Israel attackiert syrischen Hafen

Kurz nach Mitternacht waren in der westsyrischen Küstenstadt Latakia Explosionen zu hören, kurz darauf folgten weitere Detonationen und riesige Rauchschwaden, die vom Zivilhafen des Ortes ihren Ursprung fanden. Binnen weniger Stunden war klar, dass es sich nicht um das Resultat eines technischen Defektes oder Ähnlichem handelt, sondern es die Aggression eines anderen Staates war: Zum zweiten Mal innerhalb eines Monats bombardierte Israel den Hafen von Latakia, diesmal wohl in der Hoffnung Waffen- und Munitionslieferungen an für uns unbekannte Ziele zu verhindern und damit den Einfluss Syriens und dem wahrscheinlich ebenso involvierten Iran einzudämmen. Damit entpuppt sich der Ort als das neueste Ziel israelischer Angriffe, die im Gegensatz zum letzten Vorfall wohl tatsächlich Waffen zerstören konnten.

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Britischer Kampfjet schießt Drohne über Syrien ab

Im Süden Syriens ereignete sich ein bis dato einzigartiges Ereignis: Britische Kampfjets schossen über den einseitig deklarierten Luftraum einer amerikanischen Militärbasis zwei Drohnen ab, die mutmaßlich von regierungsunterstützenden Milizen eingesetzt wurden. Damit handelt es sich um den ersten militärischen „Luftkampf“ Großbritanniens seit dem Falklandkrieg vor 40 Jahren. Es ist nicht das erste Mal, dass Drohnen in der Region gegen die von den USA errichteten Militärbasen eingesetzt werden, vielmehr scheint die langfristige Taktik dahinterzustehen, den Amerikanern ihre Präsenz möglichst unbequem und verlustreich zu gestalten, um sie dadurch zu einem (Teil-)Abzug zu bewegen. Vielmehr aber ist dieses Ereignis die Erinnerung daran, dass die USA zusammen mit Britannien und Norwegen einen syrisch-irakischen Grenzübergang seit Jahren unter der Begründung besetzt halten, dort gegen den Islamischen Staat vorzugehen, obwohl die Terrormiliz dort schon lange nicht mehr präsent ist.

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Saudi-Arabien zerstört eine der letzten Verbindungen Jemens zur Außenwelt

Die letzten Tage der jemenitischen Hauptstadt Sanaa waren von Wut und Zerstörung geprägt, nachdem die Luftwaffe Saudi-Arabiens in einer überraschenden Nacht-und-Nebel-Aktion die schwersten Militärschläge auf die Region seit Jahren ausgeübt hatte. Bei den schweren Luftangriffen auf mehrere Ziele in der seit dem Ausbruch des Bürgerkrieges von den zaidisch-schiitischen Houthi-Rebellen gehaltene Millionenstadt kamen etliche Zivilisten ums Leben, zudem wurde die letzte Außenverbindung zum Rest der Welt vollkommen zerstört: Der Internationale Flughafen von Sanaa ist neben dem oftmals blockierten Hafen von al-Hudaydah für den Norden des Landes die einzige Möglichkeit, humanitäre Hilfsgüter zu erhalten und Waren zu importieren. Die Belagerung des Jemens intensiviert sich damit weiter.

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Äthiopische Regierung startet große Gegenoffensive

Nur noch 200 Kilometer trennten die herannahenden Kämpfer der Tigray-Volksbefreiungsfront (TPLF) von der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba, zusammen mit anderen separatistisch-ethnisch organisierten Milizen könnten sie dem seit einem Jahr andauernden Bürgerkrieg zwischen Zentralregierung und den bereits erwähnten Kräften ein jähes Ende setzen. Jedoch scheint das mittelfristige Kalkül der Regierung aufgegangen zu sein: Mit den erheblichen Erfolgen und Fortschritten musste die TPLF und die mit ihnen verbündete Oromo-Befreiungsfront (OLF) ihre Kräfte auf einen wesentlich größeren Raum fernab des eigenen Territoriums verteilen und sich damit überdehnen, was eine groß angelegte Gegenoffensive zur Folge hat. Innerhalb weniger Tage konnten die Erfolge der Tigray über den letzten Monat revidiert werden, vielmehr aber als Resultat eines taktischen Rückzuges statt ernsthafter Kämpfe, sodass man nun quasi auf die Ausgangssituation von November zurückgekehrt ist. Hunderte Tote sind auf beiden Seiten damit einem grundlosen Tod gestorben, die Regierung feiert sich als großen Sieger und droht, das Fiasko von Mekelle zu wiederholen.

