Islamischer Staat hält weiter Gebiete in Nordostsyriens größter Stadt

Die brutalen Gefechte in der Hauptstadt der gleichnamigen Provinz al-Hasakah im Nordosten Syriens zwischen dem Islamischen Staat und den lokalen Sicherheitskräften der kurdisch-arabischen „Syrischen Demokratischen Kräfte“ (SDF) mit amerikanischer Unterstützung dauern inzwischen fast eine Woche an, seitdem IS-Kämpfer einen groß angelegten und erfolgreichen Gefängnisausbruch im Süden von al-Hasakah gestartet haben. Weiterhin verschanzen sich versprengte IS-Anhänger und Insassen in verschiedenen Teilen des Ortes, insbesondere werden noch Teile des al-Sina-Gefängnisses von den Dschihadisten gehalten. Auch wenn eine Flucht aus Nordostsyrien nicht erfolgreich war ist es eine schmerzhafte Erinnerung daran, dass die Terrormiliz weiterhin in Syrien aktiv und nicht besiegt ist. Die Türkei nutzte die Gunst der Stunde und bombardierte einen Konvoi in der Umgebung der Stadt.

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Gefängnisausbruch des IS hinterlässt Dutzende Tote

Flüchtlinge verlassen die weiterhin umkämpften Viertel von al-Hasakah

In der letzten Nacht fand in der nordostsyrischen Stadt al-Hasakah in der gleichnamigen Provinz ein großer Gefängnisausbruchversuch durch Kämpfer des Islamischen Staates statt, die in Folge ihrer Niederlage in Syrien und dem Irak zu tausenden in verschiedenen Gefängnissen und umfunktionierten Gefangenenlagern untergebracht wurden, wo sie aufgrund der schlechten Infrastruktur und schieren Anzahl an Dschihadisten mitsamt ihren Familien zur Überfüllung führen. Dieser Ausbruch wurde von außen mit internationalen Kämpfern des Terrormiliz koordiniert, die in der ganzen Stadt für Chaos und Zerstörung sorgten. Erst am Folgetag konnten die lokalen Sicherheitskräfte der „Syrischen Demokratischen Kräfte“ (SDF) mit direkter Unterstützung der USA die Situation unter Kontrolle bringen, jedoch sollen Hunderte Insassen geflohen und dutzende Menschen auf beiden Seiten getötet worden sein. Damit wäre es der schwerste Ausbruchversuch seit Jahren.

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Huthi-Rebellen attackieren mehrere Ziele in Abu Dhabi

Der Montag Morgen war in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate, gewiss kein Ruhiger: Ein Großteil der Bevölkerung wachte zu mehreren Explosionen und damit verbundenen Rauchschwaden in zwei Teilen der Stadt auf, wenige Minuten später bekannten sich die jemenitisch-schiitischen Houthi-Rebellen zu mehreren Angriffen mithilfe ihrer modernen Drohnensysteme als Vergeltungsschlag für die seit sieben Jahren andauernde Militärintervention des VAE im Bürgerkriegsland. Ziel soll der Internationale Flughafen und mehrere Öltanks gewesen sein, insgesamt ist der Schaden relativ gering. Wesentlich größer hingegen sind die dadurch verursachten moralischen Wunden, trotz einer Entfernung von 1400 Kilometern zum Jemen befindet man sich nicht in Sicherheit in einem Krieg, der laut eigener Darstellung eigentlich schon lange beendet sein sollte und nun immer mehr die internationalen Feinde der Houthis heimsucht.

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Huthi-Helikopter während Gegenoffensive abgeschossen

Im Bürgerkriegsland Jemen wurde ein Rätsel auf brutale Weise gelöst: Anfang Dezember tauchten die ersten Gerüchte und Meldungen auf Seiten der jemenitischen Exilregierung und deren Unterstützern auf, dass die mit ihnen verfeindeten schiitisch-zaidischen Houthi-Rebellen bei der seit inzwischen einem Jahr andauernden Schlacht um die strategisch wichtige Stadt Marib erst- und einmalig einen Kampfhubschrauber verwendet hätten. Nun bestätigt nach langem Rätselraten Saudi-Arabien die erfolgreiche Zerstörung eines Mi-24-Kampfhelikopters in der Region um Marib und offenbart zugleich die eigenen Misserfolge seit ihrer Militärintervention im Jemen vor sieben Jahren, wo sie offiziell verkündet hatten sämtliche Helikopter und Kampfjets in den Händen der Aufständischen vernichtet zu haben. Derweil rückt eine Allianz südjemenitischer Separatisten im Zentraljemen gegen die Houthis weiter vor, während der Kampf um Marib weiter andauert.

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Deutsche Drohnen im Äthiopienkrieg?

Obwohl die deutsche Bundeswehr kein eigenes Drohnenprogramm besitzt bzw. über geplante Bewaffnungen immer wieder politische Debatten anfallen hat es die Regierung geschafft, ohne der ursprünglichen Intention sich am brutalen Konflikt in Äthiopien zwischen der Zentralregierung und autonom-separatistischen Gruppierungen auf ethnischer Basis zu beteiligen: Indem sie vor zwei Jahren dem äthiopischen Landwirtschaftsministerium mehrere Aufklärungsdrohnen zur Überwachung und Untersuchung von geologischen und agrarischen Bedingungen schenkten. Diese wurden nun mit eigens dafür hergestellten Abwurfgranaten und -bomben aufgerüstet, um damit die Tigray-Volksbefreiungsfront (TPLF) und Zivilbevölkerung anzugreifen. Damit begibt sich Deutschland in eine Tradition mit anderen Partnern der Regierung, die derzeit mit Angriffsdrohnen überschwemmt werden: Gerade die Vereinigten Arabischen Emirate, die Türkei, China und der Iran erweisen sich als wichtige Verbündete im Drohnenkrieg.

