Dschihadisten erobern wichtige Stadt von ihren Kontrahenten

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Die radikalislamistische Organisation Tahrir al-Sham (ehemals bekannt unter den Namen Fateh al-Sham und Jabhat al-Nusra) konnte in der letzten, noch von der Opposition kontrollierten Provinz Idlib einen entscheidenden Sieg gegen interne Feinde erringen, die Großstadt Maraat al-Nuuman vollständig erobern und ihre zivilen Stellvertreter wie die sogenannte „Heilsregierung“ installieren können. Die Stadt galt wie andere, inzwischen von Tahrir al-Sham (HTS) kontrollierte Orte zu den Hochburgen gegen den Herrschaftsanspruch von HTS und wurde von „moderateren“ und lokalen Kräften beherrscht. Damit bauen die Dschihadisten ihre dominante Position innerhalb der Opposition weiter aus, nur wenige Orte im Süden Idlibs sind vom Einfluss von Tahrir al-Sham unberührt.

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Arabische Stämme begehren gegen die SDF auf

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In den Kreisen der nordsyrischen „Syrischen Demokratischen Kräfte“ (SDF) sorgte ein großes Treffen zwischen der syrischen Regierung und vielen arabischen Stämmen bzw. Stammesführern aus dem SDF-Gebieten für Unruhe. Einige der beteiligten Personen wurden bei ihrer Rückkehr festgenommen oder sind verschwunden, Kernthema der Konferenz war eine zukünftige friedliche Beilegung des syrischen Konfliktes, die Rückkehr zur syrischen Regierung und die Verteidigung gegen die türkischen und amerikanischen Aggressoren.  Nach dem geplanten Abzug der USA aus Syrien isoliert sich die SDF zunehmend weiter, neben den äußeren Feinden und Bündnissen kommen nun auch interne Komponente hinzu.

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Zivilisten überrennen türkische Militärbasis im Irak

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Im Norden des Iraks und dem kurdischen Autonomiegebiet stürmten wütende Anwohner einen Militärstützpunkt der türkischen Streitkräfte nahe der Stadt Shiladze. Anlass für den andauernden Protest der kurdischen Bevölkerung war die Ermordung von mindestens vier Zivilisten bei einem türkischen Luftangriff am 23. Januar, welcher nach türkischer Darstellung feindlichen PKK-Stellungen gegolten habe. Die Türkei ist seit Jahren im irakischen Kurdistan mit dem Segen der dortigen Regierung unter Masoud Bahrzani aktiv, um gegen den gemeinsamen Feind der PKK vorzugehen, welcher durch das Erstarken des Islamischen Staates und dem Rückzug der Peschmerga erhebliche Sympathien im Norden des Iraks aufbauen konnte. Es gibt erste Berichte über Tote.

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Kämpfe um das letzte Dorf des Islamischen Staates

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Der Islamische Staat kontrolliert nur noch zwei Dörfer in Syrien, nachdem die von den USA unterstützten „Syrischen Demokratischen Kräften“ (SDF) seit Wochen und Monaten eine Offensive gegen die letzte Exklave des IS eingeleitet hatte. Die sich nahe dem irakischen Grenzgebiet befindenden Dörfer Marashidah und al-Baghuz sind von drei Seiten vom Euphrat isoliert, für die letzten Hundert Islamisten und ihre größtenteils ebenso fanatischen Familienangehörigen gibt es bis auf den Tod oder Kapitulation keinen Ausweg mehr. Die Terrormiliz wird zwar alle seine Territorien verlieren, jedoch beweist er weiterhin eine große Präsenz in den Wüsten des Syriens und Iraks und ist noch lange nicht besiegt.

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Kurdischer Widerstandskampf in Afrin dauert an

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Die inzwischen vollständig von der Türkei und ihre syrischen Stellvertreter beherrschte Region Afrin im Nordwesten Syriens kommt weiterhin nicht zur Ruhe. Tagtäglich sorgen kurdische Milizionäre für Verluste in den Reihen der Islamisten, im Untergrund dauert ein brutaler Guerillakampf gegen die derzeitigen „Besatzer“ an, die wiederum die über Jahre hinweg aufgebaute Zivilgesellschaft und Lebensgrundlage der Bewohner Afrins zerstören. Nun hat sich eine zweite, anti-türkische Guerillagruppe gebildet, welche massive Unterstützung von der syrischen Regierung und kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) erhalten soll und bereits mehrere Angriffe auf Militärbasen ausgeführt hat.

