Spannungen zwischen Regierung und Kurden in Qamishli

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In der im Nordosten von Syrien gelegenen, selbsternannten Hauptstadt al-Qamishli der von den USA unterstützten „Syrischen Demokratischen Kräfte“ (SDF) kam es erneut zu Spannungen zwischen den lokalen Streitkräften der SDF und jenen der syrischen Regierung, die Teile der Stadt seit 2012 kontrollieren. Demnach konnten kurdische Polizeieinheiten der „Asayish“ einen Kommandanten der „National Defense Forces“, ein Dachverband regierungstreuer Milizen, an einem ihrer Checkpoints festnehmen und entführen. Als Reaktion darauf begann man mit der Festnahme von insgesamt elf Asayish-Kämpfern, die im Umtausch für den Kommandanten angeboten wurden. Auch wenn dieser gewaltsame Konflikt nur einen Tag andauerte, zeigt er die wachsende Spaltung zwischen den beiden Fraktionen auf, angespornt durch die USA.

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Islamisten bekämpfen sich in Idlib untereinander

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In der Nähe der Millionenstadt Aleppo finden derzeit schwere Gefechte zwischen verschiedenen islamistischen Gruppierungen statt. Der erneute Ausbruch von Kämpfen ähnelt dem bisherigen Muster, dass man in „Friedenszeiten“ gegen die syrische Regierung keinen einenden Gegner hat uns sich stattdessen untereinander um Macht und Einfluss innerhalb der letzten Provinz der Aufständischen bekriegt. Zudem nehmen auch wieder die Attentate auf militärische und religiöse Anführer als eine Form des „Kalten Krieges“ zwischen den Fraktionen zu, ein Ausblick auf eine syrische Zukunft unter islamistischer Herrschaft.

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Südjemenitische Unabhängigkeitsbewegung ruft zum Sturz der Regierung auf

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Im Süden des bereits vom Bürgerkrieg und ausländischen Intervention geschundenen Jemen spitzt sich die Lage erneut zu. Der sogenannte „südjemenitische Übergangsrat“, der radikalste und aktivste Teil der südjemenitischen Unabhängigkeitsbewegung, rief in der faktischen Hauptstadt des Südjemen und Provisorischen des ganzen Landes zu einem Putsch bzw. einer Intifada gegen die international anerkannte Regierung unter Mansour Hadi auf, die sich derzeit hauptsächlich in Saudi-Arabien aufhält. Ihr Machtbereich im Jemen selber ist nur noch auf den Süden und Osten begrenzt, während der Rest des Landes von den schiitisch-zaidischen Houthi-Rebellen kontrolliert wird. Die (erneute) Ausrufung einer südjemenitischen Republik würde das Macht- und Kraftverhältnis im Jemen entscheidend verändern.

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S-300-Luftabwehrsystem erreicht Syrien

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Nur nach wenigen Tagen erreichten die russischen S-300-Luftabwehrsysteme syrischen Boden, eine Reaktion auf den versehentlichen Abschuss eines russischen Aufklärungsflugzeuges durch die syrische Luftabwehr, die nach russischer und syrischer Darstellung aber auf Israel zurückzuführen ist. Laut dem Verteidigungsministerium wurden über dem Luftweg insgesamt 49 Militärsysteme zum russisch-syrischen Luftwaffenstützpunkt al-Hmeimin gebracht, neben der S-300 befinden sich darunter auch unzählige neue Radarsysteme, Überwachungsfahrzeuge und mehr. All diese Geräte sollen angeblich bis zum 20. Oktober in die syrische Armee überführt werden, die damit die vollständige Kontrolle über den syrischen Luftraum genießen. Trotz dieser Angaben ist es möglich, dass Russland in Wirklichkeit die S-300 operieren wird.

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Iran startet Raketen auf den IS in Syrien

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Der Iran hat in der vergangenen Nacht mindestens sechs Mittelstreckenraketen auf den Islamischen Staat in Syrien gezündet. Der IS hält noch wenige Städte am östlichen Euphrat-Ufer, welches in den Einflussgebiet der von den USA unterstützten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) fällt und nach monatelanger Waffenruhe nun auch zeitgleich von der SDF attackiert wird. Nach eigenen Angaben handelt es sich um eine Reaktion für den letzten Anschlag bei der Militärparade in der südiranischen Stadt Ahvaz, in dessen Folge Dutzende Menschen starben.

Im letzten Monat wurden in Ahvaz in Folge eines Anschlages durch vier Täter 30 Menschen getötet und 70 Weitere verletzt, darunter auch Kinder. Dem iranischen Staat zufolge handelte es sich um Araber, die der islamistisch-arabischen Seperatistengruppe „al-Ahvaziya“ angehören und vom Westen und den Golfstaaten unterstützt werden. Diese jedoch dementieren jegliche Verantwortung, dafür hat der Islamische Staat den Terrorangriff für sich beansprucht und weitere Informationen der Täter veröffentlicht. Dennoch existieren Ungereimtheiten und viele glauben nicht an einen IS-Hintergrund. Der Iran hatte bereits in der Vergangenheit den Islamischen Staat im Euphrat-Tal mithilfe von ballistischen Raketen attackiert.

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