Berichte über israelischen Raketenangriff auf Syrien

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In der vergangenen Nacht eröffnete die syrische Luftabwehr im Süden des Landes das Feuer, nachdem es Berichte von israelischen Raketenangriffen gab. Demnach wurden über mehrere Stunden hinweg Abwehrraketen gestartet, darunter auch in der Hauptstadt Damaskus. Bisher ist  nicht gänzlich geklärt, ob es überhaupt zu einem israelischen Angriff gekommen ist, wie üblich schweigen die syrische und israelische Regierung zu dem Vorfall. Mehrere Videos sollen aber zeigen, wie die syrische Abwehr Projektile am Himmel zerstört. Sollte sich diese Darstellung als wahr herausstellen, stellt es nach eine mehrmonatigen Unterbrechung der erste israelische Angriff auf syrischem Boden dar.

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Drohnenangriff auf russische Basis in Latakia

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Eine abgeschossene Drohne im Januar, inzwischen werden professioneller aussehende DIY-Drohnen eingesetzt

Zum ersten Mal seit der zwischen Russland und der Türkei ausgehandelten Waffenruhe in der von Islamisten kontrollierten Provinz Idlib kam es zu Drohnenangriffen auf den russisch-syrischen Luftwaffenstützpunkt al-Hmemimin, südlich der Küstenstadt Latakia. Der versuchte Angriff konnte jedoch abgewehrt werden, nachdem syrische und russische Luftabwehr gegen sie eingesetzt wurde. Der (erneute) Einsatz von Drohnen ist ein Beleg für den immer weiter erodierenden Deal in Idlib, wo es immer häufiger zu Gefechten zwischen islamistischen Milizen und der syrischen Armee kommt. Parallel dazu führen die syrischen Streitkräfte Luftschläge auf islamistische Positionen in Idlib aus.

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Islamischer Staat überrennt SDF-Stellungen

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Der Islamische Staat ist im Euphrat-Tal wieder im Aufwind: Nach erfolgreichen Gegenoffensiven und Überfällen auf Einheiten der von den USA unterstützten „Syrischen Demokratischen Kräfte“ (SDF) konnte der Islamische Staat mehrere Positionen erobern und zumindest zeitweise eine neue Stadt halten. Erst unter amerikanischer Unterstützung konnte der IS-Angriff zurückgeworfen werden, jedoch wurden in diesem militärischen Debakel Dutzende SDF-Kämpfer gefangen genommen und viele Waffensysteme erbeutet. Es wird immer unwahrscheinlicher, dass die SDF den Islamischen Staat im näheren Zeitraum aus dem Euphrat-Tal effektiv vertreiben kann und der IS damit eine ständiges Kerngebiet halten kann.

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Russland fliegt wieder Angriffe in Syrien

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Tahrir al-Sham attackiert Armeestellungen nahe Hama, Einer der vielen Brüche der Waffenruhe

Nach einer mehrmonatigen Pause nahmen die russischen Luftstreitkräfte wieder Angriffe auf die verschiedenen islamistischen Gruppierungen in der Provinz Idlib auf, nach eigener Darstellung eine Reaktion auf den Giftgasangriff oppositioneller Kräfte auf den nordwestlichen Teil der Millionenstadt Aleppos. Die direkte Intervention Russlands ist insofern eine wichtige neue Entwicklung, da Russland und die Türkei sich auf eine Waffenruhe in Idlib und die Erschaffung einer 20 Kilometer breiten Pufferzone entlang der Frontlinien einigten, die aber immer wieder verletzt wird. Mit dem militärischen Eingriff Russlands könnte somit auch der Deal mit der Türkei platzen und die eigentlich geplante Offensive der syrischen Armee auf Idlib Wirklichkeit werden.

