US-Streitkräfte in Syrien mit Raketen angegriffen

Nur wenige Stunden nach den US-Luftschlägen auf irakisch-schiitische Milizen im Grenzgebiet von Syrien und Irak reagierten ebendiese Gruppierungen mit Vergeltungsschlägen auf eine amerikanische Militärbasis im Osten Syriens. Mehrere Dutzend Raketen schlugen auf einen Stützpunkt in der ölreichen Provinz Deir ez-Zor nieder, das US-Militär reagierte mit Gegenangriffen auf die Startpositionen, die einen Kämpfer töteten. Der Vorfall ist die neueste Zuspitzung im Stellvertreterkrieg zwischen amerikanischen und iranischen Interessengruppen, die um Macht und Einfluss in der irakisch-syrischen Grenzregion buhlen und offenbart, dass beide Seiten jederzeit ihre Drohungen und Warnungen wahr machen werden.

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USA bombardiert irakische Milizen an syrisch-irakischer Grenze

Zum zweiten Mal in diesem Jahr flog die USA mehrere Militärschläge im syrisch-irakischen Grenzgebiet gegen zwei schiitisch-irakische Milizen, die in der Vergangenheit immer wieder an Angriffen auf die amerikanische Militärpräsenz im Irak beteiligt gewesen sein sollen. Immer öfters kommt es zu Raketen- und Drohnenangriffen auf US-Militärbasen im Land, die eine ernsthafte Gefahr für die weiterhin bestehende Armee-Präsenz darstellt, obwohl die irakische Regierung seit Jahren einen Abzug der Truppen fordert. Wie bereits im Februar wurden nun mehrere Gebäude am einzigen Grenzübergang zwischen Irak und Syrien zerstört, der US-Angaben zufolge zum Waffen- und Warenschmuggel unter iranischer Obhut dient. Ursprünglich wurde angenommen, dass die neue Regierung unter Joe Biden wesentlich zurückhaltender im Nahen Osten auftreten würde, was sich als falsch herausstellte und in der Zukunft für größere Eskalationen in der Region sorgen könnte.

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Wie der Islamische Staat Boko Haram vernichtet hat

Über mehrere Jahre hinweg kann sich der Islamische Staat als ernstzunehmende Kraft in den verschiedensten westafrikanischen Staaten etablieren, nun scheint der große Coup in Nigeria gelungen zu sein: Der „Islamische Staat in Westafrika“ (ISWA) konnte weite Teile der größten rivalisierenden Organisation, Boko Haram, nach dem Tode ihres Anführers in sich integrieren und somit die relevanten dschihadistischen Gruppen des Landes in sich vereinen, nachdem die nigerianische Regierung immer mehr Gebiete im Norden an die Terrormiliz abtreten muss. Bereits heute profitiert der IS in Nigeria von Steuerzahlungen im sechsstelligen Bereich. Mit den neuesten Erfolgen droht sich das Irak-Szenario zu wiederholen, in der der Islamische Staat große Territorien ohne nennenswerten Widerstand überrennen und ein Kalifat etablieren konnte.

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Dschihadistische Gruppierung erweitert ihren Einfluss in Syrien

In der letzten, noch von islamistischen Kräften kontrollierten Provinz Idlib dominiert seit Jahren die dschihadistische Organisation „Hayat Tahrir al-Sham“ (HTS) das Geschehen, mit türkischer Unterstützung konnten sie ihr Einflussgebiet erheblich ausweiten und z.B. den gesamten Wirtschaftssektor der Region kontrollieren. Seit neuestem versucht der ehemalige al-Qaida-Ableger aber, seine Geltung auf andere oppositionelle Territorien in Syrien auszuweiten und damit in direkter Konkurrenz zu türkischen Stellvertretern zu treten, die mit schrumpfenden Einfluss aufgrund ausbleibender Bezahlungen durch die Türkei zu kämpfen haben. Diese Maßnahme ist Bestandteil des neuen Reformprogramms von Tahrir al-Sham, in dem man sich unter anderem auch als „moderate Kraft“ innerhalb der Opposition inszenieren und dadurch vom Westen Unterstützung erfahren möchte.