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Anschlag auf US-Militärkonvoi in Syrien

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Überreste des zerstörten US-Militärfahrzeuges

Am vergangenen Montag explodierte eine Sprengstoffvorrichtung (IED) auf einer Straße zwischen den Großstädten Deir ez-Zor und al-Hasakah, nahe der Stadt Shahadi. Diese IED wurde von einem herannahenden US/SDF-Militärkonvoi ausgelöst und zerstörte dabei mindestens einen Humvee der noch rund 2.000 verbliebenen US-Truppen in Syrien. Bei der Detonation wurden laut der Internationalen Anti-IS-Koalition keine Amerikaner verletzt oder getötet, dafür wurden acht Kämpfer der „Syrischen Demokratischen Kräfte“ (SDF) ermordet. Der Islamische Staat bekannte sich kurz darauf zu diesem Angriff, spricht aber selber vom Einsatz eines Selbstmordattentäters. Es handelt sich um den zweiten Anschlag des IS auf US-Streitkräfte innerhalb kürzester Zeit, nachdem am letzten Mittwoch vier US-Soldaten in Manbij ermordet wurden.

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Israel bombardiert Syrien für zweiten Tag in Folge

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In der Nacht von Sonntag zu Montag attackierten die israelischen Luftstreitkräfte mehrere Ziele in Syrien in den verschiedenen Provinzen nahe den von Israel besetzten Golanhöhen und Damaskus für den zweiten Tag in Folge, innerhalb des syrischen Konfliktes bisher ein Novum. Wie das israelische Verteidigungsministerium selber verkündete, sollen die Angriffe iranischen Truppen der al-Quds-Brigade gegolten haben, welche laut israelischer Darstellung in der Nähe aktiv sind und warnte die syrische Regierung zudem davor, auf diese Bombardierungen zu reagieren. Diese sollten nicht „versuchen, israelischen Truppen oder dem Territorium Schaden zuzufügen“, was ohnehin nicht passieren würde. Die syrische Luftabwehr zerstörte viele der eingesetzten Raketen.

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Israel bombardiert Ziele bei Damaskus

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Erneut attackierten israelischen Luftstreitkräfte syrische Ziele nahe der Hauptstadt Damaskus. Demnach wurden der syrischen Nachrichtenagentur SANA zufolge bis zu neun Projektile von israelischen Kampfjets im libanesischen Luftraum abgefeuert, welche jedoch von den syrischen Frühwarnsystemen entdeckt und rechtzeitig von der Luftabwehr abgeschossen wurden. Demnach soll der Angriff erneut dem Internationalen Flughafen von Damaskus gegolten haben, welcher bereits vor einer Woche bombardiert und dabei zwei Zivilflugzeuge beschädigt wurden. Eine Besonderheit der Bombardierung jedoch ist die Uhrzeit, nur in sehr seltenen Ausnahmen finden Angriffe am helllichten Tage statt.

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Erbitterte Kämpfe naher letztem IS-Gebiet in Syrien

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Der Islamische Staat verliert weiter an Boden in der letzten, von ihm gehaltenen Exklave in Syrien: Das arabisch-kurdische Milizenbündnis der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) konnte nach tagelangen und brutalen Gefechten den letztgrößeren Ort al-Susah aus den Händen der Terrormiliz befreien und das Kontrollgebiet des IS auf nur noch wenige Dörfer beschränken, insgesamt etwa fünf Quadratkilometer nahe dem irakischen Grenzgebiet. Doch gerade auf diesen letzten Kilometern ist der Widerstand des Islamischen Staates erbittert, mehrere Selbstmordattentäter erschweren das Vorrücken der nordsyrischen Organisation.

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4 US-Soldaten in Manbij getötet

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US-Soldaten überwachen Positionen der türkischen Armee nördlich von Manbij

Bei einer Explosion innerhalb der derzeit vom arabisch-kurdischen Milizenbündnis der „Syrischen Demokratischen Kräfte“ (SDF) kontrollierten Stadt Manbij starben mindestens neun Zivilisten und vier amerikanische Soldaten. Die durch einen Selbstmordattentäter verursachte Detonation soll einem US-Militärkonvoi gegolten haben, welche regelmäßig in Manbij und Umgebung patrouillieren. Nur wenige Minuten nach dem Anschlag bekannte sich der Islamische Staat zu der Tat. Manbij geriet in der Vergangenheit immer wieder in das Fadenkreuz der Türkei, auch weiterhin droht man mit einer bevorstehenden Militäroperation auf die einzige, westlich des Euphrats gelegenen Stadt unter SDF-Kontrolle. Aufgrund der Gefahr vor einer türkischen Offensive sind in Manbij Truppen der syrischen Regierung, Russlands, Frankreichs und der USA vor Ort.

