Die neue Gefahr des IS in Afghanistan

Mit dem Selbstmordanschlag auf den Kabuler Flughafen ist der Islamische Staat in Afghanistan nun endgültig in der öffentlichen Wahrnehmung der internationalen Gemeinschaft angekommen, obwohl sie vor vielen Jahren gegründet wurden und immer wieder ein nicht zu unterschätzender Faktor im 20 Jahre andauernden Krieg um Afghanistan war. Mit dem überhastetem Abzug westlicher Armeen und dem damit verbundenen Zusammenbruch der Regierung entsteht im Land ein neues Machtvakuum, in dem dschihadistische Milizen wie der Islamische Staat florieren können. Jedoch steht die Terrormiliz mit der neuen Führung des Landes, den Taliban, in tiefer Rivalität; beide Fraktionen beanspruchen das Land für sich. Mit dem Aufstieg des Islamischen Staates könnten die Taliban nun paradoxerweise auf die Unterstützung der USA im Kampf gegen die Organisation setzen.

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Wie der Islamische Staat Boko Haram vernichtet hat

Über mehrere Jahre hinweg kann sich der Islamische Staat als ernstzunehmende Kraft in den verschiedensten westafrikanischen Staaten etablieren, nun scheint der große Coup in Nigeria gelungen zu sein: Der „Islamische Staat in Westafrika“ (ISWA) konnte weite Teile der größten rivalisierenden Organisation, Boko Haram, nach dem Tode ihres Anführers in sich integrieren und somit die relevanten dschihadistischen Gruppen des Landes in sich vereinen, nachdem die nigerianische Regierung immer mehr Gebiete im Norden an die Terrormiliz abtreten muss. Bereits heute profitiert der IS in Nigeria von Steuerzahlungen im sechsstelligen Bereich. Mit den neuesten Erfolgen droht sich das Irak-Szenario zu wiederholen, in der der Islamische Staat große Territorien ohne nennenswerten Widerstand überrennen und ein Kalifat etablieren konnte.

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In der Nacht kehrt der Islamische Staat zurück

Im unwirtlichen Terrain Ostsyriens überdauert seit Jahren der Islamische Staat als versprengte Guerilla-Gruppierung, welcher trotz diverser Behauptungen noch lange nicht besiegt ist. In unregelmäßigen Abständen führen sie innerhalb der syrischen Wüste, auch als Badia al-Sham bekannt, Angriffe auf Militärstellungen, Konvois und zivile Infrastruktur aus, die sich unter der Kontrolle der syrischen Regierung oder dem arabisch-kurdischen Milizenbündnis der „Syrischen Demokratischen Kräfte“ (SDF) befinden. Seit einem Monat haben derartige Überfälle der Terrormiliz erheblich zugenommen, der IS erweitert nicht nur sein Operationsgebiet bis in Zentralsyrien hinein, sondern auch ihre Angriffsziele wie kritische Energieinfrastruktur für Syrien. Trotz russischer Unterstützung scheinen die syrische Armee und die SDF nicht dazu fähig zu sein, dieser wachsenden Gefahr entschieden entgegenzutreten. Die Situation ist derart kritisch, dass viele Beobachter den Islamischen Staat als den tatsächlichen Herrscher über die Badia al-Sham in der Nacht ansehen.

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Islamischer Staat startet Überraschungsoffensive in syrischer Wüste

Am vergangenem Donnerstag starteten Verbände des Islamischen Staates eine breit angelegte Offensive in den zentralsyrischen Provinzen Homs und Hama, ein erstes größeres Lebenszeichen nach jahrelanger Abwesenheit in der Region. IS-Kämpfer attackierten auf einer breiten Front mehrere Dörfer, die sich unter der Kontrolle der syrischen Regierung befinden und zugleich das Randgebiet zur syrischen Wüste darstellen, welches das Rückzugsgebiet der Terrormiliz ist. Trotz der Intensität des Angriffes konnten ersten Berichten zufolge sämtliche Attacken abgewehrt werden, wobei die syrische Armee einige Verluste erlitt und der Islamische Staat mehrere Siedlungen überfallen konnte. Der IS konnte über die vergangenen Jahre hinweg neue Kraft sammeln und könnte zu einer neuen, alten Gefahr für die Anrainerstaaten werden.