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Giftgasangriff durch Islamisten in Aleppo

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Die derzeitige Situation in einem Aleppo-Krankenhaus

In der Millionenstadt Aleppo soll es am Samstag Abend zu einem Giftgasangriff auf Zivilisten gekommen sein, wie syrische Medien berichten. Anwohner sprachen zunächst von einem lauten Knall, später berichteten einige Zeugen von Chlorgeruch. Demnach wurden im nordwestlichen Teil Aleppos bis zu 100 Zivilisten verletzt. In den örtlichen Krankenhäusern wurden in den vergangenen Stunden immer mehr neue Patienten eingewiesen. In die betroffenen Viertel Al-Khadiya und al-Zahra wurden militärische Einheiten entsandt, um potentielle weitere Aggressionen durch die islamistischen Kräfte der Opposition zu verhindern. Laut derzeitigen Berichten wurde Chlorgas durch Mörsergeschosse verwendet, oppositionelle Kreise beschuldigen die größte, islamistische Gruppierung Tahrir al-Sham (ehemals bekannt unter den Namen Jabhat al-Nusra und Fateh al-Sham) der Tat.

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Islamischer Staat attackiert kurdische Stellungen

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Der Kampf zwischen den von den USA unterstützten „Syrisch Demokratischen Kräften“ (SDF) und dem Islamischen Staat dauert weiterhin in Ostsyrien an, erneut führten IS-Kämpfer eine Offensive auf die Verteidigungspositionen des kurdisch-arabischen Milizenbündnisses aus, die SDF verklagt dabei schwere Verluste, während sie selber die Initiative gegen den Islamischen Staat in der Provinz Deir ez-Zor verloren hat und sich stattdessen auf eine Verteidigung konzentriert. Derweil kommt es in der größten, unter SDF-Kontrolle stehenden Stadt Raqqah zu Protesten und Rangeleien zwischen kurdischen Milizionären und der arabischen Bevölkerung, die seit der Wiedereroberung in einer völlig zerstörten Stadt leben müssen.

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Islamischer Staat siegt in Nigeria

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IS-Kämpfer erbeuten einen Panzer beim See Tschad

Der Ableger des Islamischen Staates „Wilayat Westafrika“ konnte im Norden Nigerias einen wichtigen Sieg erringen und eine Militärbasis der Armee überrennen. Dabei konnten sie in einem koordinierten Angriff Dutzende Soldaten töten und dabei vier moderne Militärfahrzeuge erbeuten, die in Zukunft gegen die nigerianischen Streitkräfte eingesetzt werden. Damit besitzt der IS-Westafrika nicht nur von allen Ablegern die meisten gepanzerten Fahrzeuge, sondern entwickelt sich von Monat zu Monat neben Boko Haram zu einer ernsthaften Gefahr im Norden heran, die in der Zukunft nur noch schwer einzudämmen wäre.

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Gewalteskalation zwischen Islamisten in Afrin

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In der von Türkei und verschiedenen islamistischen Gruppierungen kontrollierten Region Afrin kam es am Sonntag erneut zu schweren Gefechten zwischen den verschiedenen Söldnern und Dschihadisten, nachdem die Türkei und die syrische „Nationale Armee“ zur Bekämpfung der „Shuhada al-Sharqiya“ aufgrund von Korruptionsvorwürfen aufgerufen haben. In dessen Folge kam es in der Stadt Afrin zu gewaltsamen Auseinandersetzungen, die nach derzeitigem Stand zu mehreren Toten und Dutzenden Verletzten führte. Es wurden dabei sogar schwere Waffen eingesetzt, trotz der Übermacht der „Nationalen Armee“ kann sich Shuhada al-Sharqiya bisher halten. Der erneute Ausbruch der Kämpfe ist ein Ausdruck für die anomischen Verhältnisse, seitdem die Türkei Afrin erobert hat und die Bevölkerung systematisch unterdrückt wird.

