Islamischer Staat steht in der Wüste vor seiner „Niederlage“

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Seit fast einem Monat dauert die Militäroperation der Syrisch-Arabischen Armee und verbündeter Milizen in der syrischen Wüste gegen den Islamischen Staat an, nun scheint sich ein finaler Kampf heranzubahnen. Woche für Woche dringen die syrischen Streitkräfte in der unwirtlichen Gegend des Vulkans al-Safa gegen die verstreuten Kämpfer des Islamischen Staates vor und können dabei Dutzende Islamisten töten. Einzig im Nordosten und Zentrum der Vulkanregion befinden sich noch wenige Enklaven die derzeit bedroht werden, zerschlagen zu werden. Nun wurde das restliche IS-Territorium in zwei Teile gespalten, die sich nicht unabhängig voneinander aufrecht erhalten können.

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Christen protestieren gegen Schließung eigener Schulen durch Kurden

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In der nordsyrischen Stadt al-Hasakeh kam es am vergangenen Dienstag zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Milizen und Sicherheitskräften der von den USA unterstützten „Syrischen Demokratischen Kräfte“ (SDF) und christlichen bzw. assyrischen Demonstranten. Anlass ist die geplante Schließung von christlichen Schulen in der Stadt, in dessen Folge sich an verschiedenen Orten Proteste mit mehreren Hunderten Mitgliedern bildeten, vor allem nahe der St. Gabriel-Kirche und einer Schule daneben. Die Demonstrationen waren zunächst friedlich, jedoch eskalierte die Situation, als einige Polizisten in die Luft schossen und die Kirche abriegelten/belagerten.

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Houthis attackierten angeblich erneut Dubai-Flughafen

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Die jemenitischen Houthi-Rebellen haben nach eigenen Berichten den Internationalen Flughafen von Dubai mithilfe von Kamikazedrohnen zum wiederholten Male attackiert, wie offizielle Nachrichtenagenturen in der Hauptstadt Sana’a bestätigen. Demnach wurde die erst neulich entwickelte Drohne des Typs „Samad-3“ für diese Operation genutzt, Dubai liegt etwa 1.200 Kilometer vom Kontrollgebiet der Houthi-Rebellen im Jemen entfernt. Die offizielle Flugbehörde der Vereinigten Arabischen Emirate bestreitet diese Darstellung und sagt, dass es keinerlei Vorfälle gegeben habe. Der Flugverkehr werde demnach wie regulär weiter funktionieren. Es ist bereits der zweite vermeldete Angriff auf den Flughafen und der Dritte im Land.

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Russland bringt Unterstützung für den bevorstehenden Kampf um Idlib

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Admiral Essen gehört zu den Fregatten, die nach Syrien fahren

Alle wichtigen Fraktionen bringen sich in und um die nordwestlich gelegene Provinz Idlib in Stellung, ein finaler Kampf zwischen der syrischen Regierung und von islamistischen Kräften kontrollierten und dominierten Opposition steht bevor. Während Tag für Tag neue Einheiten die Frontlinien erreichen, schickt Russland mehrere Kriegsschiffe und U-Boote entlang des Mittelmeers in Richtung der syrischen Küste. Derweil bereitet sich die Opposition möglicherweise auf eine eigene Gegenoffensive vor und erhöht dadurch ihre Aktivitäten an der Front, unter anderem durch den vermehrten Einsatz von selbstgebauten Drohnen. Die Lage spitzt sich zu, während die Türkei zunehmend ruhiger wird.

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Saudi-Arabien tötet erneut Dutzende Kinder im Jemen

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Im Westen Jemens kam es erneut zu einem Massaker an der Zivilbevölkerung, wiedermals verursacht durch die Luftwaffe Saudi-Arabiens, dem Anführer der Arabischen Koalition gegen die Houthi-Rebellen im südlichen Nachbarland. Diesmal wurden den Houthis nahe stehenden Medien zufolge 31 Zivilisten getötet, bei dem Großteil soll es sich um Kinder handeln. Bombardiert wurde ein Wohnhaus in der noch vor Monaten umkämpften Küstenstadt al-Hodaydah, welche sich seit jeher fest in den Händen der Houthi-Rebellen befindet. Dem Gesundheitsministerium zufolge stammen ein Großteil der getöteten Personen von der gleichen Familie, 22 Kinder wurden dabei umgebracht.