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Syrische Armee bombardiert Ziele in Süd-Idlib

In der letzten, noch von islamistischen Kräften kontrollierten Provinz Idlib kehrt der Krieg zurück: Überraschenderweise starteten die syrischen Streitkräfte und verbündete Milizen einen groß angelegten Artillerie-, Raketen- und Luftangriff auf Süd-Idlib, welches seit mehreren Jahren die Frontlinie darstellt. In diesem Zeitraum waren es wohl auch die größten und intensivsten Feuersalven, die die Region seit der letzten Militäroffensive erlebt hatte. Dutzende Zivilisten wurden getötet und Tausende befinden sich wieder auf der Flucht, auch die Opposition startete mit kleineren Vergeltungsschlägen auf Regierungsorte mit ähnlichem Ergebnis. Trotz diversen Gerüchten scheint eine Bodenoperation der syrischen Armee noch fern, vor allem da die Türkei weiterhin ihre schützende Hand über die Islamisten hält.

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Neue Drohnenangriffe auf Saudi-Arabien

Nicht nur im Grenzgebiet, auch im tiefen Hinterland Saudi-Arabiens sind die Auswirkungen der militärischen Intervention in den jemenitischen Bürgerkrieg derzeit wieder erkennbar: Nach einer Bodenoffensive der Houthi-Rebellen in Saudi-Arabien starteten die Aufständischen in der vergangenen Nacht einen groß angelegten Raketen- und Drohnenangriff auf mehrere Städte des nördlichen Nachbarlandes, die teilweise ihr Ziel erreichen konnten. Noch kurz zuvor kündigte die USA einen weitgehenden Truppen- und Materialabzug aus der Region an, worunter auch vitale Luftabwehrsysteme für Saudi-Arabien fallen. Diese neue Situation öffnet den Houthis die Gelegenheit, wieder vermehrt Ziele in ganz Saudi-Arabien mit iranischer Unterstützung zu attackieren und den jemenitischen Konflikt für sich entscheiden zu können.

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Irakische Milizen setzen Drohnen gegen amerikanisches Militär ein

Irakische Widerstandsbewegungen gegen die Präsenz ausländischer Militärkräfte können in letzter Zeit auf ein erweitertes Arsenal und Know-How im Kampf gegen die USA setzen. Durch iranische Unterstützung setzen verschiedene schiitische Milizen immer mehr auf Kampf- und Aufklärungsdrohnen, die immer öfters gegen amerikanische Militärbasen und Konvois eingesetzt werden und sich dabei zu einer ernsthaften und tödlichen Gefahr entwickeln, die die USA bisher unterschätzt hat. Seit der Ermordung des iranischen Generals Qassem Soleimanis im Irak befinden sich die Vereinigten Staaten im Visier einer bis dato nicht dagewesenen Aufrüstung, die immer weiter zu eskalieren scheint und das letztendliche Ziel verfolgt, die USA aus dem Land zu vertreiben.

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20 Tote bei Angriff auf Afrin-Krankenhaus

Parallel zu dem zunehmenden Gefechten zwischen syrischer Armee und oppositionellen Islamisten in der Provinz Idlib spitzt sich die Situation weiter nördlich ebenfalls zu: In den vergangenen Tagen wurde mehrmals die Stadt Afrin in der gleichnamigen Region mit Raketen und Artillerie attackiert, wozu sich aber keine Seite bekennt und die syrische Regierung und das arabisch-kurdische Milizenbündnis der „Syrischen Demokratischen Kräfte“ (SDF) gegenseitig beschuldigen. Afrin war bis 2018 ein eigenständiger kurdischer Kanton unter dem lokalen Ableger der SDF, welcher gute Beziehungen mit Russland und der syrischen Regierung besaß und seit den letzten drei Jahren in Folge einer türkisch-syrischen Militäroffensive unter der Kontrolle der „Syrischen Nationalarmee“ steht, ein loses Militärbündnis verschiedener islamistischer Milizen unter der Schirmherrschaft der Türkei. Anschläge und Überfälle von kurdischen Guerillakämpfern mit syrischer Unterstützung sind in Afrin nicht ungewöhnlich, ein direkter Angriff auf zivile Institutionen wie das Krankenhaus ist bisher jedoch einmalig.

