Armee umstellt Islamischen Staat bei Vulkan

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Die Syrisch-Arabische Armee und verbündete Milizen konnten versprengte Kämpfer des Islamischen Staates bei dem Vulkan al-Safa in der syrischen Wüste umstellen und erfolgreich belagern. Die unwirtliche Gegend dient den verbliebenen Islamisten als finaler Unterschlupf, nachdem die Armee vor wenigen Wochen eine neue Säuberungskampagne in der südsyrischen Provinz Suweida gestartet hatte, dabei handelt es sich um eine Reaktion auf das vom IS verursachte Massaker an über 300 Druzen in mehreren Orten, zudem wurden fast 30 Zivilisten entführt. Bisherige Ausbruchsversuche des Islamischen Staates konnten erfolgreich zurückgeschlagen werden. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis auch dort in der Region die letzten bekannten IS-Kämpfer getötet werden.

Nach nur wenigen Tagen wurden Hunderte Quadratkilometer große Gebiete südlich und westlich von al-Safa gesäubert, das gebirgige Terrain schafft für den Islamischen Staat gute Rückzugsmöglichkeiten. In der Nähe von Qabr Shaykh konnte man erfolgreich einen Gegenangriff aufhalten, dabei wurden mindestens acht Dschihadisten getötet und ein Weiterer gefangen genommen. Angeblich waren sie auf der Suche nach einer Wasserquelle. Insgesamt sollen sich nur noch wenige Dutzend Kämpfer beim Vulkan mitten in der Wüste aufhalten.

Die Säuberung des Islamischen Staates von schwer kontrollierbaren Regionen erweist sich gemeinhin als herausforderndes Problem, welches weder in Syrien, noch im Irak gelöst werden konnte. Dort hat die Terrormiliz etliche Rückzugsorte, von wo der IS immer wieder Überfälle oder Massaker, wie jenes in Suweida, planen und ausführen kann. Diese neu gestartete Operation wird zwar wahrscheinlich den Rest-IS entscheidend schwächen, aber nicht vollständig schlagen.

Ursprünglich stammen die dortigen IS-Kämpfer aus dem Damaszener Viertel Yarmouk, von wo sie nach einer ausgehandelten Vereinbarung mit der syrischen Regierung evakuiert wurden. Daraufhin wurden sie in die syrische Wüste transportiert, wo sie neue Positionen aufbauten und nun mehrere Anschläge und Überfälle durchgeführt haben. Der Angriff auf mehrere Orte in Suweida mit über 300 Toten war der Startschuss für eine neue Anti-IS-Operation der syrischen Armee.

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