Israel bombardiert Flughafen in Zentralsyrien

Am letzten Freitag kam es zu einem folgenschweren Luftangriff auf den zentralsyrischen Militärflughafen Tiyas, welcher vom Iran und der syrischen Regierung als Hauptstützpunkt im Kampf gegen die versprengten Kämpfer des Islamischen Staates in der syrischen Wüste genutzt wird. Es ist bei weitem nicht der erste Luftschlag Israels auf militärische Ziele innerhalb des östlichen Nachbarstaates, insbesondere auch auf die Tiyas-Basis, dessen letzte Attacke jedoch zwei Jahre zurückliegt. Vermutlich gilt die israelische Aufmerksamkeit den dort angeblich stationierten iranischen Soldaten, die von dort aus Aufklärungsmissionen mithilfe von Drohnen aus dem bereits genannten Grund unternehmen, laut bisherigen Angaben wurden aber nur sechs syrische Soldaten verletzt.

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Säbelrasseln zwischen Iran und Aserbaidschan

Das Eskalationspotential zwischen Aserbaidschan und dem Iran war seit deren Staatsgründungen noch nie so hoch wie derzeit: Die beiden Staaten scheinen sich seit der Niederlage Armeniens im Bergkarabachkrieg vor fast einem Jahr auf einem Konfrontationskurs zu befinden, der sich seit einer Woche massiv zugespitzt hat, beide Seiten drohen mit der gegenseitigen Auslöschung des Landes. Größter Anlass dafür sind die neu entstehenden Bündnisse im Nahen und Mittleren Osten, insbesondere die Zusammenarbeit zwischen Aserbaidschan und Israel wird in der iranischen Regierung mit großer Sorge betrachtet, während weiterhin islamistische Söldner aus Syrien von der Türkei beauftragt in Aserbaidschan stationiert sein sollen. Denn gerade andere Staaten spielen in diesem potentiellen Stellvertreterkonflikt eine wichtige Rolle.

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Israelische Luftwaffe attackiert Damaskus

In der Nacht zum Donnerstag flogen israelische Kampfjets mehrere Luftangriffe auf Ziele innerhalb des Nachbarlandes Syrien, insbesondere auf die Hauptstadt Damaskus. Die geschickt den libanesischen Luftraum ausnutzende Luftwaffe Israels startete nach bisherigen Informationen mehrere Raketen auf das Jumairah-Forschungslabor nordwestlich von Damaskus, welches seit 2013 das regelmäßige Ziel israelischer Luftangriffe ist und oppositionellen Medien zufolge für die Entwicklung von neuen Waffensystemen, inklusive Chemiewaffen, zuständig ist, wofür jedoch keine Beweise existieren. Eine der syrischen Luftabwehrraketen landete in der israelischen Hauptstadt Tel Aviv, was kurzfristig für Alarm und Panik sorgte.

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Hisbollah feuert Raketen auf Israel

Die Situation im libanesisch-israelischen Grenzgebiet besitzt seit Freitag ein neues Eskalationspotential, nachdem sich die schiitische Großorganisation Hisbollah zu den jüngsten Raketenangriffen auf die zu Syrien gehörenden, aber faktisch von Israel kontrollierten Golanhöhen bekannte, welche eine Reaktion zu den intensivierten Artillerieschlägen der israelischen Armee auf den südlichen Libanon darstellen. Am Mittwoch starteten unbekannte Täter mehrere Raketen auf eine israelische Siedlung nahe der libanesischen Grenze, woraufhin Israel mit einem großangelegten Artillerieangriff auf die gesamte Grenzregion antwortete. Darauf folgte nun die Intervention der Hisbollah, nachdem es zwei Tage in Folge zu israelischen Luft- und Artillerieschlägen kam. Ein Ende des Konfliktes ist nicht in Sicht.