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Syrische Armee startet Operation gegen stärker werdenden IS

IS-Kämpfer erbeuten Pick-Up der syrischen Armee mitsamt zwei gefangen genommenen Soldaten

Während in weiten Teilen Syriens seit Monaten eine Waffenruhe herrscht, bildet der Osten des Landes eine Ausnahme davon: Seit Jahren sind dort die Überbleibsel des Islamischen Staates aktiv, attackieren Infrastruktur, Zivilisten und Militärstellungen der syrischen Regierung genauso wie jene der kurdisch-arabischen „Syrischen Demokratischen Kräfte“ (SDF). In letzter Zeit haben derartige Aktionen der Terrormiliz erheblich zugenommen, bedrohen sogar die wenigen Städte mitten in der Wüste Ostsyriens. Deswegen starteten die syrischen Streitkräfte mit der Unterstützung Russlands eine neue Operation gegen den Islamischen Staat. Jedoch gibt es ernsthafte Zweifel an den Erfolg einer solchen Offensive, wie die Vergangenheit bereits bewiesen hat.

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IS-Aktivitäten nehmen in Syrien & Irak erheblich zu

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Offizielles PR-Foto des amerikanischen Militärs in Syrien, welches von der einstigen Anti-IS-Operation weit abgerückt ist und stattdessen syrische Ölfelder kontrolliert

Über die vergangenen Wochen hinweg ließ sich ein Anstieg an terroristischen Aktivitäten durch den Islamischen Staat bemessen, wie irakische und syrische Institutionen gleichermaßen bestätigen. Die Verschiebung der nationalen und internationalen Aufmerksamkeit auf die gegenwärtige Coronavirus-Pandemie verschafft dem IS wichtigen Spielraum, den er zugunsten wiederaufgenommener Angriffe und Guerilla-Taktiken nutzt. Besonders der Norden des Iraks ist davon betroffen und verschiedene Milizen erleiden erhebliche Verluste, aber auch im Osten Syriens, die Gebiete unter der Kontrolle der kurdisch-arabischen „Syrischen Demokratischen Kräfte“ (SDF), haben mit ungewöhnlichen Taktiken der IS-Schläferzellen zu kämpfen, welche neben Attentaten auch massenweise Getreidefelder in einer wüstenreichen Region verbrennen.

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Islamischer Staat überrennt in Nigeria mehrere Orte & Militärbasen

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Einer der erbeuteten Panzer, nachdem der IS mehrere Militärbasen erfolgreich überrennen konnte

Der Islamische Staat kann im afrikanischen Land Nigeria seine Macht kontinuierlich ausbauen und gehört inzwischen zweifelsohne zu den stärksten Ablegern der Terrormiliz. Zur Jahresende konnte der „Islamische Staat in Westafrika“ (ISWA) mehrere erfolgreiche Überfälle durchführen und dabei mehrere Orte im Norden des Landes erobern. Dutzende Soldaten wurden bei Gefechten getötet oder gefangen genommen, schweres Militärequipment wie mehrere Panzer konnten erbeutet werden. Schritt für Schritt läuft ISWA Boko Haram als größte und wichtigste islamistische Gruppierung in Nigeria den Rang ab, von der aus eine völlig neue Gefahr des Terrors in Westafrika enstehen könnte.

