Armee schlägt mehrere IS-Angriffe im Osten zurück

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In den vergangenen Tagen startete der Islamische Staat mehrere Angriffe auf verschiedene Positionen der Syrisch-Arabischen Armee und verbündeter Milizen in der ostsyrischen Provinz Deir ez-Zor. Die Terrormiliz nutzt die syrische Wüste immer wieder als Rückzugsgebiet, um von dort aus neue Angriffe zu starten und dabei mehrere Soldaten zu töten und/oder Straßen und Zivilisten zu überfallen. Auch wenn sie erfolgreich zurückgeschlagen werden konnten offenbaren sie die bisher noch nicht gelöste Problematik von der Präsenz des IS im Osten, die mehrere Städte, den Irak und wichtige Straßen dadurch bedrohen.

Die erste Offensive wurde auf das Dorf Hasrat am Euphrat-Tal, etwa 15 Kilometer von der syrisch-irakischen Grenzstadt Abu Kamal entfernt, gestartet und nach einigen Stunden intensiver Gefechte abgewehrt. Bei diesen Infiltrationsversuchen wurden jedoch einige Soldaten der syrischen Armee getötet. Scheinbar handelte es sich dabei um einen Ausbruchsversuch des Islamischen Staates in nördlicher Richtung, am anderen Ufer des Euphrats hält die Terrororganisation nämlich noch weitere Dörfer und Städte.

Einen Tag später wurde die syrisch-irakische Grenze und Abu Kamal angegriffen. Von der Wüste aus attackierten sie auch umliegende Dörfer mit der Errungenschaft, einige Arten an Waffen und Munition erbeutet zu haben. Jedoch konnte auch diese Offensive zurückgeschlagen werden. Hierbei handelte es sich wahrscheinlich um den Versuch, sich mit jenen Gebieten im Irak zu verbinden, die weiterhin vom Islamischen Staat kontrolliert werden.

Als besonders problematisch erweist sich die Präsenz des Islamischen Staates auf dem östlichen Euphrat-Ufer, von dem aus man einen weiten Teil von Abu Kamal überblicken kann (siehe Bild). Eigentlich befindet sich diese Region unter dem „Einflussgebiet“ der von den USA unterstützten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF), doch nach der Eroberung von Abu Kamal durch die syrische Armee gab es keine Bemühungen seitens der USA mehr, den IS aus der irakischen Grenzregion zu vertreiben. Seitdem startet der IS von diesen Rückzugsgebieten aus immer wieder Angriffe auf umliegende Gebiete, neben Abu Kamal auch auf weiter nördlich gelegene Positionen der SDF, die dabei schwere Verluste erleiden müssen. Das kurdisch-arabische Bündnis hat unter dem Vorwand des türkischen Angriffes auf Afrin alle Operationen in der Provinz Deir ez-Zor gestoppt, jedoch wurden quasi keine Ressourcen von Deir ez-Zor nach Afrin verschoben. Zudem verleiht die Präsenz des IS den USA weiterhin eine Legitimation für den Aufenthalt des amerikanischen Militärs in Syrien.

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