Armee startet Idlib-Offensive

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Einheiten der Syrisch-Arabischen Armee (SAA) und verbündeter Milizen begannen heute den lange vorbereiteten Angriff auf die Provinz Idlib und umliegende Gebiete, das letzte Territorium welches von islamistischen Aufständischen gehalten wird. Die große Militäroffensive konzentriert sich derzeit auf die seit Jahren umkämpfte Region von Nord-Hama und konnte bereits in den ersten Stunden wesentliche Erfolge verbuchen. Den Aufständischen fällt es schwer, der gesamten Macht der syrischen Armee standzuhalten, nachdem es neben Idlib keine aktiven Frontlinien mehr gibt. Ob die derzeit andauernde Operation nur regional begrenzt sein wird oder ob sie das gesamte Idlib zum Ziel hat, ist unklar.

Dem Angriff vorausgegangen waren wochenlange, intensive Bombardements der syrischen und russischen Luftwaffe auf verschiedene Stellungen und Städte in Idlib und Nord-Hama, vereinzelt waren es sogar die schwersten Luftangriffe seit Jahren. Der derzeitige Vorstoß im Westen von Nord-Hama wird durch schwere Artillerie- und Luftangriffe unterstützt. Nach derzeitigem Stand wurden die Dörfer al-Janabra, Bani. Mougher und umliegende Gebiete und Hügel erobert. Die Offensive in der Region wird von der offensiven Eliteeinheit der „Tiger Forces“ unter ihrem berühmten Kommandanten Suheil al-Hassan angeführt. Beide Seiten beklagen bereits erste Verluste, die islamistische Gruppierung Jaish al-Izra behauptet zwei Panzer in Hama zerstört zu haben, während die syrische Armee den Tod Dutzender Kämpfer auf der gegnerischen Seite vermeldet.

Russland und die Türkei einigten sich vor mehreren Monaten gemeinsam auf eine etwa 15 bis 20 Kilometer breite „demilitarisierte Zone“ entlang der Frontlinien in den Provinzen Idlib, Hama und Aleppo. Diese Pufferzone soll eine militärische Eskalation der derzeitigen Situation in Idlib verhindern, die letzte von der Opposition bzw. Islamisten gehaltene Provinz in Syrien. Die Kontrolle sollen dann türkische und russische Patrouillen in einem Gebiet übernehmen, welches vom Latakia-Gebirge bis an die Großstadt Aleppo reicht. Mit diesen Verhandlungen konnten beide Länder eine lange vorbereitete und angekündigte Großoffensive der Syrisch-Arabischen Armee zumindest vorerst aufhalten. Die türkischen Observierungspunkte wurden bei Beginn der Operation mithilfe von Helikoptern verlassen.

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