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Huthi-Rebellen setzen auf Drohnen

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Houthis inspizieren das damals neu produzierte Arsenal an Drohnen (2015)

Die schiitisch-zaidischen Houthi-Rebellen im Jemen haben eine neue gefährliche Waffe in ihrem Arsenal: Die „Kamikazedrohne“ des Typs Qasef-2K wurde innerhalb der ersten Woche seit seines Einsatzes mehrmals eingesetzt, sowohl auf Ziele der jemenitischen Streitkräfte, als auch auf einen Militärstützpunkt in Saudi-Arabien. Stolz verkündet ein Pressesprecher der Houthis (auch bekannt unter den Namen Ansar Allah) den insgesamt vierten Einsatz, in all jenen wurden mehrere Soldaten getötet und Dutzende verletzt. Bisher konnte weder Saudi-Arabien, noch die jemenitische Regierung unter Mansour Hadi, nennenswerte Verteidigungsmaßnahmen errichten, der überraschende Tod vom Himmel wird weiterhin unbeirrt Militärstützpunkte der Arabischen Koalition heimsuchen. Eigentlich herrscht im Jemen eine von den Vereinigten Nationen verhandelte Waffenruhe zwischen den zwei Fraktionen, jedoch kommt es immer wieder zu Brüchen, beide Seiten beschuldigen sich gegenseitig für die Aggressionen.

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Erneuter Raketenangriff Israels auf Damaskus

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In der vergangenen Nacht eröffnete die syrische Luftabwehr im Süden des Landes das Feuer, nachdem es Berichte von israelischen Raketenangriffen gab. Demnach wurden über mehrere Minuten hinweg Abwehrraketen gestartet, darunter auch in der Hauptstadt Damaskus. Mehrere Videos zeigen, wie die syrische Abwehr Projektile am Himmel zerstört. Erneut sind die Ziele des israelischen Angriffes in der Region um Damaskus zu finden, nähere Details sind bisher ungeklärt. Nach bisherigen Stand konnten ein Großteil der israelischen Raketen erfolgreich abgewehrt werden, jedoch wurde ein Lagerhaus beim Internationalen Flughafen von Damaskus zerstört.

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Houthi-Drohne attackiert Militärparade

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Der inzwischen getötete Ex-Präsident Saleh und Houthi-Offiziere inspizieren 2015 das neu gebaute Drohnenarsenal

Bei einer Militärparade der jemenitischen Streitkräfte kam es zu einem unerwarteten Anschlag durch eine Houthi-Drohne, welche die Veranstaltung unterbrach und sechs Soldaten tötete und Dutzende Weitere verletzte, darunter viele Kommandanten und ranghohe Mitglieder der jemenitischen Regierung unter Mansour Hadi. Die „Kamikaze-Drohne“ explodierte etwa zehn Meter über den Grund, dessen Schrapnelle flogen daraufhin vor allem auf das Podium. Die Parade fand in dem Militärstützpunkt al-Anad in der südjemenitischen Provinz Lahj statt, welche auch oft von Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten benutzt und im umliegenden Gebirge viele Luftabwehrbatterien eingesetzt werden. Eigentlich gibt es im Jemen eine von der UN verhandelte Waffenruhe zwischen den beiden Fraktionen, jedoch wird Diese immer brüchiger.

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Dschihadisten erobern fast ganz Idlib

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In der letzten großen noch von Aufständischen beherrschten Region Idlibs dauert seit Jahresanfang eine große Militärkampagne der islamistischen Miliz Tahrir al-Sham (ehemals bekannt unter den Namen Fateh al-Sham und Jabhat al-Nusra) gegen seine politischen Rivalen an, welche bisher in jeglicher Hinsicht erfolgreich verlaufen ist und mit der die Dschihadisten ihre dominante Position innerhalb der syrischen Opposition behaupten können. Inmitten der anhaltenden Waffenruhe mit der syrischen Regierung wurden Hunderte Dschihadisten bei internen Kämpfen getötet. Der erneute Ausbruch von Kämpfen ähnelt dem bisherigen Muster, dass man in „Friedenszeiten“ gegen die syrische Regierung keinen einenden Gegner hat und sich stattdessen untereinander um Macht und Einfluss innerhalb der letzten Provinz der Aufständischen bekriegt, ein Ausblick auf ein hypothetisches Syrien unter oppositioneller Herrschaft.

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Islamischer Staat überrennt in Nigeria mehrere Orte & Militärbasen

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Einer der erbeuteten Panzer, nachdem der IS mehrere Militärbasen erfolgreich überrennen konnte

Der Islamische Staat kann im afrikanischen Land Nigeria seine Macht kontinuierlich ausbauen und gehört inzwischen zweifelsohne zu den stärksten Ablegern der Terrormiliz. Zur Jahresende konnte der „Islamische Staat in Westafrika“ (ISWA) mehrere erfolgreiche Überfälle durchführen und dabei mehrere Orte im Norden des Landes erobern. Dutzende Soldaten wurden bei Gefechten getötet oder gefangen genommen, schweres Militärequipment wie mehrere Panzer konnten erbeutet werden. Schritt für Schritt läuft ISWA Boko Haram als größte und wichtigste islamistische Gruppierung in Nigeria den Rang ab, von der aus eine völlig neue Gefahr des Terrors in Westafrika enstehen könnte.

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