Jemen intensivierten und dabei Dutzende Kämpfer töteten.

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Huthi-Rebellen rücken weiter vor

Vor zwei Jahren einigten sich alle Kontrahenten im jemenitischen Konflikt auf einen vorübergehenden Friedensvertrag, das sogenannte Stockholm-Abkommen sollte das Leiden der Bevölkerung mindern und mithilfe der UN und einer demilitarisierten Zone an der Hafenstadt al-Hudaydah einen Korridor für Lebensmittel erschaffen, aber auch im ganzen Land die Waffen ruhen lassen. Während letzterer Wille bereits früh wieder Abschied nahm, unter anderem in der nordjemenitischen Provinz Marib, wo die schiitisch-zaidischen Houthi-Rebellen neue Erfolge feiern und von drei Seiten auf die Stadttore angerückt sind, hielt der brüchige Friede in al-Hudaydah – bis jetzt. Nach dem Rückzug regierungsfreundlicher Kräfte und der Vereinigten Arabischen Emirate aus dem Gebiet starteten die Houthis, offiziell bekannt als Ansar Allah, eine Gegenoffensive und konnten die Frontlinien nahezu auf das Jahr 2018 zurückdrehen. Die Schlacht um al-Hudaydah ist damit entschieden.

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Huthi-Rebellen rücken in Zentraljemen weiter vor

Unbeirrt rücken die zaidisch-schiitischen Houthi-Rebellen auf die letzte Hochburg der jemenitischen Exilregierung in der nördlichen Hälfte des Landes vor. Nach den erstaunlichen Erfolgen seit Ende September trennen nur noch wenige Kilometer und einige Bezirke das Territorium der Houthis, dessen offizieller Name „Ansar Allah“ lautet, und die durch Flüchtlinge hunderttausende Einwohner zählende Stadt Marib, welche das Tor zum Osten Jemens öffnen würde und derzeit von drei Seiten von den nordjemenitischen Aufständischen umkreist wird. Neben den Fortschritten auf Marib gibt es weitere Erfolge im Zentrum des Landes zu berichten, wo sie wichtige Basen von al-Qaida und des Islamischen Staates vernichten konnten.

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Huthi-Rebellen erobern zentraljemenitische Provinz

Lange waren die Frontlinien im Jemen erstarrt, die miteinander verfeindeten zaidisch-schiitischen Houthi-Rebellen und Anhänger der Exilregierung konnten nur vereinzelt jeweils Bodengewinne verzeichnen und mittelfristig neue Territorien erobern. Nun aber konnten die Houthis, deren offizieller Titel „Ansar Allah“ lautet, die komplette Provinz al-Bayda in Zentraljemen innerhalb weniger Tage sichern, was vielmehr das Resultat diplomatischer Verhandlungen als militärischer Auseinandersetzungen war. Damit rückt auch wieder die strategisch wichtige Stadt Marib in das Fadenkreuz der schiitischen Aufständischen, auf dessen südlicher Flanke sie ähnlich große Geländegewinne erzielen konnten.

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Huthi-Rebellen attackieren Öl-Produktion Saudi-Arabiens

Am Samstag attackierten die jemenitischen Houthi-Rebellen mit Drohnen und Raketen zwei vitale Städte Saudi-Arabiens, welche auf Seiten der jemenitischen Exilregierung seit sechs Jahren gegen die Houthis, offiziell unter dem Organisationsnamen „Ansar Allah“ bekannt, kämpfen. Neben militärischen Anlagen sollen dabei auch kritische Infrastruktur zur Öl-Produktion und Verarbeitung beschädigt worden sein, darunter Raffinerien an der Ostküste Saudi-Arabiens, welche über 1200 Kilometer vom Jemen entfernt liegen. Während das genaue Ausmaß der Schäden bisher nicht bekannt ist, musste der Flugverkehr über dem Land für mehrere Stunden unterbrochen werden. Zudem wurden von der saudischen Bevölkerung mehrere Videos veröffentlicht, die Einschlagkrater zeigen, vermutlich verursacht durch die Projektile der zaidisch-schiitischen Houthi-Rebellen. Es könnte der größte Angriff seit 2019 sein, als Kamikazedrohnen der Jemeniten die weltweit größte Erdölraffinerie schwer beschädigte und Saudi-Arabien Milliarden an Dollar kostete.

