Erfolgreicher Idlib-Deal immer unrealistischer

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Am Samstag wurde eine Militärparade in Jisr al-Shoughur abgehalten

Der hauptsächlich zwischen der Türkei und Russland ausgehandelte Vereinbarung scheint immer weiter an der Realität zu scheitern, so scheinen die verschiedenen radikalen Islamisten nicht gewillt zu sein, viele ihrer Kernterritorien in der zukünftigen demilitarisierten Zone aufzugeben. Sogar verhältnismäßig „gemäßigtere“ und der Türkei nahe stehenden Gruppierungen wollen sich nicht zurückziehen. Zudem offenbaren sich weitere Details des türkisch-russischen Deals, welche die syrische Regierung massiv bevorteilen, auch wenn das auf die gegebenen Vorabbedingungen (z.B. militärische Überlegenheit) zurückzuführen sind. Die Möglichkeit einer militärischen Offensive durch die syrische Armee wird wieder wahrscheinlicher. Weiterlesen „Erfolgreicher Idlib-Deal immer unrealistischer“

Gefechte um den Safa-Vulkan gehen weiter

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Der Kampf zwischen der Syrisch-Arabischen Armee und dem Islamischen Staat um die Kontrolle der syrischen Wüste dauert weiterhin auch. Die inzwischen schon seit Monaten andauernde Operation in der Nähe der drusischen Provinz Suweida, bei dem Safa-Vulkan, gerät immer wieder ins stocken, das schwierige Terrain macht es der Armee schwer, Erfolge zu erzielen und dabei die äußerst mobilen IS-Truppen zu besiegen. Besonders in der Nacht verändert sich das Machtverhältnis zwischen den beiden Fraktionen, die Armee wird immer Opfer von Überfällen. Ein Ende um al-Safa und eine endgültige Lösung des IS-Problems ist derzeit nicht in Sicht.

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Kurdische Guerillakämpfer töten täglich Islamisten in Afrin

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Seit der Eroberung der Region Afrin durch türkische Streitkräfte und ihre syrischen Verbündeten kommt das Gebiet nicht mehr zur Ruhe, in dem einst unter der Kontrolle der kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) stehenden Kanton herrscht nun ein brutaler Guerillakrieg der Kurden, welcher sich gegen die neuen „Besetzer“ richtet, seien es Islamisten, arabische Flüchtlinge oder die Lokalregierung. Inzwischen tagtäglich kommt es zu Anschlägen und Attentaten, in Afrin herrscht trotz der türkischen Herrschaft weiterhin ein Krieg im Untergrund. Erst vor kurzem kündigte ein Pressesprecher der YPG eine neue „Phase“ im Guerillakampf an.

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Kämpfe in Libyens Hauptstadt ebben nach 100 Toten ab

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In der libyschen Hauptstadt Tripolis ist die militärische Lage nach einer monatelangen Ruhephase erneut eskaliert. Verschiedene Milizen brachen im Süden der Großstadt die noch kurz zuvor ausgehandelte Waffenruhe zwischen Stammesführern, Milizenführern und der sogenannten „Einheitsregierung“ unter dem Präsidenten Faiez Sarraj, die vom Westen als offizielle Regierung Libyens anerkannt wird, aber in Wirklichkeit kaum einen wichtigen Faktor in der Politik spielt. Der Ausbruch neuer Gefechte inmitten des „Regierungssitzes“ ist ein weiterer Ausdruck dieser Unfähigkeit, die eigenen Milizen unter Kontrolle halten zu können. Nach fast einem Monat an Kämpfen scheint sich die Situation zu beruhigen. Das Ergebnis: Über Hundert Tote und 300 Verletzte, viele Teile des südlichen Tripolis sind zerstört.