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Islamisten töten 40 Soldaten in Syrien

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In den vergangenen Tagen kam es zu zwei größeren Überfallen auf die Verteidigungspositionen der Syrisch-Arabischen Armee und verbündeter Milizen durch einen neulich gebildeten Operationsraum, bestehend aus verschiedenen dschihadistischen Gruppierungen mit dem Ziel, die derzeit durch Russland und der Türkei ausgehandelte Waffenruhe in der Provinz Idlib zu sabotieren. Die Angriffe zählen zu den verlustreichsten Einzeloperationen seit Anbeginn des „Friedens“ zwischen den zwei Fraktionen. Erneut versuchen Islamisten die Sotschi-Vereinbarung zu brechen, nachdem es bereits in der Vergangenheit zu intensiven, aber kurzweiligen Gefechten nahe Aleppo gekommen ist und die syrische Luftwaffe derzeit Angriffe auf verschiedene Städte in Idlib fliegt.

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Syrische Armee erobert Eine der letzten IS-Exklaven

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Der al-Safa-Vulkan gehört wohl zu den schwierigsten Terrains in Syrien

Mitten in der syrischen Wüste dauern die Gefechte zwischen dem Islamischen Staat und der Syrisch-Arabischer Armee und weiterer verbündeter Milizen weiterhin an. Seit mehreren Monaten finden schwere Gefechte auf dem al-Safa-Vulkan statt, nordöstlich der drusischen Provinz al-Suweida gelegen. Aufgrund des schwierigen Terrains, welches neben der gebirgigen Region auch abwechselnd von Sandstürmen oder Überflutungen betroffen ist, kann die syrische Armee nur unter schweren Verlusten langsam vorrücken, während die letzten hundert IS-Kämpfer in ihrer Exklave sich behaupten können. Nun scheint es aber zu einer überraschenden Wende gekommen zu sein, in dessen Folge die syrische Armee den Vulkan vollständig erobert hat.

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Pro-türkische Guerillamiliz gegen Kurden wiederbelebt

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Symbol von Harakat al-Qiyam

In dem von den kurdisch-arabischen „Syrischen Demokratischen Kräften“ (SDF) kontrollierten Gebieten in Nordsyrien kam es in den vergangenen Monaten vermehrt zu Attentaten auf verschiedene politische und militärische Mitglieder, vor allem in den einst vom Islamischen Staat beherrschten Provinzen Raqqah und Hasakah nehmen die Angriffe und Überfälle kontinuierlich zu. Doch nicht nur Schläferzellen des IS machen die von den USA unterstützte Allianz zu schaffen, in der vergangenen Woche wurde ein alter Gegner der SDF wiederbelebt: Harakat al-Qiyam. Die über Verbindungen mit der Türkei und islamistischen Gruppierungen verfügende Guerillamiliz hat innerhalb der letzten Woche mindestens vier SDF-Kämpfer getötet, dabei setzten sie vor allem auf schnelle Überfälle und den Einsatz von versteckten Sprengstoffvorrichtungen (IEDs).

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Opposition führt neue Flagge ein

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Eine der führenden Organisationen innerhalb der syrischen Opposition veröffentlichte am Montag eine neues Dekret, welches die Nutzung einer neuen Fahne einführt. Diese Vereinbarung, vorangebracht von der „syrischen Generalkonferenz“, die oberste Institution innerhalb der „Heilsregierung“, welche wiederum der größten islamistischen Gruppierung Tahrir al-Sham (ehemals bekannt unter den Namen Fateh al-Sham und Jabhat al-Nusra) untergeordnet ist, ist ein Kompromiss mit den „moderateren Kräften“ innerhalb der Opposition, welche nur noch Gebiete in der Provinz Idlib kontrolliert. Es handelt sich dabei um die typische Flagge der Freien Syrischen Armee bzw. der Syrischen Republik, die roten Sterne wurden jedoch durch einen gleichfarbigen Shahada-Schriftzug ersetzt, welche ansonsten von Ländern und Organisationen wie Saudi-Arabien, einzelne al-Qaida-Ableger und vom Islamischen Staat in abgeänderter Form benutzt wurden.

