Syrische Armee verzeichnet Fortschritte in Ost-Ghouta

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Die Syrisch-Arabische Armee (SAA) und verbündete Milizen unter der Führung der Eliteeinheiten der „Republikanischen Garden“ und „Tiger Forces“ konnten in der von der Opposition gehaltenen Enklave Ost-Ghouta nahe der syrischen Hauptstadt Damaskus an mehreren Fronten vorrücken und neue Territorien erobern. Am dritten Tag der vormals angekündigten Bodenoffensive mussten die syrischen Streitkräfte aber auch erhebliche Verluste verzeichnen, die von den islamistischen Rebellen errichteten Verteidigungspositionen erschweren das Fortschreiten in den urbanen Stadtvierteln und landwirtschaftlich geprägten Gebieten.

Die syrische Armee konnten die hart umkämpften Städte Hawsh Dawahra und Teile von Shifunyah erobern, anderen unbestätigten Angaben zufolge befindet sich Shifunyah bereits vollständig unter der Kontrolle der syrischen Regierung. Zudem konnte man im Damaszener Viertel Harasta weiter westlich mehrere Häuserblöcke sichern und den Bezirk al-Ajami fast vollständig erobern. Dabei wurden auch mehrere neue Tunnel entdeckt, die von der Opposition zum Schmuggel und Transport von Waren und Waffen genutzt werden. Die Stadt Nashabiyah befindet sich nun seit drei Tagen vollkommen isoliert vom restlichen Ost-Ghouta, konnte aber bisher von der islamistischen Gruppierung Jaish al-Islam verteidigt werden.

Offizielle Zahlen sprechen vom Tode von über 33 Soldaten, Andere von knapp 60 getöteten Kämpfern auf der Seite der syrischen Regierung. Jaish al-Islam veröffentlichte mehrere Bilder und Videos von Hawsh Dawahra, die Dutzende getötete Soldaten in einem Graben zeigen. Zudem wurde ein etwa sechs Meter breiter Wassergraben errichtet der den Einsatz von Panzern erschwert, wodurch bereits einige Panzer zerstört und ein T-72 erbeutet werden konnte. Die perfekte Vorbereitung der Opposition auf Angriffe jeder Art zeigen die weit verzweigten Tunnel- und Grabensysteme in der gesamten Enklave, teilweise können durch die Tunnels sogar Panzer und weitere Fahrzeuge transportiert werden. Im kommenden Verlauf der Operation werden die Verlustzahlen wesentlich ansteigen.

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In diesem und letztem Jahr startete die Armee mit großen Truppenkontingenten und den „Republikanischen Garden“ mehrere größere Operationen, um Damaszener Viertel wie Ayn Terma und Irbeen zu erobern, konnten aber nur einige hundert Meter vordringen und dabei enorme Verluste erleiden. Der urbane Häuserkampf ist für beide Seiten besonders verlustreich, besonders konnte die Opposition sieben Jahre lang Verteidigungspositionen errichten, besonders gefürchtet sind die komplexen Tunnelsysteme (teilweise können dadurch sogar Autos und Panzer transportiert werden) und die Tunnelbomben, die immer wieder zu großen Verlusten bei der Armee führen. Neben der starken Verteidigung besitzen die Aufständischen in Ost-Ghouta ebenfalls über den Vorteil, dass in der Vergangenheit viele korrupte Armeeoffiziere die Stellungen um Ghouta übernahmen und es zu einem regen Schmuggel an allerlei Waren kam.

Nun wurden in Ghouta Flugblätter abgeworfen, die einen von der syrischen Armee eingerichteten „humanitären Hilfskorridor“ zeigen, der ähnlich wie in Ost-Aleppo den Zivilisten eine sichere Fluchtmöglichkeit geben soll. Syrische Milizen berichteten bereits über den Beschuss von al-Wafideen ( dem Viertel wo sich der Fluchtkorridor befindet), wo mehrere Mörsergranaten eine Person getötet und 37 weitere Zivilisten verletzt haben sollen. Das russische Verteidigungsministerium kündigte in dem Zusammenhang tagtägliche Waffenruhe ein, die in einer Zeitfrist von einigen Stunden den Abzug der Zivilisten sichern sollen, beispielsweise am Dienstag von neun bis 14 Uhr. Diese einseitig erklärte Pause steht in keinem Zusammenhang zur landesweiten Waffenruhe des UN-Sicherheitsrates. Russland beschuldigt die Opposition des Bruchs von diplomatischen Verhandlungen, die aktiv die humanitäre Versorgung der dortigen Bevölkerung verhindert.

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