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Syrer wegen Erdogan-Kritik in Nordsyrien inhaftiert

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In der nordsyrischen Stadt al-Bab wurde am vergangenen Tag eine Person wegen negativen Äußerungen bezüglich des türkischen Präsidenten Recep Erdogan und seiner Syrienpolitik inhaftiert und zu einer Geldbuße verpflichtet. Der syrische Doktor Mahmoud al-Sayeh wurde demnach zu einer Strafe von sechs Monaten Haft und einer Geldstrafe von 5.000 türkischer Lira verpflichtet. Er wurde bei einem Besuch seiner Familie direkt von der Hamza-Division festgenommen, eine pro-türkische Miliz welche zu den größten und stärksten im Nord-Aleppo zählt. Dem Urteil zufolge kritisierte er über Facebook öffentlich den türkischen Präsidenten und die „syrische Revolution“.

Sowohl al-Bab als auch die umliegenden Gebiete werden von den verschiedensten islamistischen Organisationen unter der Schirmherrschaft der Türkei kontrolliert. Seit der in Syrien gestarteten Operation „Euphrates Shield“ im Jahre 2015 gegen den Islamischen Staat befindet sich der Nordwesten der türkisch-syrischen Grenzregion unter der faktischen Kontrolle der Türkei. Neben Jarablus zählt al-Bab zu den größten und wichtigsten Städten in der Region, die türkischen Streitkräfte selber unterrichten eine Militärbasis und ein Feldlazarett in der Stadt. Erst unter schweren Verlusten konnte die Stadt mit türkischer Unterstützung nach wochenlangen Kämpfen erobert werden. Neben der schlechten humanitären Situation kommt es auch immer wieder zu internen Gefechten zwischen den verschiedenen islamistischen Fraktionen, in dessen Folge auch Zivilisten in Gefahr geraten.

Der bevorstehende Kampf um Idlib

 

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In und um der syrischen Provinz Idlib im Nordwesten des Landes gehen die Vorbereitungen für eine bevorstehende Offensive der Syrisch-Arabischen Armee und verbündeter Organisationen weiter voran. Seit mehreren Tagen und Wochen setzt die Armee vermehrt Artillerieeinheiten ein, die an der Front liegende Städte und feindliche Verteidigungspositionen bereits attackiert, diese Operationen erhalten dabei Unterstützung von der syrischen und russischen Luftstreitkräfte. Mehr und mehr Truppen erreichen den Norden nach Abschluss der Militäroperationen in den südsyrischen Provinzen Quneitra und Dara’a. Inzwischen befinden sich namhafte Gruppierungen wie die Eliteeinheit der „Tiger Forces“ mitsamt des legendären Generals Suheil al-Hassan, Republikanische Garden und die mit vielen Panzern ausgerüstete 4. Division vor Ort und werden die Angriffe zukünftig unterstützen.

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Islamischer Staat führt vermehrt Guerillakrieg gegen die SDF

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Seit mehreren Wochen und Monaten hat der Islamische Staat seine Aktivitäten in den von den Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) gehaltenen Territorien in Nordsyrien erhöht, vor allem in den Provinzen Raqqah und Hasakeh. Bis in das tief im SDF-Gebiet gelegene Stadt Taqba gibt es Berichte von Attentaten und Anschlägen auf einzelne Kämpfer des arabisch-kurdischen Milizenbündnisses. Dabei ergibt sich meistens ein ähnliches Bild: In der Nacht hinterlassen IS-Schläferzellen improvisierte Sprengstofffallen (IEDs) auf Straßen, die daraufhin von herannahenden Kämpfern oder Fahrzeugen ausgelöst werden. Dem Islamischen Staat nahe stehenden Medien wie die Nachrichtenagentur AMAQ berichten von insgesamt über 100 getöteten „PKK-Kämpfern“, wobei insgesamt elf Fahrzeuge zerstört wurden. Erst im neueren Zeitraum kann der IS auch Bilder und Videos von den Anschlägen und ihrem Ergebnis veröffentlichen, was auf eine stärkere Präsenz vor Ort zurückzuführen ist.

