USA töten syrischen Soldaten

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Überreste des Militär-.Checkpoints

In einem ungewöhnlichen und bis dato einzigartigen Vorfall kam es zu ernsthaften Gefechten zwischen Soldaten der Syrisch-Arabischen Armee und amerikanischen Truppen. Im Nordosten Syriens, welches traditionell unter der Kontrolle der Syrisch-Demokratischen Kräfte (SDF) steht und sowohl die syrische Armee als auch das US-Militär eingeladen hat, kam es zu der Konfrontation, nachdem ein Armeekonvoi der USA an einem Checkpoint angehalten wurde, normalerweise völlig normal und Routine in der Region. Wie die Situation danach derart eskalieren konnte, bleibt ein Rätsel. Bei dieser Situation starb zumindest ein syrischer Soldat, nachdem die USA weiteres Kriegsgerät zur Unterstützung hinzugezogen hat.

Zunächst begab sich ein Militärkonvoi der USA auf dem Weg zu Qamishli, die größte Stadt im Nordosten des Landes, wovon einige Teile unter der Kontrolle der SDF stehen und andere Viertel von der syrischen Regierung beherrscht werden, welcher dann an einem Armee-Checkpoint angehalten wurde. Wenig später kam es dann zur Eskalation, als beide Seiten sich gegenseitig beschossen. Wer zuerst angegriffen hat, ist unklar. Wenig später wurden syrischen Angaben zufolge zwei Apache-Kampfhubschrauber der USA hinzugezogen, welche den Kontrollpunkt vollkommen zerstörten und nach bisherigem Stand einen syrischen Soldat töteten und zwei Kämpfer verletzten.

Die amerikanische Militärpräsenz vor Ort ist noch auf dem gemeinsamen Kampf zwischen dem arabisch-kurdischen Milizenbündnisses der SDF und der USA gegen den Islamischen Staat zurückzuführen, seit dem partiellen Truppenabzug unter Donald Trump befinden sich weiterhin kleinere Kontingente im östlichen SDF-Territorium, welche dort die verschiedenen Rohstoffe des Landes vor der Einflussnahme der syrischen Regierung, Irans oder Russlands bewahren und versprengte IS-Einheiten bekämpfen. Die syrische Armee und russische Truppen sind erst seit der letzten türkischen Intervention in Nordsyrien aktiv, wodurch die SDF zu Eingeständnissen gezwungen war nachdem die USA keinerlei Bemühungen gegen die Türkei unternahm.

Seitdem herrscht zwischen den verschiedenen Nationen – Russland, zwei syrischen Fraktionen und den USA – ein wackelige Waffenruhe. Alle involvierten Gruppierungen unterhalten an verschiedenen Orten Checkpoints und Militärbasen, hinzu kommen tagtägliche Militärpatrouillen. Diese werden oftmals gegenseitig aufgehalten, z.B. durch die oben genannten Kontrollpunkte oder durch simple Straßenblockaden, teilweise unternehmen russische und amerikanische Militärverbände Rennen gegeneinander, manchmal werden dadurch Fahrzeuge im Schlamm festgefahren und müssen erst aufwendig wieder rausgeholt werden. Diese Atmosphäre ist keinesfalls von wirklicher Aggression geprägt und dementsprechend verwunderlich ist nun der Kampf zwischen syrischen und amerikanischen Soldaten.

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