Syrische Armee erobert Militärbasis in Ost-Ghouta

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Die Syrisch-Arabische Armee (SAA) und verbündete Milizen unter der Führung der Eliteeinheiten der „Republikanischen Garden“ und „Tiger Forces“ konnten in der von der Opposition gehaltenen Enklave Ost-Ghouta nahe der syrischen Hauptstadt Damaskus an mehreren Fronten vorrücken und neue Territorien erobern. Am fünften Tag der Bodenoffensive der syrischen Streitkräfte konnten erneut mehrere Gebiete im Osten erobert und gesichert werden. Nachdem man die äußerst schwer befestigten Verteidigungsanlagen durchbrach scheint es nun im Zentrum von Ost-Ghouta keine zweiten und dritten Verteidigungslinien zu geben, weswegen die „Tiger Forces“ nun ohne Probleme tagtäglich neue Territorien gewinnen können.

Wenige Kilometer südlich des umkämpften Dorfes al-Shifuniyah konnten Eliteeinheiten die Militärbasis des 274. Regiments und umliegende Gebiete sichern. Dieser Stützpunkt ist bekannt für die Militärparade der islamistischen Gruppierung Jaish al-Islam, die 2014 unter dem ehemaligen Anführer Zahran Alloush Dutzende Panzer und Kämpfer paradierten, aus inszenatorischer Perspektive könnte es sich auch um eine Parade eines regulären Staates gehandelt haben. Zudem konnte die wichtige Versorgungsstraße zwischen al-Shifuniyah und Utaya gekappt werden, ein Dorf welches sich inzwischen ebenfalls unter dem Artilleriebeschuss der Armee befindet.

Weitere Erfolge gibt es im Nordwesten bei dem Damaszener Viertel Harasta zu verzeichnen, wo mehrere Gräben und Tunnel entdeckt und teilweise zerstört werden konnten. Ahrar al-Sham berichtet zwar von der Rückeroberung einiger Wohnhäuser in der Region, dennoch handelt es sich eher um kleine Erfolge. Außerdem wurde die Stadt Nashabiyah vollständig belagert, nachdem umliegende Farmen und Industriegebiete erobert werden konnten. Derzeit ist noch unklar wie viele Kämpfer sich in der Stadt aufhalten, zumindest konnten sie seit Anbeginn der Operation den Ort erfolgreich verteidigen.

Derweil befindet sich der von der syrischen Regierung und mit russischer Unterstützung eingerichtete „humanitäre Flüchtlingskorridor“ im Nordwesten unter dem Beschuss der oppositionellen Mörser. Berichten zufolge wurden bei mehreren Salven etwa acht Zivilisten verletzt. Mit der Unterstützung des Roten Halbmondes konnten zwei pakistanische Staatsbürger diese Route zur Flucht aus Ost-Ghouta nehmen, wo sie seit Ausbruch des Krieges gefangen waren. Beide Seiten beschuldigen sich gegenseitig für die humanitäre Situation in Ost-Ghouta, das Szenario erinnert stark an Ost-Aleppo.

Nach derzeitigem Stand wurden etwa 60 Soldaten der Armee getötet, die Meisten davon zählen zu den Republikanischen Garden. Besonders verheerend waren die Grabenkämpfe bei der inzwischen eroberten Siedlung Hawsh al-Dawahirah, wo durch die Combo von Gräben und Tunneln Dutzende Soldaten getötet wurden. Als mögliche Kompensation für die etwaigen Verluste erreichten inzwischen mehr syrische Milizen Damaskus, darunter die aus Aleppo stammende Miliz Liwa al-Quds und Zawba.

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Auf dem Bild ist Einer der Gräben zu sehen, die die syrische Armee bei Harasta erobern konnte

 

 

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