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Setzen Huthi-Rebellen Kampfhelikopter ein?

Houthi-Kämpfer auf der Spitze von Balaq al-Sharqi, dem letzten Hindernis vor Marib

Am südlichen Ende der arabischen Halbinsel dauert der jemenitische Konflikt zwischen den zaidisch-schiitischen Houthi-Rebellen, verschiedenen Milizen und der Exilregierung unentwegt an. Erstere können insbesondere in der Nähe der Stadt Marib, die letzte Bastion der Regierung im Nordjemen, Erfolge vorweisen und unermüdlich weiter vorrücken, sodass sie nun auf zwei Seiten vor den Stadttoren stehen und es derzeit wohl Unterverhandlungen zur friedlichen Übergabe des Ortes kommt. Dabei gibt es auch Meldungen zum erstmaligen Einsatz eines Kampfhubschraubers unter der Flagge der Houthis – ein absolutes Novum. Zwar desertierten mit dem Beginn des Bürgerkrieges ein großer Teil der Armee und damit auch der Luftwaffe auf Seiten der Aufständischen, jedoch ging man von einer kompletten Vernichtung aller Kampfjets, Helikopter etc. durch die direkte Intervention Saudi-Arabiens aus. Außerdem konnten die Rebellen mehrere, unter anderem auch amerikanische, Drohnen eliminieren und einen saudischen Kampfjet beschädigen.

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Israel bombardiert erstmals syrischen Hafen

Während israelische Angriffe und Militärschläge auf verschiedenste Ziele in ganz Syrien keine Seltenheit darstellen, handelt es sich beim Geschehen der vergangenen Nacht um ein Novum: Zum ersten Mal wurde ein syrischer Hafen attackiert, in diesem Falle ein kommerzieller Containerhafen in der Küstenstadt Latakia, nur wenige Kilometer vom russischen Marinestützpunkt entfernt. Bisher herrscht vor allem Unklarheit im Hintergrund dieses ungewöhnlichen Ziels, möglicherweise steht es im Zusammenhang mit dem seit einem Jahr andauernden geheimen Seekrieg zwischen Iran und Israel, die in etlichen Raketen- und Minenangriffen auf Schiffe der jeweils anderen Nation mündeten. Dort wurden teilweise explizit nur die Fracht und nicht das Boot selber attackiert, in der Vergangenheit handelte es sich meistens um Waffen- oder Materialschmuggel, die zur Herstellung von Waffen etc. benötigt werden.

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Kämpfe an iranisch-afghanischer Grenze

Am vergangenen Mittwoch brachen an der iranisch-afghanischen Grenze überraschend Gefechte zwischen den jeweiligen Sicherheitskräften aus. Bei dem Zwischenfall kam es unter anderem zum Einsatz von Artillerie und Schützenpanzern auf iranischer Seite, nachdem vereinzelt Taliban-Kämpfer Verteidigungsstellungen des iranischen Grenzschutzes angegriffen und übernommen hätten. Nach der kurzen Eskalation lenkten auf beiden Seiten höhere politische Kräfte ein, die nach weniger als 24 Stunden auf ein Ende der Scharmützel einwirken konnten, wodurch es wohl vorerst ein isolierter Vorfall bleibt. Offiziell soll es zu Unklarheiten bezüglich des Grenzverlaufes gekommen sein, was von afghanischer Seite als Provokation aufgefasst wurde. Trotz der schnellen Befriedung ist die Situation eine Erinnerung an die angespannte Lage und das schwierige Verhältnis zwischen iranischer Regierung und den Taliban vor Ort, was vor 20 Jahren fast zu einem Einmarsch in Afghanistan geführt hätte. Zukünftige Vorfälle sind nicht auszuschließen.

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