Syrische Armee dringt gegen den IS in Damaskus weiter vor

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Nach den schnellen Schlägen und Erfolgen der Syrisch-Arabischen Armee und verbündeter Milizen im Kampf gegen den Islamischen Staat im Süden der syrischen Hauptstadt Damaskus ist die derzeit anlaufende Operation wesentlich erlahmt, nachdem man über 75% der einst vom IS gehaltenen Gebiete erobern konnte und man nun im dicht besiedelten, bebauten und befestigtes Gebiet im palästinensischen Flüchtlingslager al-Yarmouk vordringt. Trotz dieser „Rückschläge“ konnten die syrischen Streitkräfte mehrere Erfolge erzielen und wichtige Häuserkomplexe sichern. Die Terrormiliz wird dabei immer weiter zurückgedrängt.

Erst vor wenigen Tagen konnte das IS-Territorium erfolgreich in zwei Teile gespalten werden, zwei Tage später wurde der südlich abgeschnittene Gebiet vollständig unter die Kontrolle der syrischen Regierung gebracht. Nun wird auch der nördliche Abschnitt intensiver angegriffen, die syrischen und russischen Luftstreitkräfte fliegen regelmäßig Angriffe. Im Osten und Westen von al-Yarmouk konnten mehrere Gebäude erobert werden, darunter das „Japanische Krankenhaus“ oder die al-Shafei-Moschee am jeweiligen Ende vom Viertel.

In den Damaszener Vierteln al-Yarmouk, al-Qadam und Hajar al-Aswad konnten sich Sympathisanten des Islamischen Staates bisher für Jahre halten, was vor allem auf die niedrige militärische Relevanz zurückzuführen ist. Vor wenigen Wochen aber kam es zu einer Eskalation der Gewalt, nachdem sich die syrische Regierung auf eine friedliche Vereinbarung mit der Opposition im Bezirk al-Qadam einigen konnte. Diese sah die Evakuierung der dortigen Rebellen vor, wofür im Gegenzug die syrische Armee die vollständige Kontrolle übernehmen wird. Nach dem Abschluss dieser Evakuierung starteten einige Kommandanten einen übereilten Angriff auf den IS in al-Yarmouk, der daraufhin mit unerbittlichen Gegenoffensiven reagierte und inzwischen fast gänzlich das Viertel al-Qadam sichern konnte.

Ursprünglich handelt es sich bei Yarmouk um ein palästinensisches Flüchtlingslager, welches jedoch nach mehreren Jahrzehnten zu einem richtigen Viertel heranwuchs. 2015 überrannten ehemalige Oppositionskämpfer unter der Flagge des IS das Viertel fast vollständig. Neben der Terrororganisation kontrolliert die Opposition ebenfalls umliegende Bezirke. Hier gibt es eine nahezu einzigartige Konstellation für Syrien: Neben einer Waffenruhe mit der Regierung wollen beide im Kampf gegen den Islamischen Staat miteinander kooperieren und z.B. vom eigenen Territorium gemeinsam Angriffe starten.

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