Zweiter israelischer „Angriff“ auf Damaskus in Folge

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Die syrische Luftabwehr hat in der Umgebung der syrischen Hauptstadt Damaskus „feindliche Projektile“ angegriffen, wie das syrische Verteidigungsministerium bestätigt. Demnach handelt es sich bei den sogenannten Projektilen um sogenannte Aufklärungsballons, die Israel seit neuestem benutzt. Mehrere Videos zeigen wie die syrische Luftabwehr mehrere dieser  Ballons attackiert, inwiefern und welche Projektile zerstört werden konnten, ist bisher unklar. Bisher wirft der Angriff viele Fragen auf, da er nicht dem üblichen Muster israelischer Angriffe entspricht. Es war die zweite Nacht in Folge, in der Syrien israelische Aktivitäten vermeldete.

Es ist unklar, welche Taktik Israel mit dem Start von Aufklärungsballons bezweckt abgesehen davon, dadurch die syrische Luftabwehr zu testen und mögliche Schwachstellen zu finden bzw. die Abwehrbatterien selber zu entdecken und identifizieren. Im Vergleich zum vorherigen Tag war die syrische Luftabwehr weniger aktiv, besonders großkalibrige Waffensysteme wie die Pantsir bleiben deaktiviert. Die Aufklärungsballons sollen sich zunächst in Richtung Damaskus aufgemacht haben, wurden durch die Winde dann zunächst nach Libanon und dann wieder nach Syrien weiter nördlich gebracht.

Es handelt sich um den achten Angriff Israels in diesem Jahr und den zweiten in Folge, nachdem bereits mehrmals Armeestellungen in der Region um Damaskus und Aleppo bombardiert wurden. Die Angriffe erfolgten stets vom libanesischen Luftraum oder von den israelisch besetzten Golanhöhen aus, wodurch die syrische Luftabwehr erst verspätet aktiviert wird. Eigentlich einigten sich Russland und Syrien auf die Lieferung moderner S-300-Luftabwehrsysteme, nachdem ein russisches Aufklärungsflugzeug über Latakia abgeschossen wurde. Derzeit ist aber noch unklar, ob die S-300 mitsamt weiterer Radarsysteme und anderer Logistik überhaupt einsatzfähig ist, zumindest wird das zukünftige syrische Personal noch von Russland vor Ort ausgebildet. Die S-300-Abwehrbatterie soll in der Nähe von Masayaf in Nord-Hama stationiert sein, bisher kam sie noch nicht ein einziges Mal zum Einsatz.

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