Israel bombardiert iranische Militärbasis in Syrien und verursacht Erdbeben

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Einige Wochen nach den trilateralen Raketenangriffe der USA, Frankreichs und Großbritannien auf mehrere Ziele sind Syrien startete Israel ebenfalls eigene, unabhängige Luftangriffe auf einen angeblichen iranischen Militärstützpunkt in der Provinz Hama. Die Militärbasis der 47. Division der syrischen Armee nahe der gleichnamigen Provinzhauptstadt Hama wurde scheinbar hauptsächlich vom Iran verwaltet, nachdem man sich mit der syrischen Armee auf eine gemeinsame Kooperation einigen konnte. Die Region wies schon immer eine hohe Präsenz iranischer Spezialkräfte und schiitische Milizen auf. Auch wenn solche Angriffe Israels nicht ungewöhnlich sind, operierten sie sehr selten so tief in Syrien hinein. Der Angriff und die daraus entstehende Explosion war so enorm, dass dadurch ein Erdbeben verursacht wurde. Es gibt Berichte über Dutzende Tote, darunter auch Zivilisten.

Die ersten Meldungen über den Angriff sind fatal: Eine riesige Explosion die man noch kilometerweit überblicken konnte verursachte diversen Angaben zufolge eine Eruption auf der Richterskala von 2.6, es wurden also riesige Mengen an Sprengstoffen bei dem Angriff detoniert. Angeblich handelt es sich bei der dortigen Basis um eine unterirdische Anlage für etliche Ballistikraketen iranischen und syrischen Bautyps, dementsprechend lässt sich auch der israelische Einsatz von bunkerbrechenden Bomben erklären. Angeblich kamen auch Dutzende schiitische Kämpfer dabei um, vor allem jene aus den iranischen Revolutionsgarden und der schiitisch-pakistanischen Liwa Zainebiyoun. Zudem wurde angeblich eine Feuerwehrstation bei Sabha und eine Garage bei Aleppo getroffen, wobei das Ausmaß der Zerstörung und ein Zusammenhang zu Hama unbekannt ist.

Es ist nicht gänzlich geklärt, ob es sich tatsächlich um einen israelischen Angriff handelt, jedoch gilt das verfeindete Nachbarland als wahrscheinlichster Täter. Nicht nur haben derartige Luftangriffe eine gewisse Tradition und Routine, man hat auch die Überreste der verwendeten Raketen gefunden. Es handelt sich dabei um die in den USA produzierte, präzisionsgesteuerte Bombe des Typs „GBU-39“.

Erst vor wenigen Wochen bombardierten israelische Kampfjets den Tiyas-Luftwaffenstützpunkt im Zentrum des Landes bei Homs, wo sieben iranische Soldaten und geringe Materialschäden entstanden sind. Tiyas galt als Operationszentrum für den Einsatz iranischer Drohnen im Land, Eine davon wurde angeblich am selben Tag die israelische Grenze überflog und daraufhin abgeschossen wurde. Genau wie bei den etlichen vorherigen Angriffen besteht hier kein Zusammenhang mit dem angeblichen „Giftgasangriff“ der syrischen Armee in Ost-Ghouta, stattdessen wird die Bekämpfung des Terrorismus und vor allem des iranischen Einflusses als Vorwand für derartige Aktionen genutzt.

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