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Russland liefert mehrere S-300-Luftabwehrsysteme nach Syrien

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Nach dem Abschuss eines russischen Aufklärungsflugzeuges des Typs Il-20 durch die syrische Luftabwehr hat sich der große Unterstützer der syrischen Regierung dazu bereit erklärt, mindestens ein modernes Luftabwehrsystem „S-300“ nach Syrien zu schicken, um zukünftig die Ursache für derartige Ereignisse zu verhindern: Israelische Luftangriffe im syrischen Hoheitsgebiet. Dem Abschuss des russischen Flugzeuges sind nämlich israelische Angriffe auf eine syrische Basis vorausgegangen, in dessen Folge sich die angreifenden Kampfjets hinter dem russischen Aufklärer „versteckten“ und sich damit vor der syrischen Luftabwehr zu schützen. Die zuvor noch miteinander kooperierenden Staaten scheinen sich nun in einem Kalten Krieg um Syrien zu befinden, der Abschuss der Anbeginn der fröstelnden Beziehungen.

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VAE-Berater bezeichnet IS-Terrorangriff im Iran als „legitime Aktion“

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Am Samstag kam es in der südiranischen Stadt Ahvaz zu einem verheerenden Angriff auf eine Militärparade anlässlich des derzeit im ganzen Land andauernden Festes der „Heiligen Verteidigung“, wo der Sieg im Iran-Irak-Krieg zelebriert wird. Bei diesem Anschlag attackierten mindestens drei Terroristen den Paradezug und töteten 29 Personen, neben Soldaten befanden sich dabei auch Zivilisten darunter. Während die ursprüngliche Schuldzuweisung der arabisch-separatistischen Gruppierung „Al-Ahvaziya“ galt, stellte sich inzwischen der Islamische Staat als der wirkliche Akteur heraus. Kurz zuvor sprach ein die Regierung der Vereinigten Arabischen Emirate beratender Professor sich für die Unterstützung derartiger Aktionen ein, sie seien der „nächste legitime Schritt“ in Anti-Iran-Operationen, wo der Kampf innerhalb des Irans gebracht werden muss.

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Dutzende Tote nach Angriff auf iranische Militärparade

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In der südiranischen Stadt Ahvaz kam es vor wenigen Stunden zu einem Terroranschlag auf die derzeit in vielen Orten des Landes stattfindenden Militärparade, die nach derzeitigen Angaben zu mindestens 24 Toten und Dutzende Verletzte, darunter befinden sich Soldaten und Zivilisten. Angeblich sollen vier Personen aus dem Zuschauern heraus den Paradezug angegriffen und daraufhin sein Ziel auf umliegende Zivilisten konzentriert haben. Derzeit starben insgesamt acht Soldaten der iranischen Revolutionsgarde. Während das iranische Militär und die Regierung von einer Tat durch die islamistisch-arabische Separatistengruppe „al-Ahvaziya“ redet und inzwischen auch den Angriff bestätigt, beansprucht der Islamische Staat den Anschlag ebenso für sich. Es wäre der erste IS-Angriff seit der Geiselnahme im iranischen Parlament Ende 2017.

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SDF vermeldet erste Erfolge gegen den Islamischen Staat

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Die von den USA unterstützten „Syrischen Demokratischen Kräfte“ (SDF) konnten in ihrer letzten Phase der Operation „Jazira Storm“ erste Erfolge gegen den Islamischen Staat in einer ihrer letzten Territorien erringen und mindestens ein Dorf vollständig erobern. Mit der Unterstützung der USA zu Lande und in der Luft konnte das arabisch-kurdische Milizenbündnis den IS-Kämpfern schwere Verluste zufügen, darunter mehrere mit Sprengstoff gefüllte und von Selbstmordattentätern bediente Autos (SVBIEDs) und einiger Panzer. Zudem wurde mindestens ein Kämpfer des IS gefangen genommen. Im Gegenzug dazu konnte die Terrormiliz aber genauso der SDF viele Verluste zufügen.

