VAE-Berater bezeichnet IS-Terrorangriff im Iran als „legitime Aktion“

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Am Samstag kam es in der südiranischen Stadt Ahvaz zu einem verheerenden Angriff auf eine Militärparade anlässlich des derzeit im ganzen Land andauernden Festes der „Heiligen Verteidigung“, wo der Sieg im Iran-Irak-Krieg zelebriert wird. Bei diesem Anschlag attackierten mindestens drei Terroristen den Paradezug und töteten 29 Personen, neben Soldaten befanden sich dabei auch Zivilisten darunter. Während die ursprüngliche Schuldzuweisung der arabisch-separatistischen Gruppierung „Al-Ahvaziya“ galt, stellte sich inzwischen der Islamische Staat als der wirkliche Akteur heraus. Kurz zuvor sprach ein die Regierung der Vereinigten Arabischen Emirate beratender Professor sich für die Unterstützung derartiger Aktionen ein, sie seien der „nächste legitime Schritt“ in Anti-Iran-Operationen, wo der Kampf innerhalb des Irans gebracht werden muss.

Die dem IS nahe stehende Nachrichtenagentur AMAQ veröffentlichte ein Video, welches drei Angreifer auf dem Weg zur Militärparade zeigen, wo sie iranische Militäruniformen zeigen. Nach eigenen Angaben wurde die Tat vom „Wilayat Khorasan“ initiiert und koordiniert, dem afghanischen Ableger des Islamischen Staates, welcher seine Machtbasis im Nachbarland erheblich ausbauen konnte. Erst im Juli rief Khorasan dazu auf, vermehrt arabische und kurdische Sunniten aus dem Iran zu rekrutieren. Ursprünglich wurde der Anschlag al-Ahvaziya zugerechnet, das zunächst von einem angeblichen Pressesprecher veröffentlichte Bekennungsschreiben stellte sich als Fake heraus.

Dennoch regen sich einige Stimmen, die immer noch al-Ahvaziya als die wirklichen Täter dahinter sehen, darunter auch der iranische Staat und das Militär. Als Beweis wird ein Foto der angeblich getöteten Attentäter genommen, welche nicht die gleichen Personen wie die im vom IS veröffentlichten Video sind. Es wäre der zweite größere Terroranschlag des Islamischen Staates im Iran, nachdem mehrere Angreifer bereits Ende 2017 das iranische Parlament in Teheran stürmten und dabei mehrere Geißeln nahmen. Es besteht dabei eine Korrelation zwischen den erhöhten Aktivitäten in Afghanistan und denen im Iran.

Vor einem Jahr erklärte der derzeitige Kronprinz Saudi-Arabiens sich dazu bereit, den Kampf gegen die „Takfiri“ innerhalb des Irans zu bringen. Neben westlichen Ländern wie den USA, Großbritannien und den Vereinigten Arabischen Emiraten zählt der Golfstaat zu den aktivsten Unterstützung von terroristischen Organisationen innerhalb und außerhalb des Irans, von den Volksmujahideen bis zu den al-Ahvaziya ist die Liste lang. Abdulkhaleq Abdulla, Professor und Berater für das emiratische Königshaus, bezeichnete diese Aktion als „legitim“ und dass es sich nicht um einen terroristischen Akt handelt, sondern reguläre Ziele angegriffen wurden. Zudem warnte er davon, dass solche Angriffe als Bestandteil der „neuen Phase“ in der Zukunft erheblich zunehmen werden.

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