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Russland eliminiert islamistische Führungsriege in Idlib

Am Donnerstag gelang der russischen Luftwaffe ein erfolgreicher Schlag gegen die islamistische Opposition in Syrien, welche sich inzwischen größtenteils auf die letzte, noch unter aufständischer Kontrolle befindende Provinz Idlib beschränkt. Die dabei dominierende Kraft, Tahrir al-Sham (ehemals bekannt unter den Namen Jahbat Fateh al-Sham und al-Nusra, syrischer al-Qaida-Ableger), musste schwere Verluste bei einem Luftangriff erleiden, der wichtige Führungspersonen aus der ersten und zweiten Reihe eliminierte, seit Jahren gab es nicht einen derartigen Erfolg zu verzeichnen. Damit spitzt sich die Situation in der Provinz auch wieder zu, nachdem es seit drei Jahren zu einer wackeligen, aber haltenden Waffenruhe zwischen den verschiedenen involvierten Fraktionen im Konflikt gekommen ist. Die neue Situation führte direkt zu neuen Scharmützeln zwischen Islamisten und syrischer Armee, in denen türkische Streitkräfte ebenfalls beteiligt sind.

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Neue israelische Bombardements in Syrien

In der vergangenen Nacht startete die israelische Luftwaffe mehrere Raketen gegen Syrien, wo sie dann nach bisherigem Stand in der Umgebung der Hauptstadt Damaskus wieder niedergingen. Syrischen Staatsmedien zufolge wurden die Raketen über den libanesischen Luftraum per Kampfjet gestartet und konnten größtenteils dabei von der syrischen Luftabwehr eliminiert werden, bevor sie ihr Ziel erreichten. Nichtsdestotrotz soll materieller und personeller Schaden verursacht worden sein, auch wurde neben Gebäuden im Süden von Damaskus auch Ziele in der Provinz Homs getroffen, wofür aber keine näheren Details existieren. Es ist der erste israelische Angriff seit einem Monat, wo die syrische Küstenprovinz Latakia attackiert wurde. Der Einsatz von Raketen bzw. Marschflugkörpern ist dabei ungewöhnlich.

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Türkischer Luftangriff auf irakisches Flüchtlingslager

Seit Monaten und Jahren hält das türkische Militär unter der Legitimation der „Terrorismusbekämpfung“ Gebiete im Norden Iraks besetzt und versucht diese an die Türkei anzubinden. Vor einem Monat startete die türkische Regierung eine neue Bodenoffensive unter dem Operationsnamen „Adlerklaue“, um weitere Territorien zu sichern und im Irak zu expandieren, während diese Entwicklung fernab der pro-türkischen kurdischen Administration auf erheblichen Widerstand stößt, beide Seiten sollen einigen Berichten zufolge massiv mobilisieren. Nun kam es zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen verschiedenen kurdischen Organisationen und einem türkischen Luftangriff auf ein Flüchtlingslager in Zentralirak.

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Geheimer Seekrieg zwischen Iran und Israel geht weiter

Der geheime Seekrieg zwischen Iran und Israel geht nach dem Ende des palästinensisch-israelischen Konfliktes ungehindert weiter. Vor wenigen Tagen ging das größte Schiff der iranischen Marine in Flammen auf, welches nicht nur als Ausbildungsschiff dient sondern auch als wichtige Versorgungsplattform für Überseemissionen fernab der iranischen Küste und damit eine einzigartige Stellung innerhalb der Marine einnimmt. Ohne einer Aussicht auf Ersatz handelt es sich um einen wertvollen Verlust für den Iran, dessen Machtprojektion dadurch wesentlich verschmälert wird. Als wahrscheinlichster Täter gilt Israel, welches in den vergangenen Monaten und Jahren bereits mehrfach iranische Schiffe in der Region attackiert und zerstört hat, ebenso wie die iranische Regierung Vergeltungsschläge auf israelische Schiffe durchführt.

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Anti-kurdische Proteste in Manbij

In der nordsyrischen Stadt Manbij sind in den vergangenen zwei Tagen schwere Proteste ausgebrochen, die von den lokalen Sicherheitskräften brutal niedergeschlagen werden. Die lokal verwaltete Region untersteht dem arabisch-kurdischen Milizenbündnis der „Syrischen Demokratischen Kräfte“ (SDF), welche über weite Teile Nord- und Ostsyriens herrschen und die Region um Manbij im Jahre 2016 vom Islamischen Staat erobern konnte. Die ethnisch komplexe Situation vor Ort führt immer wieder zu Spannungen zwischen verschiedenen Fraktionen innerhalb und außerhalb der gleichnamigen Stadt, die von anderen Kräften wie der Türkei oder syrischen Regierung weiter verschärft werden. Nun sind in Folge von Demonstrationen gegen die Wehrpflicht und wirtschaftliche schwierige Situation mehrere Zivilisten erschossen wurden, was die Situation nur noch weiter verschärfen könnte.

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