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Syrische Luftabwehr zerstört russisches Flugzeug nach israelischen Angriff

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In der vergangenen Nacht hat sich merkwürdiges über dem Himmel von Syrien ereignet: Gab es zunächst aus unbekannten Gründen mehrere Explosionen in den Küstenprovinzen Latakia und Tartus, meldet Russland inzwischen das Verschwinden eines russischen Aufklärungsflugzeuges des Typs Il-20, die sich zu dem Zeitpunkt in der Region befunden hat. Die Schuldzuweisungen sind bisher zahlreich, israelischer Angriff oder durch die syrische Luftabwehr verursachten Kollateralschaden sind nur Wenige der derzeit existenten Spekulationen. Dieser Angriff ereignet sich wenige Stunden nach der Meldung, dass sich Russland und die Türkei auf eine demilitarisierte Pufferzone in der von islamistischen Kräften dominierten Provinz Idlib einigten.

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Israel beschießt zivilen Damaszener Flughafen

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Bild einer abgeschossenen Rakete über Damaskus

Der Internationale Flughafen in der syrischen Hauptstadt Damaskus wurde in wiederholter Folge in der letzten Nacht von Raketen heimgesucht, wie veröffentlichte Videos und Statements des syrischen Militärs bestätigen. Demnach haben die israelischen Luftstreitkräfte mehrere Raketen aus sicherer Entfernung gestartet, die scheinbar einem Depot gegolten haben. Mindestens ein Raketengeschoss konnte von der syrischen Luftabwehr über Damaskus erfolgreich zerstört werden wie unzählige Videos beweisen, jedoch kamen auch mehrere Raketen durch und verursachten in der Nähe des Flughafens eine große Explosion. Bisher gibt es keine näheren Details über das Ergebnis, niemand wurde getötet oder verletzt.

Israel interveniert immer wieder in Syrien und greift zumeist Ziele an, die in angeblicher Verbindung mit dem Iran oder der Hisbollah stehen, so wurde zuletzt ein Raketenzentrum bei Masyaf in Nord-Hama angegriffen, welches vom Iran zur Entwicklung und Umschlagplatz für Raketen an die Hisbollah genutzt werden soll. Anfang September gab es in Damaskus eine große Explosion nach der Explosion eines Munitionslages beim Mezzeh-Flughafen, bisher gibt es aber keine Beweise für eine israelische Beteiligung. In Damaskus findet derzeit die „Damaskus International Fair“ statt, die größte syrische Handelsausstellung mit jährlich über eine Millionen Besucher. Sie wurde 2017 nach fünfjähriger Unterbrechung wiederbelebt.

Islamisten inszenieren moderaten und zivilen Protest in Idlib

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Am vergangenen Freitag hat eine breite Allianz der verbliebenen militärischen und zivilen Organisationen in der von Islamisten beherrschten Provinz Idlib zum Massenprotest für die syrische „Revolution“ und gegen die bevorstehende Militäroffensive der Syrisch-Arabischen Armee und verbündeter Milizen aufgerufen. Von der Türkei unterstützt sind diese Demonstrationen vor allem an das westliche Publikum bzw. die westlichen Medien gerichtet mit dem Ziel, sich als eine moderate und breite zivile Alternative zur syrischen Regierung zu inszenieren, obwohl das exakte Gegenteil in Idlib der Fall ist. Deshalb rät man unter anderem vom Tragen islamistischer Flaggen in den Protesten ab, die die öffentliche Darstellung einer friedlichen Revolution untergraben würden.

Da sich die im Nordwesten Syriens befindliche Provinz derzeit im internationalen Rampenlicht befindet, wurden mehrere westliche Journalisten und Regierungsvertreter nach Idlib entsandt, um die dortige Situation zu untersuchen. Parallel dazu organisierte man die derzeitigen Demonstrationszüge in mehreren Städten, von der gleichnamigen Provinzhauptstadt bis nach Maarat al-Nuuman oder Atarib. Zudem haben prominente Vertreter von islamistischen Organisationen wie z.B. Huthaifa Azzam (al-Qaida) davon abgeraten, islamistische Flaggen wie jene von al-Qaida, Tahrir al-Sham oder die Shahada allgemein zu zeigen und stattdessen die der Republik Syrien bzw. der Freien Syrischen Armee zu nutzen, die gemeinhin als moderates Identifikationssymbol steht.

