Qalamoun-Region vollständig unter Regierungskontrolle

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Das einst von der Opposition gehaltene Territorium im östlichen Teil der Region Qalamoun wurde nun offiziell vollständig von der syrischen Regierung kontrolliert, nachdem man nach langen Verhandlungen eine Einigung mit den dortigen oppositionellen Gruppierungen erzielen konnte. Damit befindet sich nahezu ganz Zentralsyrien unter der Kontrolle der syrischen Regierung und eine weitere Region konnte von den Aufständischen erfolgreich wiedererobert werden, ohne großes Blutvergießen in diesem Falle.

Zusammen mit russischen und internationalen Hilfslieferungen in den Städten Ruhaybah, Jalroud, Nasiriyah und al-Dumayr wurden in vielen öffentlichen Institutionen die Flagge der syrischen Republik gehisst, zudem agieren nun regionale Polizeieinheiten als Sicherheitskräfte, die syrische Armee wurde an andere Frontlinien (vor allem das vom Islamischen Staat gehaltene Damaszener Viertel Yarmouk) verlegt. In den Städten kam es mehrheitlich zu größeren Pro-Regierungsprotesten, wie veröffentlichte Bilder der staatlichen Nachrichtenagentur SANA belegen.

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Das an der syrischen Wüste gelegene Grenzgebiet wurde von mehreren Oppositionsgruppen gehalten und bestand hauptsächlich aus den Städten Ruhaybah, Jalroud, Nasiriyah und größeren Wüstengebieten, die vor allem von hohen Gebirgen geprägt sind. Die einwöchige Offensive begann mit einem Vorstoß auf die Verteidigungspositionen der FSA-Miliz „Jaish Tahrir al-Sham“ (nicht zu verwechseln mit der islamistischen Organisation Hayyat Tahrir al-Sham), die auch die stärksten Streitkräfte vor Ort aufstellen konnte. Zudem existieren hauptsächlich noch die von der USA unterstützten „Ahmed al-Abdo Forces“ und die Islamisten von „Jaish al-Islam“ vor Ort.

Diese Offensive entstand nach einem scheinbaren Zusammenbruch der langjährigen Waffenruhe und langwieriger Verhandlungen zwischen Aufständischen und syrischer Regierung den Konflikt friedlich zu lösen, wo die Regierung die Kontrolle übernehmen würde und verfeinde Kämpfer entweder eine Generalamnestie akzeptieren oder in andere Gebiete Syriens evakuiert werden, vor allem in die von den Islamisten gehaltene Provinz Idlib oder Nord-Aleppo, welches unter der Kontrolle der Türkei steht. Insgesamt wurden etwa 5.000 Menschen, davon 1.500 Kämpfer, transportiert.un dauern auch im restlichen Qalamoun die Verhandlungen zur Kapitulation an, wahrscheinlich wird eine ähnliche Vereinbarung wie bei al-Dumayr entstehen, die erneut Tausende Menschen nach Jarablus bringen werden.

Dem Angriff vorausgegangen war ein separater Deal zwischen Regierung und Jaish al-Islam in der nahe gelegenen Stadt al-Dumayr. Kurz zuvor wurde der Verhandlungsführer von unbekannten Personen ermordet. Eigentlich herrscht dort seit Jahren Frieden, jedoch starteten einzelne Kampfverbände in den letzten Wochen mehrere Überfälle auf Verteidigungspositionen der syrischen Armee beim Berg Muhassa, wobei mindestens ein T-72-Panzer zerstört wurden. Außerdem wurde angeblich ein syrischer Kampfjet abgeschossen. Im Gegenzug dafür wurden etliche Panzer, Fahrzeuge und Waffen bei der Evakuierung der Kämpfer erbeutet, darunter auch viele amerikanische Panzerabwehrwaffen.

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