SDF verstärkt Offensive gegen den IS in der syrischen Wüste

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Nach langer Zeit führten das von der USA unterstützte arabisch-kurdische Milizenbündnis der „Syrischen Demokratischen Kräfte“ (SDF) ihre Operation gegen den Islamischen Staat in der ostsyrischen Provinz Deir ez-Zor weiter. Diesmal rückt das Wüstengebiet an der syrisch-irakischen Grenze ins Rampenlicht, wo die Terrormiliz weiterhin etliche Dörfer und Siedlungen kontrolliert. Die ersten Tage der Operation „Jazira“ sind bisher erfolgreich verlaufen, viele Dörfer konnten bereits erobert werden. Auf der anderen Seite stehen die IS-Städte im Euphrat-Tal, inzwischen das „bevölkerungsreichste“ Gebiet unter der Kontrolle des Islamischen Staates. Dort herrscht weiterhin eine faktische Waffenruhe, die den Islamisten die Möglichkeit gibt, Städte unter der syrischen Regierung auf der anderen Seite des Euphrats anzugreifen.

Nach bisherigen Angaben wurden mehrere Siedlungen im nördlichen Teil der Wüste erobert, darunter zählen Orte wie beispielsweise Safiyan, Al-Khabirah, Al-Hajlah, Hussein Al-Hajlah, Al-Awadat oder Umm Mahfur. Dabei konnte man auch Dutzende IS-Kämpfer töten und Einige gefangen nehmen. Bei dem Vorstoß wurden auch mehrere Waffen erbeutet, darunter auch der Abwurftank eines Kampfjets. Insgesamt drangen sie über zehn Kilometer tief in das feindliche Territorium vor.

In Folge der Kämpfe um Afrin kündigte ein SDF-Pressesprecher offiziell die Beendigung aller Anti-IS-Operationen an (auch wenn sie schon Monate zuvor faktisch endeten), um die dort eingesetzten Ressourcen lieber in Afrin gegen die Türkei einzusetzen, am Ende jedoch wurden keine SDF-Kämpfer aus der Provinz Deir ez-Zor nach Afrin gebracht. Warum die USA und SDF seit Monaten nicht gegen einen fast besiegten IS vorgehen kann verschiedene Gründe haben: Einerseits benötigt die USA weiterhin eine Legitimation, Truppen in Syrien stationiert zu haben, nun mal die Bekämpfung einer Terrororganisation. Zudem richten sich die Angriffe des Islamischen Staates auch gegen die syrische Regierung, die Städte am anderen Ufer hält. Von dort aus kommt es immer wieder zu Vorstößen auf Abu Kamal, die jedoch zurückgeschlagen werden. Es ist natürlich im Interesse der USA, dass zwei Feinde sich gegeneinander schwächen können.

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