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Islamischer Staat schlägt letzten SDF-Angriff zurück

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In Hajin selber wird die Normalität inszeniert, unbeirrt der kommenden Gefechte um die letzten IS-Orte in Syrien 

Der Islamische Staat konnte einen Vorstoß der von den USA unterstützten „Syrischen Demokratischen Kräfte“ (SDF) bei ihrer letzten Stadt in Syrien und Irak aufhalten und dem arabisch-kurdischen Milizenbündnis große Verluste zufügen. Die sich im Euphrat-Tal, am nördlichen Euphrat-Ufer befindlichen Städte und Dörfer stellen die letzte Bastionen des Islamischen Staates da, die sich seit über einem Jahr gegen die militärische Übermacht der USA und SDF behaupten können und immer wieder erfolgreiche Gegenangriffe ausführen können. Einigen Berichten zufolge sind alle Operationen gegen den IS eher halbherzig, da die USA weiterhin die Präsenz der Terrormiliz in Syrien für seine eigene Legitimation vor Ort benötigt.

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Islamischer Staat führt vermehrt Guerillakrieg gegen die SDF

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Seit mehreren Wochen und Monaten hat der Islamische Staat seine Aktivitäten in den von den Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) gehaltenen Territorien in Nordsyrien erhöht, vor allem in den Provinzen Raqqah und Hasakeh. Bis in das tief im SDF-Gebiet gelegene Stadt Taqba gibt es Berichte von Attentaten und Anschlägen auf einzelne Kämpfer des arabisch-kurdischen Milizenbündnisses. Dabei ergibt sich meistens ein ähnliches Bild: In der Nacht hinterlassen IS-Schläferzellen improvisierte Sprengstofffallen (IEDs) auf Straßen, die daraufhin von herannahenden Kämpfern oder Fahrzeugen ausgelöst werden. Dem Islamischen Staat nahe stehenden Medien wie die Nachrichtenagentur AMAQ berichten von insgesamt über 100 getöteten „PKK-Kämpfern“, wobei insgesamt elf Fahrzeuge zerstört wurden. Erst im neueren Zeitraum kann der IS auch Bilder und Videos von den Anschlägen und ihrem Ergebnis veröffentlichen, was auf eine stärkere Präsenz vor Ort zurückzuführen ist.

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Taliban besiegt Islamischen Staat in Nordafghanistan

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Im Norden Afghanistans konnten die Taliban einen entscheidenden Sieg davontragen, als sie Hunderte Kämpfer des Islamischen Staates („Wilayat Khorasan“) in der Provinz Jawzjan zur Kapitulation zwang. Über 150 Mitglieder der Terrormiliz stellten sich der afghanischen Regierung, darunter auch wichtige Anführer wie Maulvi Habibur. Zuvor waren sie von den Taliban für mehrere Tage umstellt, bis ihnen ein erfolgreicher Ausbruch gelang. Einem Pressesprecher der Taliban zufolge konnten nochmals 150 Kämpfer getötet und ihre Waffen erfolgreich erbeutet werden. Die Vertreibung des Islamischen Staates aus Afghanistan ist eines der primären Ziele aller involvierten Fraktionen, auch wenn die US-Koalition bisher nur beschränkte Mittel dafür einsetzt.

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Erster SVBIED-Selbstmordanschlag in den Philippinen

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Bilder vom Mai 2017, als der IS die Großstadt Marawi kontrollierte

Am Dienstag kam es in der Stadt Lamitan auf der südphilippinischen Insel Basilan zu einer verheerenden Autoexplosion nahe einem Kontrollpunkt des philippinischen Militärs, wobei mindestens elf Personen getötet wurden. Beim Angriff kam es zum Einsatz eines sogenannten SVBIED, (zumeist) ein Auto welches mit Sprengstoff gefüllt ist und zudem von einem Selbstmordattentäter bedient wird. Meistens besitzen SVBIEDs noch zusätzliche Panzerung, jedoch existieren darüber keine näheren Details. Nur wenige Stunden später deklarierte der Islamische Staat in Ostasien diesen Angriff für sich und veröffentlichten weitere Informationen über die Tat, darunter auch Informationen über den Selbstmordattentäter: Der Marokkaner Mohammad Khattab.