Seit etwa einem Jahr kam es zu Konflikten zwischen Tahrir al-Sham und anderen (u.a. islamistischen) Fraktionen, die die Flagge der FSA weiterhin nutzen und dabei vor allem dem Westen gegenüber einen säkularen Eindruck machen wollten. Die neue Flagge ist daher die versuchte Symbiose, um beide Seiten zufriedenzustellen. Die Fahne wird aber wahrscheinlich außerhalb der Heilsregierung und verschiedenen Demonstrationen nicht Anklang finden, alleine schon weil die Zerwürfnisse zwischen dem von Tahrir al-Sham angeführten Bündnis und der pro-türkischen „Nationalen Befreiungsfront“ unter der Führung der islamistischen Ahrar al-Sham und Nour al-Din al-Zenki zu stark geworden sind. Erst vor zwei Tagen kam es zu Gefechten zwischen Ahrar al-Sham und Faylaq al-Sham in der Stadt Maarat al-Numan, einige Beobachter sahen den Anlass für diese Eskalation den Flaggenwechsel. Einen Tag später kam es zudem zu einer Autobombenexplosion bei Sarmin, in dessen Folge ein Kämpfer von Tahrir al-Sham getötet wurde.

Saudi-Truppen rücken in jemenitischer Hafenstadt weiter vor

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In der vitalen Hafenstadt al-Hodaydah an der westjemenitischen Küste gehen die Gefechte zwischen den schiitisch-zaidischen Houthi-Rebellen und der Hadi-Regierung unter der militärischen Führung Saudi-Arabiens und der Vereinigten Arabischen Emiraten unbeirrt weiter. Nach monatelangen Pausen und Stillstand konnte die bunte Allianz unter dem Kommando der Arabischen Koalition enorme Gebietsgewinne erzielen und steht inzwischen vor den Toren der Innenstadt und ersten Wohnbezirken. Durch al-Hodaydah werden nahezu 90% aller humanitären Hilfsgüter in den Jemen gebracht. Eine Niederlage der Houthis an der Küste würde eine Isolation seiner Territorien im Norden Jemens bedeuten und eine für den Konflikt richtungsweisende Bedeutung haben, an dessen Ende sowohl die Houthis, als auch die hungernde Zivilbevölkerung auf der Verliererseite stehen.

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Syrische Armee befreit 19 Geiseln vom Islamischen Staat

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In Folge einer geheim ausgeführten Operation der Syrisch-Arabischen Armee konnte man insgesamt 19 Geiseln aus den Händen des Islamischen Staates befreien. Demnach habe man im Nordwesten der zentralsyrischen Wüstenstadt Palmyra einen Hinterhalt geplant, in dessen Folge ein IS-Konvoi überfallen wurde. Bei den ehemaligen Geiseln handelt es sich um drusische Frauen und Kinder, die in Folge der mit Anschlägen und Überfällen ausgeführten Operation auf die südsyrische Provinz Suweida entführt worden sind. Neben Hunderten Toten wurden etwa 30 Personen gefangen genommen und vom IS verschleppt. Zunächst galten sie als tot, wurden jedoch von der Terrormiliz als Verhandlungsbasis mit der syrischen Regierung ausgenutzt. Damit besitzt der IS keine drusischen Geiseln mehr, sechs weitere wurden im Oktober bereits gerettet.  Weiterlesen „Syrische Armee befreit 19 Geiseln vom Islamischen Staat“

Kämpfe gefährden Idlib-Waffenruhe

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In einer überraschenden Nacht-und-Nebel-Aktion töteten bisher unbekannte Täter bis zu 23 Islamisten der islamistischen Miliz „Jaish al-Izzah“ in einer ihrer Verteidigungsstellungen nahe der Großstadt Hama im Nordwesten Syriens. Der Angriff wurde mitten in der Nacht und lautlos ausgeführt, wodurch es unter den Angreifern zu keinerlei Verlusten gekommen ist. Die Operation fand mitten in der zwischen der Türkei und Russland ausgehandelten Pufferzone statt, in der eigentlich eine Waffenruhe herrschen sollte, es aber immer häufiger zu Gefechten zwischen syrischer Armee und verschiedener Milizen kommt und der gesamte Plan eines befriedeten Idlibs (das letzte Herrschaftsgebiet der Aufständischen) gefährdet. Eine andere islamistische Gruppierung soll mit einer ähnlichen Aktion reagiert haben.

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