Houthis schießen neue Raketensalven auf Saudi-Arabien

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Die jemenitischen Houti-Rebellen, auch bekannt unter dem Namen „Ansar Allah“, starteten zum wiederholten Male mehrere Raketenangriffe auf Saudi-Arabien, das mit den Houthis zutiefst verfeindete Nachbarland. Ziele waren scheinbar mehrere wirtschaftlich wichtige Industrieanlagen im Süden des Landes und die Hauptstadt Riad. Einwohner berichteten von vier lauten Explosionen, die wohl durch den Abschuss der Raketen entstanden sind. Es gibt weder Berichte von Toten, Verletzten oder Sachschäden, da die Raketen über der Wüste abgefangen wurden.

Insgesamt soll es zwei Raketensalven gegeben haben, die relativ unabhängig von aneinander gestartet wurden, jedoch beide erfolgreich zerstört wurden. Die Houthi-Führung hat am dritten Jahrestag der saudi-arabischen Intervention im jemenitischen Konflikt angekündigt, nahezu täglich neue Raketenangriffe auf den Nachbarn zu starten. Tatsächlich kommt es im Abstand von mehreren Wochen immer wieder zum Einsatz von ballistischen Waffen, die aber sehr selten Schäden verursachen bzw. ihr Ziel erreichen. Zudem setzen die Houthis immer mehr Drohnen ein.

Damit handelt es sich schon mindestens um den achten bestätigten Raketenangriff des Houthis dieses Jahr, nachdem zum dritten Jahrestag der saudi-arabischen Intervention im Jemen eine Rekordzahl von insgesamt sieben Raketen abgeschossen wurden. Alle wurden zerstört, jedoch musste die Luftabwehr ein Totalversagen vorweisen und einige Abwehrraketen flogen stattdessen auf Wohngebiete oder zerstörten sich gegenseitig.

Am 30. März wurden nochmals zwei Ballistikraketen gestartet, die ebenso abgefangen wurden. Bei dem Großteil der eingesetzten Ballistikraketen handelt es sich um modifizierte sowjetische Modelle, die bereits Jahrzehnte zuvor in den Händen des Landes lagen. Die Behauptung, die Raketen würden durch die Seeblockade vom Iran geschmuggelt werden, ist nicht belegbar.

Obwohl es zum Bruch der Allianz zwischen der jemenitischen Armee unter dem inzwischen getöteten Ex-Präsidenten Saleh und den Houthis kam scheinen die Aufständischen über genügend eigene Kapazitäten zu verfügen, da eigentlich die Entwicklung von Raketen der Saleh-Armee unterlag. Bei dem Großteil der eingesetzten Ballistikraketen handelt es sich um modifizierte sowjetische Modelle, die bereits Jahrzehnte zuvor in den Händen des Landes lagen. Die Behauptung, die Raketen würden durch die Seeblockade vom Iran geschmuggelt werden ist nicht haltbar.

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