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Islamischer Staat in Südsyrien fast besiegt

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Im Süden Syriens dauert die Operation der Syrisch-Arabischen Armee und verbündeter Organisationen gegen den Islamischen Staat im sogenannten Yarmouk-Tal weiter an, nachdem man bereits in den vergangenen Tagen die Hälfte des IS-Territoriums erobern konnte. Nun fällt die größte, noch unter der Kontrolle der Terrormiliz stehende Stadt al-Shajara ebenfalls in die Hände eines recht seltenen Bündnis, einer Allianz von Regierungseinheiten und ehemaligen Aufständischen. Effektiv kontrolliert der Islamische Staat damit nur noch vier Dörfer entlang der jordanischen und israelischen Grenze, insgesamt etwa 1% der südsyrischen Provinzen Dara’a und Quneitra.

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Syrische Armee durchbricht IS-Verteidigung in Südsyrien

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Nach eher eingeschränkten Erfolgen gegen den Islamischen Staat im Süden Syriens konnte die Syrisch-Arabische Armee und verbündete Milizen am Donnerstag wichtige Fortschritte erzielen und mehrere Städte erobern, wodurch die Hälfte des IS-Territoriums nun unter der Kontrolle der syrischen Regierung steht. Beim Kampf gegen die Terrormiliz kann die Armee auf die Unterstützung lokaler Rebellen zählen. Währenddessen beziehen die syrischen Truppen Stellung entlang der einstigen UNDOF-Linie, an der Grenze zu den von Israel beherrschten Golanhöhen, nachdem die Opposition aus den Grenzorten evakuiert wurde.

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Syrische Armee geht gegen den Islamischen Staat in Südsyrien vor

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IS-Medien veröffentlichen mehreren Bilder der anhaltenden Verteidigung im Yarmouk-Tal

Auch wenn die Opposition in den südsyrischen Provinzen Dara’a und Quneitra vernichtend geschlagen wurde, dauert die Militäroperation der Syrisch-Arabischen Armee und verbündeter Milizen in diesem Teil des Landes weiter an. Der neue, alte Feind nennt sich in diesem Falle Islamischer Staat, welcher sich in der südwestlichsten Ecke des Landes verschanzt hat. In einem etwa 50km² großen Gebiet an der jordanischen und israelischen Grenze kontrolliert die einst unter dem separaten Namen bekannte „Jaish Khalid bin-Walid“ mehrere Städte und Dörfer und konnte in Folge der Kapitulation der Rebellen erneut weitere Orte erobern. Nun intensivieren sich die Kämpfe zwischen IS und der Armee um ein kleines Stück Land, welches für Reibereien zwischen Israel und Syrien sorgt.

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„Rebellen“ und Islamischer Staat arbeiten in Südsyrien zusammen

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Geflüchtete Einwohner kehren in die von der Armee eroberten Orte wieder zurück

Die Syrisch-Arabische Armee und verbündete Gruppierungen treffen erstmals seit Anbeginn der Militäroffensive im Süden des Landes auf erbitterten Widerstand, die ersten größeren Verluste gibt es zu vermelden. Die Armee versucht militärisch auf schwierigem Terrain westlich der Großstadt und dem Geburtsort der „Revolution“ Dara’a vorzurücken und wird dabei von der Opposition mit amerikanischen Panzerabwehrwaffen konfrontiert. Einigen Berichten zufolge sollen sich unter diesen Aufständischen ebenfalls Kämpfer des Islamischen Staates befinden, die sich der Opposition in ihrem Kampf gegen die Regierung anschließen. Währenddessen lehnen die „Rebellen“ im Gegensatz zum Beginn jegliche Friedensversuche und Verhandlungen mit der Regierung ab.

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