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Neue Drohnenangriffe auf Saudi-Arabien

Nicht nur im Grenzgebiet, auch im tiefen Hinterland Saudi-Arabiens sind die Auswirkungen der militärischen Intervention in den jemenitischen Bürgerkrieg derzeit wieder erkennbar: Nach einer Bodenoffensive der Houthi-Rebellen in Saudi-Arabien starteten die Aufständischen in der vergangenen Nacht einen groß angelegten Raketen- und Drohnenangriff auf mehrere Städte des nördlichen Nachbarlandes, die teilweise ihr Ziel erreichen konnten. Noch kurz zuvor kündigte die USA einen weitgehenden Truppen- und Materialabzug aus der Region an, worunter auch vitale Luftabwehrsysteme für Saudi-Arabien fallen. Diese neue Situation öffnet den Houthis die Gelegenheit, wieder vermehrt Ziele in ganz Saudi-Arabien mit iranischer Unterstützung zu attackieren und den jemenitischen Konflikt für sich entscheiden zu können.

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Huthi-Rebellen erobern Territorium in Saudi-Arabien

In den letzten Tagen und Wochen konnten die jemenitisch-zaidischen Houthi-Rebellen beachtliche Folge im Kampf gegen Saudi-Arabien vorweisen und sogar einige Gebiete innerhalb des feindlichen Nachbarstaates erobern bzw. halten. Am Samstag veröffentlichten die Houthis ein fast 40 Minuten langes Video, in der sie das Ergebnis ihrer Militäroperation im nordwestlichen bzw. südwestlichen Grenzgebiet zwischen dem Jemen und Saudi-Arabien zeigen, vor allem neben der Eroberung von Dutzenden Militärposten die Erbeutung von etlichen Waffen und Fahrzeugen, Gefangennahme von Soldaten und Ermordung mehrerer Kämpfer und Söldner. Erneut beweist sich darin die mangelnden militärischen Fähigkeiten Saudi-Arabiens, die trotz hochmoderner Waffensysteme und internationaler Unterstützung nicht dazu fähig sind, ihre eigenen Grenzen zu verteidigen, während ihre jemenitischen Bündnispartner ebenfalls zunehmend gegen die Houthis verlieren.

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Huthi-Rebellen vor den Toren Maribs

In Jemen kommt es nach dem Zusammenbruch der Waffenruhe weiterhin zu intensiven Gefechten zwischen den schiitisch-zaidischen Houthi-Rebellen, offiziell unter dem Titel „Ansar Allah“ bekannt, und der jemenitischen Exilregierung unter Mansour Hadi. Insbesondere die letzte, noch von Regierungskräften beherrschte Stadt im Norden des Landes ist derzeit schwer umkämpft, nachdem die Houthis vor mehreren Monaten eine Offensive auf den Ort Marib gestartet haben, welche als das Zugangstor zu den Öl- und Gasressourcen des Jemens gilt und damit als kriegsentscheidend erachtet wird. Trotz schweren Widerstandes können die Houthis mit der Unterstützung lokaler Stammeskräfte langsam vorrücken, wodurch sie nur sieben bis neun Kilometer von den ersten Gebäuden der Stadt getrennt sind. Die Houthis kontrollieren bereits erste Flüchtlingslager in der Umgebung von Marib, welche früher als die letzte Stabilitätsoase im Land galt.

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Saudi-Arabien schlägt erneut Waffenruhe im Jemen vor

Im Dezember 2018 einigten sich die verschiedenen Parteien, die maßgeblich im jemenitischen Konflikt beteiligt sind, unter der Führung der Vereinten Nationen auf eine weitgehende Waffenruhe: Die Stockholm-Vereinbarung war geboren. Jahre später verbleibt nur noch wenig von diesen internationalen Verträgen, die für Viele eine Hoffnung auf Frieden und das Ende der Hungersnot im vom Krieg geschundenen Land hindeutete, in vielen Teilen des Jemens kommt es wieder zu intensiven Gefechten zwischen der Exilregierung unter Präsident Mansour Hadi und den zaidisch-schiitischen Houthi-Rebellen. Nachdem Saudi-Arabien wieder zunehmend in den Konfliktherd interveniert, kündigen sie überraschend eine neue Waffenruhe an, wobei dieser Frieden keinem altruistischen Zweck entspringt: Die mit den Saudis verfeindeten Houthis können im Jemen wichtige militärische Erfolge vorzeigen und bedrohen mit Raketen und Drohnen zunehmend die wichtigste Einkommensquelle Saudi-Arabiens innerhalb ihres Territoriums, Erdöl.

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