Israelische Raketenangriffe töten syrische Zivilisten

D-WG8n3UIAAuome.jpg

Bei den größten und stärksten Luft- und Raketenangriffen Israels auf verschiedene Ziele im syrischen Gebiet starben erstmals mehrere Zivilisten, darunter auch ein mehrere Monate altes Baby. In der vergangenen Nacht wurden mehrere Marschflugkörper gesichtet, welche über den Libanon flogen und daraufhin ihre Ziele in der Nähe von Damaskus und Homs erreichten. Das syrische Militär meldet hingegen, dass viele der feindlichen Projektile von der eigenen Luftabwehr erfolgreich zerstört werden konnten. Ein tatsächlicher Erfolg ist anhand der vorherigen Erfahrungen eher unwahrscheinlich, eine Flugabwehrrakete landete sogar auf Zypern.

Neben den insgesamt vier getöteten Zivilisten wurden im Dorf Sahnaya 20 weitere Zivilisten verletzt, darunter teilweise schwer. Über die genauen Ziele der Angriffe ist bisher nichts bekannt, in der Vergangenheit wurden aber oft Waffenlieferungen oder wichtige Figuren der Hisbollah attackiert. Es existieren keine Angaben über getötete Soldaten oder verursachte Schäden neben mehreren zerstörten Wohnhäusern. Die Raketen und Luftangriffe wurden vom libanesischen Luftraum aus gestartet, erstmals sollen auch mehrere Marschflugkörper von israelischen Kampfschiffen gestartet worden sein. Eine fehlgeleitete Flugabwehrrakete eines S-200-Flugabwehrsystems wurde in Zypern gefunden, wo sie einen größeren Brand auf Feldern verursachte.

Es handelt sich um den zwölften Angriff Israels in diesem Jahr, nachdem bereits mehrmals Armeestellungen in der Region um Damaskus und Aleppo bombardiert wurden. Die Angriffe erfolgten stets vom libanesischen Luftraum oder von den israelisch besetzten Golanhöhen aus, wodurch die syrische Luftabwehr erst verspätet aktiviert wird. Eigentlich einigten sich Russland und Syrien auf die Lieferung moderner S-300-Luftabwehrsysteme, nachdem ein russisches Aufklärungsflugzeug über Latakia abgeschossen wurde. Derzeit ist aber noch unklar, ob die S-300 mitsamt weiterer Radarsysteme und anderer Logistik überhaupt einsatzfähig ist, zumindest wird das zukünftige syrische Personal noch von Russland vor Ort ausgebildet. Die S-300-Abwehrbatterie soll in der Nähe von Masayaf in Nord-Hama stationiert sein, bisher kam sie noch nicht ein einziges Mal zum Einsatz.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s