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Arabische Koalition attackiert Jemens letzte Lebensader

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Nach einer monatelangen Ruhe an der westjemenitischen Küste brachen in der vergangenen Woche erneut Gefechte zwischen den Houthi-Rebellen und einer bunten Allianz der jemenitischen Rest-Armee, südjemenitische Unabhängigkeitskämpfer, sudanesische Söldner unter der von Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emirate angeführten Arabischen Koalition aus. So konnten die Gegner der Houthis nahe der wichtigen Küstenstadt al-Hodaydah wichtige Fortschritte verzeichnen und Eine der letzten Nachschublinien in die Stadt kappen. Durch den Hafen der drittgrößten Stadt werden 90% aller humanitären Hilfsgüter in den Jemen gebracht, weshalb eine erfolgreiche Eroberung die Hotuhi-Rebellen im Landesinneren massiv von der Außenwelt abschneiden würde.

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Türkei verstärkt seine Präsenz in Idlib

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In Angesicht der voraus stehenden Militäroffensive der Syrisch-Arabischen Armee mit der Unterstützung Russlands, dem Iran und anderer Milizen hat das nördliche Nachbarland seine militärische Präsenz in der von Islamisten gehaltenen Provinz Idlib erhöht und viele ihrer Militärbasen vor Ort ausgebaut. Bisher ist der genaue Anlass bzw. Hintergrund dafür unbekannt, angeblich soll es sich aber um ein Kräftemessen zwischen den Interessen Russlands und der Türkei handeln, die bei den letzten Astana- respektive Teheran-Gesprächen verschiedene Ziele bezüglich Idlib verfolgen würden. Tag für Tag erreichen neue Militärkonvois die türkischen Stützpunkte entlang der Frontlinien zur syrischen Armee, erst kürzlich wurden sogar erste Panzer nach Idlib transportiert.

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Islamischer Staat schlägt letzten SDF-Angriff zurück

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In Hajin selber wird die Normalität inszeniert, unbeirrt der kommenden Gefechte um die letzten IS-Orte in Syrien 

Der Islamische Staat konnte einen Vorstoß der von den USA unterstützten „Syrischen Demokratischen Kräfte“ (SDF) bei ihrer letzten Stadt in Syrien und Irak aufhalten und dem arabisch-kurdischen Milizenbündnis große Verluste zufügen. Die sich im Euphrat-Tal, am nördlichen Euphrat-Ufer befindlichen Städte und Dörfer stellen die letzte Bastionen des Islamischen Staates da, die sich seit über einem Jahr gegen die militärische Übermacht der USA und SDF behaupten können und immer wieder erfolgreiche Gegenangriffe ausführen können. Einigen Berichten zufolge sind alle Operationen gegen den IS eher halbherzig, da die USA weiterhin die Präsenz der Terrormiliz in Syrien für seine eigene Legitimation vor Ort benötigt.

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Eskalation der IS-Aktivitäten in Nigeria

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Im Nordosten Nigerias kam es zu folgenschweren Gefechten zwischen der nigerianischen Armee und dem „Islamischen Staat in Westafrika“ (ISWA), in dessen Folge die Terrormiliz die Stadt Gudumbali und einen dazugehörigen Militärstützpunkt wiedererobern konnte. Der Eroberung vorausgegangen waren stundenlange Kämpfe zwischen den zwei Fraktionen, der Islamische Staat konnte dabei mit mehreren Hundert Kämpfern, schweren Kriegsgerät und Fahrzeugen die Armee erfolgreich vertreiben und die Bevölkerung in Gudumbali gefangen nehmen. Einigen Angaben zufolge brachte der IS daraufhin Hunderte Muslime in der Stadt um, da sie gegen die Herrschaft des Islamischen Staates Widerstand leisteten.

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