Houthis Nr. 2 im Jemen getötet

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Der Präsident und Vorsitzende des Obersten Politischen Rates Saleh al-Sammad wurde am Donnerstag der letzten Woche durch einen Luftschlag Saudi-Arabiens in der der jemenitischen Provinz Hodeida getötet, wie nun auch die Houthi-Rebellen am Montag offiziell bestätigten und Saudi-Arabien daraufhin ein Video des Angriffes veröffentlichten.

Al-Sammad galt als die Nummer Zwei in der Führungsstruktur der zaidischen Aufständischen, lediglich der Anführer Abdel Malek Al-Houthi gilt als wichtigere Figur. Trotz seiner Position ist sein Tod aber nicht von relevanter Bedeutung, da er als ursprüngliches Nicht-Mitglied der Houthis eher eine versöhnende Rolle einnahm und bei Konflikten z.B. zwischen Stämmen intervenierte. Politisch besaß er keine besonderen Mächte. Zum Nachfolger wurde bereits Mahdi al-Mashat ernannt.

Aufgrund dieses außerordentlichen Anlasses zeigte sich Malek al-Houthi wieder mit einer aufgezeichneten Rede im Fernsehen, wo er diesen Angriff verurteilte und mögliche Reaktionen auf diese Aggressionen ankündigte, was wohl wahrscheinlich den Abschuss von weiteren Ballistik-Raketen auf Saudi-Arabien bedeuten würde. Es besteht die Chance dass al-Samad von eigenen Landsmännern verraten wurde, da die saudische Führung ein Preisgeld von 20 Millionen Dollar an jenen versprach, der Hinweise über seinen Aufenthalt liefern konnte.

Am selben Tag starteten die Houthis außerdem zwei Raketen auf eine Industrieanlage von Aramco nahe der saudischen Stadt Jizyan, das Unternehmen stellt den größten Erdölförderer der Welt dar. Dem Militär zufolge konnten beide Raketen aber erfolgreich von der Luftabwehr abgefangen werden, bevor sie ihr Ziel erreichten. Bereits Anfang April gab es einen ähnlichen Angriff, wobei aber auch Drohnen eingesetzt wurden. Der Angriff soll

Damit handelt es sich schon um den fünften bestätigten Raketenangriff des Houthis dieses Jahr, nachdem zum dritten Jahrestag der saudi-arabischen Intervention im Jemen eine Rekordzahl von insgesamt sieben Raketen abgeschossen wurden. Alle wurden zerstört, jedoch musste die Luftabwehr ein Totalversagen vorweisen und einige Abwehrraketen flogen stattdessen auf Wohngebiete oder zerstörten sich gegenseitig. Am 30. März wurden nochmals zwei Ballistikraketen gestartet, die ebenso abgefangen wurden. Bei dem Großteil der eingesetzten Ballistikraketen handelt es sich um modifizierte sowjetische Modelle, die bereits Jahrzehnte zuvor in den Händen des Landes lagen. Die Behauptung, die Raketen würden durch die Seeblockade vom Iran geschmuggelt werden, ist nicht belegbar.

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