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Israel bombardiert libanesisches Grenzgebiet

Am Mittwoch Morgen kam es an der israelisch-libanesischen Grenze zu einem ungewöhnlichen Zwischenfall, als mehrere Raketen und Mörsergranaten aus dem libanesischen Raum ein offenes Areal nahe der israelischen Siedlung Kiryat Shmona trafen und dort ein Feuer entfachten. Israelische Streitkräfte begannen kurz darauf mit dem Artilleriebeschuss auf den Libanon, welche laut dem Verteidigungsministerium entlang der gesamten geteilten Grenze stattfinden und seit über einer Stunde andauern. Die Täter und der Anlass für diesen Angriff auf Israel sind bisher ungeklärt, jedoch geht man von einer eher kleinen und unabhängigen Gruppierung aus, ein mögliches Konfliktpotential mit der Hisbollah oder ähnlichen Organisationen erscheint bisher gering.

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Wackelige Waffenruhe zwischen Israel und Gaza

Palästinenser feiern auf dem Tempelberg das Ende des Krieges und den „Sieg gegen Israel“

So schnell wie der palästinensisch-israelische Konflikt aufgeflammt ist, vergeht er vorerst wieder: Nach zweiwöchigen Kämpfen zwischen den israelischen Streitkräften und verschiedenen palästinensischen Gruppierungen einigten sich die Regierung und Hamas auf eine Waffenruhe unter ägyptischer Ägide, nachdem noch wenige Tage zuvor beide Seiten einen derartigen Frieden ablehnten. Beide Fraktionen reklamieren innerhalb des kurzen Zeitraumes einen Sieg für sich, der tatsächliche Erfolg ist jedoch fragwürdig und schwer zu überprüfen. Nichtsdestotrotz gehen aus dem neuesten Gewaltausbruch, zuletzt kam es 2014 zu einer ähnlichen Situation, vor allem radikale Parteien als Nutznießer hervor, in Israel kam es nach langer Auszeit wieder zu ethnischen Spannungen und Konflikten, während der bisherige Erfolg des israelischen Luftabwehrsystems in Frage gestellt wurde. Trotz der Waffenruhe kommt es in Jerusalem weiterhin zu Auseinandersetzungen, israelische Sicherheitskräfte beenden gewaltsam palästinensische Proteste.

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Erste Anzeichen einer Entspannung im Nahostkonflikt

Auch weiterhin prägen Gewalt und Zerstörung den israelisch-palästinensischen Konflikt, welcher zuletzt vor fast zwei Wochen ausgebrochen ist. Hunderte Raketen diverser palästinensischer Organisationen regnen auf Israel herab, während das israelische Militär mit Luftangriffen auf den ganzen Gazastreifen reagiert, wobei beide Seiten keinen Halt vor zivilen Zielen machen: Wohnhäuser in Israel, Redaktionshäuser, Hauptquartiere humanitärer Organisationen und Hochhäuser in Gaza werden regelmäßig bombardiert, was den Tod von über 250 Zivilisten innerhalb eines solch kurzen Zeitraumes erklärt. Obwohl im Westjordanland und Libanon die Stimmung zunehmend eskaliert, gibt es erste Anzeichen einer Annäherung und eines möglichen Kriegsendes. Hamas hat sich zu Friedensverhandlungen unter ägyptischer Ägide bereit erklärt, während Israel zögert und weiterhin nicht all ihre Kriegsziele erreicht sieht. Dennoch hat die Intensität israelischer Angriffe abgenommen, auch weil ihnen rein militärische Ziele ausgehen.

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Israelisch-palästinensischer Krieg breitet sich auf die Nachbarländer aus

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3.000 Raketen und über 300 Tote: Der seit etwa einer Woche andauernde Konflikt zwischen israelischen und palästinensischen Kräften besitzt eine derartige Eskalationskraft, die selbst den letzten großen Krieg im Jahre 2014 übertrifft. Beide Seiten werden sowohl in ihrer Rhetorik, als auch in ihrem Verhalten aggressiver und intensivieren ihre gegenseitigen Angriffe, während der Konflikt sich in die Nachbarländer ausbreitet. Im Libanon, Syrien und Jordanien kommt es zu Übergriffen und Raketenangriffen auf israelische Sicherheitskräfte, die in dem Tode von mehreren Demonstranten mündeten. Während israelische Regierung und palästinensische Gruppierungen Friedensverhandlungen ablehnen, tritt der gesellschaftliche Spaltung zwischen israelischen Arabern und Juden immer stärker hervor, an vielen Orten kommt es zu gezielten Angriffen und Morden auf die jeweils andere Ethnie, wodurch radikalere Kräfte gestärkt hervorgehen können. Ein Ende ist dabei nicht in Sicht.