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Afrin kommt nicht zur Ruhe

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Seit der Eroberung der Region Afrin durch türkische Streitkräfte und ihre syrischen Verbündeten kommt das Gebiet nicht mehr zur Ruhe, in dem einst unter der Kontrolle der kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) stehenden Kanton herrscht nun ein brutaler Guerillakrieg der Kurden, welcher sich gegen die neuen „Besetzer“ richtet, seien es Islamisten, arabische Flüchtlinge oder die Lokalregierung. Inzwischen tagtäglich kommt es zu Anschlägen und Attentaten, in Afrin herrscht trotz der türkischen Herrschaft weiterhin ein Krieg im Untergrund. Erst vor kurzem kündigte ein Pressesprecher der YPG eine neue „Phase“ im Guerillakampf an.

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Armee umstellt Islamischen Staat bei Vulkan

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Die Syrisch-Arabische Armee und verbündete Milizen konnten versprengte Kämpfer des Islamischen Staates bei dem Vulkan al-Safa in der syrischen Wüste umstellen und erfolgreich belagern. Die unwirtliche Gegend dient den verbliebenen Islamisten als finaler Unterschlupf, nachdem die Armee vor wenigen Wochen eine neue Säuberungskampagne in der südsyrischen Provinz Suweida gestartet hatte, dabei handelt es sich um eine Reaktion auf das vom IS verursachte Massaker an über 300 Druzen in mehreren Orten, zudem wurden fast 30 Zivilisten entführt. Bisherige Ausbruchsversuche des Islamischen Staates konnten erfolgreich zurückgeschlagen werden. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis auch dort in der Region die letzten bekannten IS-Kämpfer getötet werden.

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Assad besichtigt „Todestunnel“ in Ost-Ghouta

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Der syrische Präsident Bashar al-Assad und seine Frau Asma al-Assad besuchten am 16. August überraschenderweise die noch vor einem halben Jahr von verschiedenen islamistischen Gruppierungen kontrollierte Region Ost-Ghouta, direkt östlich der Hauptstadt Damaskus. Demnach besuchten sie einen inzwischen zum Kunstprojekt veränderten Tunnel, welcher noch damals in der Zeit der Belagerung zum unbehelligten Transport von Kriegsgerät und Kämpfern der islamistischen Organisationen genutzt wurden. Während viele davon in ganz Ost-Ghouta errichtet wurden, nahmen nur Wenige die Dimensionen der Tunnel wie in Douma an, wo man für Fahrzeuge nutzbare, mehrstöckige und völlig durchleuchtete Durchgänge errichtete. Assad besuchte hingegen „nur“ einen Normalen im Viertel Jobar weiter südwestlich, die Region wurde zuvor von Faylaq al-Rahman kontrolliert. Der Tunnel besitzt den Spitznamen „Todestunnel“, da einigen Zeugen zufolge Hunderte Gefangene, darunter Soldaten und Zivilisten, zum Bau des Tunnels gezwungen wurden und man während der Arbeiten sich wenig um den Gesundheitszustand der Arbeiter scherte.

Insgesamt 18 Künstler erschufen Reliefs und Skulpturen an den Wänden des Tunnels, die Meisten davon glorifizieren und zeigen den Sieg der Syrisch-Arabischen Armee in Ost-Ghouta oder kulturelle Symbole Syriens. Ebenso bemerkenswert war der Auftritt seiner Frau, da sie erst vor wenigen Wochen mit einem Brustkrebs „in frühem Stadium“ diagnostiziert wurde. Die Präsidentschaft rückt das für die syrische Gesellschaft stigmatisierte Tabuthema nicht nur in die Öffentlichkeit, zudem wird Asma al-Assad auch als unermüdliche Frau im Dienste des Staates inszeniert.

Türkei attackiert jesidische Miliz im Irak

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Im Nordwesten des Iraks flogen die türkischen Luftstreitkräfte mehrmals Luftangriffe, die der kurdischen PKK und jesidischen YBS-Miliz gelten sollten. Dabei kamen bisherigen Berichten zufolge Dutzende Kämpfer der beiden Organisationen um, darunter auch der regionale PKK-Anführer Ismail Özden. Besonders verheerend war der Angriff auf einen Konvoi mit mehreren Pick-Ups, von denen mindestens drei Fahrzeuge zerstört wurden. Der Konvoi war gerade auf dem Weg zum Kriegsdenkmal im Dorf Kocho, wo vor exakt vier Jahren ein Massaker an der jesidischen Bevölkerung durch den Islamischen Staat stattfand. Fast die gesamte Bevölkerung wurde getötet oder vom IS verklavt, bisher wurden nur 700 Leichen wiedergefunden. In der jesidischen Diaspora und Lokalbevölkerung regt sich nun Widerstand gegen die türkische Intervention im Irak, die seit Monaten eigene Truppen im Kampf „gegen den Terrorismus“ im Nachbarland einsetzt und sogar kleinere Landstriche besetzt hat.

