Huthi-Rebellen veröffentlichen neue Drohnen & Raketen

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Die jemenitischen Houthi-Rebellen, auch bekannt unter ihrem offiziellen Namen „Ansar Allah“, veröffentlichten in der vergangenen Woche ihre neuesten Entwicklungen im Bereich der eigenen Drohnen- und Raketentechnik. Etliche verschiedene Modelle wurden ausgestellt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Darunter befanden sich auch Drohnentypen, die bereits in den letzten Wochen erfolgreich gegen Saudi-Arabien und die von der Arabischen Koalition unterstützte Hadi-Regierung im Jemen verwendet wurden. Neben vielen verschiedenen Weiterentwicklungen und Verbesserungen befindet sich auch eine Neuheit darunter, der erste Marschflugkörper des Typs „Quds-1“. Während man die eigene Entwicklung und Herstellung betont, scheint zumindest viel der Technologie iranischen oder chinesischen Ursprungs zu sein.

Bei der „Quds-1“ handelt es sich um den ersten Marschflugkörper in den Händen der Houthi-Rebellen, welcher im Gegensatz zu einer regulären Rakete einen eigenen Antrieb besitzt und sich somit für längere Zeit in der Luft aufhalten kann. Im Gegensatz zu den sonstigen gezeigten ballistischen Raketen wurde Diese bisher noch nicht eingesetzt. Unter den gezeigten Drohnen befindet sich unter anderem die Samad-1, eine unbemannte Aufklärungsdrohne. Diese wurde bereits in der Vergangenheit erfolgreich gegen Saudi-Arabien eingesetzt, so wurden nur wenige Tage vor der Präsentation Drohnenaufnahmen von mehreren Häfen und Raffinerien in Saudi-Arabien gezeigt. Das Modell erinnert dabei frappierend an die chinesische „X-UAV“.

Einen wesentlich anderen Zweck erfüllt die Angriffsdrohne Samad-3, welche Houthi-Angaben zufolge beim einzigartigen Angriff auf den Khalid-Flughafen von Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten eingesetzt wurde und dementsprechend eine hohe Reichweite besitzt. Ein weitere vorgestellte Waffe war die Qasef-2k. Diese Drohne folgt einem stets gleichen Muster: In einer Höhe von maximal zehn bis zwanzig Metern wird die Drohne detoniert, die dadurch verursachten Schrapnelle durchbohren alle Ziele in einem Radius von etwa weiteren zehn Metern. Die nötige Technologie stammt hauptsächlich aus dem Iran, welche durch die Erbeutung amerikanischer Drohnen selber eine Führungsrolle in der Welt einnehmen und ein ähnliches Modell namens „HESA Ababil“ besitzen.

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Raketen- und Drohnenangriffe der Houthis auf die Infrastruktur Saudi-Arabiens sind nichts ungewöhnliches. Bereits in der Vergangenheit setzten die Houthis immer wieder Kampfdrohnen gegen feindliche Ziele ein, darunter befanden sich auch eine Aramco-Erdölraffinerie in der saudi-arabischen Provinz Jizan oder bei Riad. Die meisten Angriffe beschränken sich aber auf die Grenzregion, Bombardierungen von einer Entfernung sind bisher sehr selten gewesen, dort wurden bevorzugt Raketen genutzt. Auch wurde der Internationale Khalid-Flughafen der Vereinigten Arabischen Emirate im vergangenen Jahr mithilfe einer Drohne attackiert, ein Jahr später wurden Kameraaufnahmen veröffentlicht, welche die Zerstörung mehrerer LKWs auf dem Flughafengelände zeigt. Die „Drohnenflotte“ der jemenitischen Aufständische entwickelt sich zunehmend zur gefährlichsten Waffe im Kampf gegen die Mitglieder der Arabischen Koalition im jemenitischen Konflikt.

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