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Mit Schießbefehl gegen den Kontrollverlust

Die Lage im zentralasiatischen Land spitzt sich weiter zu: In Kasachstan werden die derzeitigen politischen und wirtschaftlichen Proteste, die das ganze Land seit fünf Tagen prägen, auf äußerst brutaler Weise niedergeschlagen, der amtierende Präsident Qassym-Schomart Toqajew verschärfte seine Rhetorik und bezeichnete die Demonstranten als Terroristen und vom Ausland aufgestachelte Randalierer. Damit einhergehend erlaubt er nun den Sicherheitskräften den freien Schießbefehl ohne jegliche Vorwarnungen, an mehreren Orten gibt es Meldungen von Massakern und Morden, in den Großstädten liegen Leichen auf den Straßen. Dabei erhält Toqajew internationale Rückendeckung durch das eurasische Militärbündnis unter der Führung Russlands, die bereits tausende Soldaten nach Kasachstan entsendet haben. Nichtsdestotrotz formiert und bewaffnet sich die Opposition weiter, sie sollen über einige mittelgroße Städte und damit verbundene Militärbasen die faktische Kontrolle besitzen. Auch weiterhin kommt es zu Desertionen.

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Kasachstan: Revolution in Rekordgeschwindigkeit

Was als Protest gegen die zunehmenden Gaspreise begann, eskalierte innerhalb weniger Stunden zu einer waschechten Revolution: Innerhalb von 48 Stunden hat die Situation in dem zentralasiatischen Land Kasachstan eine Kehrtwende von 180 Grad unternommen, weite Teile der kasachischen Großstädte wie die Hauptstadt Nur-Sultan (ehemals bekannt als Astana) oder Almaty befinden sich in den Händen hunderttausender Demonstranten, die ihren Unmut gegenüber der seit 30 Jahren andauernden Diktatur offenbaren. Die Regierung kündigte bereits ihren Rücktritt an, jedoch handelt es sich dabei um machtlose Stellvertreter der wahren Macht in Kasachstan, dem großen „Führer der Nation“, Nursultan Nasarbajew.

Während am Montag kleinere Kundgebungen die Situation dominierten, wuchs es am darauffolgenden Tag zu riesigen Protesten heran, die Polizei- und Militärstreitkräften aus vielen Orten vertreiben konnten. Der Mittwoch markiert die bisher größte Eskalation, etliche Regierungsgebäude wurden besetzt oder in Brand gesetzt, während etliche Militärpolizisten und andere Streitkräfte sich entweder der Niederschlagung der Proteste verweigern oder von den Demonstranten entwaffnet und gefangen genommen wurden. Die Regierung verspricht Zugeständnisse, während das Internet und andere Netzwerke landesweit ausgeschaltet werden und immer mehr Soldaten zur Sicherheit eingesetzt werden. Aber auch die Demonstranten rüsten auf.

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Huthi-Rebellen beschlagnahmen Schiff voller Waffen

Am vergangenen Montag konfiszierten die schiitisch-zaidischen Houthi-Rebellen, offiziell unter dem Organisationsnamen „Ansar Allah“ bekannt, ein Frachtschiff unter der Flagge der Vereinigten Arabischen Emirate, welches offiziell Medizin und weitere humanitäre Güter in den Jemen transportieren sollte, in dem das Land neben Saudi-Arabien führend in der militärischen Intervention gegen die Houthis ist. Während es in den territorialen Gewässern des Jemens war, wurde es von den Aufständischen zu einem Zwischenhalt in al-Hodaydah gezwungen, der letzten großen Hafenstadt unter ihrer Kontrolle. Dort wurde schnell offensichtlich, dass das Schiff eine wesentlich pikantere Ware transportierte: Von einfachen Schusswaffen und dazugehöriger Munition bis zu mehreren Militärfahrzeugen und Schlauchbooten wurde ein Transport voller Kriegsgerät unter dem Deckmantel ziviler Hilfe aufgedeckt.

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Türkei bombardiert kurdische Grenzdörfer tagtäglich

Überreste eines Wohnhauses in Abu Rasayn, welches immer wieder von der Türkei und Verbündeten angegriffen wird

Das Leben im Nordosten Syriens hat sich seit der letzten großen Militäroffensive der türkischen Streitkräfte mit der Unterstützung lokaler syrischer Islamisten drastisch verändert: Insbesondere entlang der neu gezogenen Frontlinie zwischen Türkei und dem arabisch-kurdischen Milizenbündnisses der „Syrischen Demokratischen Kräfte“ (SDF) ist der Alltag von Zerstörung und Hilflosigkeit geprägt, in den letzten Wochen des Jahres 2021 war es eine nahezu tagtägliche Erscheinung, den eigenen Ort als Ziel von Artillerie- und Raketenangriffen erleben zu müssen. Gerade in den letzten Tagen haben derartige Ereignisse massiv zugenommen, etliche Häuser und Existenzen zerstört, während mehrere Zivilisten getötet wurden. Dies nährt die Angst vor einer neuen Offensive und einer erneuten Flucht, trotz der Präsenz der USA, Russland und der syrischen Armee.

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