Die Region um Sinjar gehört zur Provinz Nirnaweh und wird vor allem von Jesiden bevölkert. Als der Islamische Staat an die Grenzgebiete von Sinjar näher rückte, zogen sich die eigentlich für die Gebiete zuständigen Truppen der irakischen Armee und kurdischen Peschmerga zurück, Letztere entwaffneten sogar die wenigen jesidischen Bürgermilizen. Erst die Intervention der PKK und ihre Errichtung und Unterstützung verschiedener Milizen (darunter die YBS) konnte das durch den Genozid verursachte Leid weiter verhindern. Nach den Gefechten zwischen Peschmerga und irakischer Armee 2017 gelangte die Zentralregierung wieder über die Kontrolle von Sinjar, wobei sie weiterhin die Region mithilfe der PKK verwaltet bzw. ihre Präsenz duldet. Die Armee und USA selber haben einen Observierungsposten auf dem höchsten Berg mit dem gleichen Namen errichtet.

 

Syrische Armee bereitet die Befreiung Idlibs vor

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Kämpfer der radikalislamistischen Miliz Tahrir al-Sham bereiten sich auf die bevorstehende Offensive vor

Nachdem die Syrisch-Arabische Armee ihre Operationen im Süden des Landes erfolgreich abschließen konnten und sich nun ein weiterer Teil des Landes unter der Kontrolle der syrischen Regierung befindet, rückt das Ende für die letzte, von verschiedenen islamistischen Gruppierungen beherrschte Bastion der Provinz Idlib immer näher. Tag für Tag, Woche für Woche erreichen immer neue Truppen und Kriegsgerät die etablierten Fronten zu Idlib im Nordwesten des Landes, wo für mehrere Monate eine faktische Waffenruhe herrschte. Das Ende von Idlib würde auch die Niederschlagung der inzwischen korrumpierten „Revolution“ bedeuten, einzig die syrische Regierung und die kurdisch-arabischen Milizenbündnisse der „Syrischen Demokratischen Kräfte“ würden als Überlebende des Konfliktes hervorgehen.

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Houthi-Rebellen rücken in Richtung Marib vor

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Die jemenitischen Houthi-Rebellen können in der Provinz Marib im Norden des Landes einige Erfolge erzielen und mehrere Kilometer näher an die gleichnamige Provinzhauptstadt vorrücken, eine Hochburg der mit der Hadi-Regierung verbündeten Islah-Partei, dem jemenitischen Ableger der Muslimbrüder. Die Frontlinien in Marib zählen zu den wenigen im Jemen-Konflikt, welche nicht für Monate und Jahre nahezu stagnieren. Inzwischen konnten die Houthis auf bis zu 20 Kilometer an Marib vorrücken und dabei eine wichtige Versorgungsstraße weiter nördlich durchschneiden, was effektiv weitere Gebiete belagern lässt. Marib galt besonders in der westlichen Berichterstattung als sichere und stabile Region

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Houthi-Rebellen überfallen großen Armeekonvoi

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In einem außergewöhnlichen Vorfall konnten die Houthi-Rebellen an der westjemenitischen Küste einen erfolgreichen Überfall durchführen, in dessen Folge ein ganzer Armeekonvoi aufgehalten werden konnte und Dutzende Soldaten und Milizionäre gefangen genommen oder getötet wurden. Houthi-Medien sprechen von bis zu 57 festgenommenen Soldaten der „Affash Republikanischen Garde“, 150 getöteten Kämpfern und zehn zerstörten Militärfahrzeugen. Diese Behauptung konnte einen Tag später zumindest teilweise durch ein 19-minütiges Video bestätigt werden. Es handelt sich um Einen der erfolgreichsten Überfälle im Jemen-Konflikt und einen weiteren Beleg dafür, dass die derzeitige Offensive der Arabischen Koalition ein Reinfall ist.

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