Islamischer Staat hält nur noch fünf Orte in Syrien

Ahmed Abu Kholeh, head of the Deir al-Zor military council which fights under the SDF, speaks during a press conference in the village of Abu Fas

Der Islamische Staat scheint im ostsyrischen Euphrat-Tal fast vollständig besiegt zu sein: Innerhalb der letzten Wochen konnte das kurdisch-arabische Milizenbündnis der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) mit amerikanischer Unterstützung den Islamischen Staat aus viele seiner Hochburgen nahe dem irakischen Grenzgebiet vertreiben und das Herrschaftsgebiet Terrormiliz damit auf ein Gebiet mitsamt fünf Dörfern reduzieren. Sollte die derzeitige Operation „Jazira Storm“ weiterhin so erfolgreich verlaufen, könnte der Islamische Staat in den kommenden Wochen offiziell keine Gebiete mehr in Syrien halten. Trotz des geplanten US-Abzuges leisten amerikanische Spezialeinheiten und Kampfjets am Boden und in der Luft weiterhin Unterstützung.

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Al-Qaida bekämpft seine Rivalen in Idlib

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Einige der von al-Zenki widerstandslos erbeuteten Panzer

In der letzten, noch von Aufständischen beherrschten Region rund um die Provinz Idlib sind erneut schwere Gefechte zwischen rivalisierenden Islamistengruppierungen ausgebrochen. Inmitten der anhaltenden Waffenruhe mit der syrischen Regierung wurden Hunderte Dschihadisten bei internen Kämpfen getötet, siegreich geht bisher die radikalste Fraktion unter der Führung von Tahrir al-Sham (ehemals bekannt unter den Namen Jabhat al-Nusra und Fateh al-Sham) hervor, welche die von der Türkei und ehemals dem Westen unterstützten Rivalen aus der Provinz Aleppo vertreiben konnte.  Der erneute Ausbruch von Kämpfen ähnelt dem bisherigen Muster, dass man in „Friedenszeiten“ gegen die syrische Regierung keinen einenden Gegner hat uns sich stattdessen untereinander um Macht und Einfluss innerhalb der letzten Provinz der Aufständischen bekriegt, ein Ausblick auf eine syrische Zukunft unter oppositioneller Herrschaft.

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Irak stellt Militäroperation in Syrien in Aussicht

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Der irakische Premierminister Adel Abdul-Mahdi hat eine mögliche Operation irakischer Truppen im Nachbarland Syrien in Aussicht gestellt, wie er zuletzt in einer Pressemitteilung mitteile. Demnach verursacht der überraschende Truppenabzug der USA ein Machtvakuum und stärkt damit den Islamischen Staat, welcher auf der syrischen Seite im irakischen Grenzgebiet weiterhin mehrere Orte hält. Mit der irakischen Offensive sollen die lokalen Streitkräfte der „Syrischen Demokratischen Kräfte“ (SDF) unterstützt werden, welche derzeit gegen die Terrormiliz im Euphrat-Tal vorrückt. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass der Irak den Aussagen von Mahdi nachkommen und stattdessen auf eine engere Kooperation mit der syrischen Regierung setzen wird.

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Arabische Länder suchen wieder Kontakt zur syrischen Regierung

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Die Vereinigten Arabischen Emirate wiedereröffneten als Erste ihre Botschaft in der Hauptstadt

Die ersten Anzeichen einer diplomatischen Annäherung war die Ankunft des sudanesischen Präsidenten Omar Hassan al-Bashir in Damaskus: Immer mehr arabische und in den letzten sieben Jahren der syrischen Regierung feindlich gegenüberstehenden Länder scheinen sich in den letzten Wochen um eine diplomatische Rehabilitierung mit Syrien zu bemühen, nachdem der Sieg der Regierung im syrischen Konflikt unausweichlich und stillschweigend akzeptiert wird. Die Vereinigten Arabischen Emirate ist der erste Golfstaat, welcher eine Normalisierung der Beziehungen ankündigt und vergangenen Donnerstag ihre Botschaft in der syrischen Hauptstadt Damaskus wiedereröffnet hat. Die Wiederherstellung des 2011-Status ist vor allem ein Eingeständnis zur Niederlage und dass Bashar al-Assad bleiben wird.

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