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Alter Konflikt mit neuer Dimension

Der in den letzten Tagen austretende Ausbruch von Gewalt im israelisch-palästinensischen Konflikt ist der Schwerste seit 2014, innerhalb weniger Tage ist die Anzahl getöteter und verletzter Personen insgesamt auf beiden Seiten auf ein dreistelliges Niveau gestiegen, während vom Gazastreifen noch nie so viele Raketen wie zuvor innerhalb solch kurzer Zeit gestartet wurden, dass selbst das vielfach bejubelte Raketenabwehrsystem „Iron Dome“ Israels an seine Kapazitäten stößt. Sowohl Gaza, als auch mehrere israelische Städte sind von kriegerischer Zerstörung geprägt, beide Seiten machen vor zivilen Opfern keinen Halt. Währenddessen kommt es in einigen israelischen Städten zu Aufständen und Unruhen zwischen arabischen und jüdischen Israelis, das Zutage treten derartiger ethnischer Spannungen ist nicht nur ein Novum in diesem Nahostkonflikt, sondern auch Ausdruck eines möglicherweise lange bevorstehenden Konfliktes innerhalb der Bevölkerung, welcher tiefe Gräben erzeugen könnte, angestiftet von den radikalen Kräften beider Seiten.

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Israelischer Frachter im Arabischen Meer von Raketen getroffen

Ein Frachtschiff im israelischen Privatbesitz wurde im Arabischen Meer Hunderte Kilometer südlich vom Oman von mehreren Raketen getroffen, wie israelische Medien und die Regierung berichten. Das Containerschiff, welches auf dem Weg von Tansania nach Indien unter liberischer Flagge unterwegs war, soll israelischen Angaben zufolge von mindestens zwei iranischen Projektilen attackiert worden sein, wobei das Schiff am Ende seine geplante Route nach einer kurzen Unterbrechung regulär fortsetzen konnte. Veröffentlichte Fotos beweisen mehrere Schäden am Rumpf des Frachters, die unter anderem durch Explosionen und Schrapnellen verursacht wurden und die Gesamtdarstellung bestätigt, auch wenn bisher keine Beweise für einen iranischen Hintergrund bestehen. Es entspricht aber dem Geschehen der letzten Monate, wonach Israel und der Iran einen geheimen Wirtschaftskrieg auf dem Meer ausfechten, der auf beiden Seiten zu beschädigten Schiffen geführt hat.

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Israel sabotiert iranische und syrische Öllieferungen seit Jahren

Mysteriöse Explosionen auf iranischen Frachtern, detonierte Öl-Pipelines an der syrischen Küste oder unerklärliche Ölverschmutzung im östlichen Mittelmeer: Seit über zwei Jahren ereignen sich im syrischen und iranischen Raum seltsame Vorfälle, die oftmals ungeklärt bleiben oder als Unfälle abgetan werden. Die USA scheint nun zumindest auf einige dieser Ereignisse ein Licht zu werfen und bestätigt israelische Vorhaben, die Zufuhr und Lieferung von Erdöl und anderen Ressourcen oder Materialien zu sabotieren und somit Syrien nur noch weiter in die schwere Wirtschaftskrise zu führen, in der sich der Staat befindet. Retroperspektiv stellen sich dadurch neue Fragen auf und erklärt auch, weshalb es im Nahen Osten immer wieder Berichte von angegriffen oder beschädigten Schiffen verschiedenster Länder gibt.

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Kampf um Einfluss in Südsyrien

Selbst drei Jahre seit der vollständigen Eroberung der südsyrischen Provinzen Dara’a und Quneitra regt sich weiterhin Widerstand in jener Region, von der aus die „syrische Revolution“ vor zehn Jahren begonnen hatte. Die unter russischer Ägide ausgehandelten Kapitulationsbedingungen versprachen den Aufständischen weitgehende Autonomie und Waffenbesitz, was sich nun zu rächen scheint: Die syrische Armee startete eine Operation zur Eroberung dieser „rechtsfreien Enklaven“, von denen regelmäßig Guerillaangriffe, Überfälle oder Attentate ausgeführt werden. Nun stehen sich verschiedene Einheiten der syrischen Streitkräfte gegenüber, Loyalisten gegen ehemalige und rehabilitierte Rebellen, während Russland versucht zu verhandeln. Es ist nicht nur ein Kampf zwischen Regierung und Rebellen, sondern auch um den Einfluss Israels, Russlands und der syrischen Regierung im Süden Syriens.

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Israel bombardiert syrische Hauptstadt

In der vergangenen Nacht kam es zu einem Ereignis, welches inzwischen Tradition für weite Teile Syriens darstellt: Zum wiederholten Male griffen israelische Kampfjets Armeestellungen auf syrischem Territorium an und töteten dabei drei Soldaten. In einem seltenen Falle bekannte sich das israelische Verteidigungsministerium öffentlich zu dieser Aktion und nannte die Legitimation, dass es sich um einen Vergeltungsangriff auf eine angeblich von iranischen Streitkräften an der syrisch-israelischen Grenze platzierten Sprengstofffalle handelt, welche jedoch weder detonierte noch ihre Existenz bekannt ist. Mit derartigen Begründungen versucht Israel seit Jahren, den Einfluss des Irans und der Hisbollah im Nachbarland zu verringern.

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Deutsche Technik für aserbaidschanische Kriege

Seit über einem Monat kommt es im Südkaukasus zwischen Aserbaidschan und Armenien zu den tödlichsten Gefechten, die die Region seit Jahrzehnten erlebt hat. Dieser Krieg wird von vielen Beobachtern als ein „Konflikt des 21. Jahrhunderts“ beschrieben, wo es erstmalig zum Einsatz moderner Waffensysteme in einer konventionellen Kriegsführung kommt. An vorderster Front dieser neuen Realität befinden sich die multifunktionalen Drohnen, welche in erster Linie von Aserbaidschan eingesetzt werden, wobei es Gerüchte darüber gibt, dass die aserbaidschanische Drohnenflotte in Wirklichkeit von der Türkei operiert wird. Baku bezieht dieses Arsenal von den Verbündeten Israel und der Türkei, welche wiederum ihre Drohne nicht ohne ihre internationalen Komponente herstellen können. Ein integraler Teil dafür wird von deutschen Unternehmen geliefert, welche sich damit an dem brutalen Krieg im Kaukasus beteiligen.

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Viel Lärm um nichts

Das vor wenigen Tagen beschlossene „Friedensabkommen“ zwischen Israel, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain mit den USA in Vermittlerrolle wird oft als „Jahrhundertdeal“ bezeichnet, der eine Möglichkeit für Frieden in dem Konflikt zwischen Israel und Palästina bietet. In Wirklichkeit ist dieser Vertrag nicht mehr als Ausdruck der realpolitischen Verhältnisse im Nahen Osten den entsprechenden geopolitischen Gegebenheiten. Die Kooperation zwischen Israel und diversen Golfstaaten in vielen Fragen ist ein offenes Geheimnis, dieses neue Friedensabkommen zwischen Staaten, die niemals im Krieg waren, ist lediglich eine Offenbarung dieser Allianz, welche gegen die Interessen der eigenen Bevölkerung entschieden wurde. Dementsprechend begrenzt ist auch die Vermittlerrolle der Vereinigten Staaten, welche sich jetzt als der große Diplomaten porträtieren.

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