Offensive auf Ost-Ghouta wird eingeleitet

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Tiger Forces werden in Damaskus stationiert

In der fruchtbaren Region Ghouta östlich der syrischen Hauptstadt Damaskus begann die Syrisch-Arabische Armee (SAA) mit dem Einsatz von Luft- und Artillerieangriffen auf die islamistische Opposition in dem belagerten Gebiet, die vor allem als Vorbereitung für eine groß angelegte Offensive dienen. Damit bewahrheiten sich die wochenlangen Gerüchte, dass die syrische Armee mit neuer Verstärkung eine Operation in Ost-Ghouta plant, die die vollständige Eroberung dieser Territorien vorsieht.

Die größte Konzentration der Streitkräfte scheint es im Osten zu geben, wo im Gegensatz zum urbanen Stadtgebiet im Westen Farmen und kleinere Ortschaften dominieren, also einfacher erobert werden können. In den letzten Tagen erreichten die größten Kontingente der Eliteeinheit der „Tiger Forces“ unter Suheil al-Hassan diese Front, die den Angriff anführen werden. Russland wird dabei ebenfalls aktiv involviert sein, neben der Luftwaffe wurden ebenfalls russische Spezialeinheiten als neue Sicherheitskräfte für Suheil al-Hassan gesichtet.

In diesem und letztem Jahr startete die Armee mit großen Truppenkontingenten und den „Republikanischen Garden“ mehrere größere Operationen, um Damaszener Viertel wie Ayn Terma und Irbeen zu erobern, konnten aber nur einige hundert Meter vordringen und dabei enorme Verluste erleiden. Der urbane Häuserkampf ist für beide Seiten besonders verlustreich, besonders konnte die Opposition sieben Jahre lang Verteidigungspositionen errichten, besonders gefürchtet sind die komplexen Tunnelsysteme (teilweise können dadurch sogar Autos und Panzer transportiert werden) und die Tunnelbomben, die immer wieder zu großen Verlusten bei der Armee führen. Neben der starken Verteidigung besitzen die Aufständischen in Ost-Ghouta ebenfalls über den Vorteil, dass in der Vergangenheit viele korrupte Armeeoffiziere die Stellungen um Ghouta übernahmen und es zu einem regen Schmuggel an allerlei Waren kam.

Schätzungsweise 200.000 bis 400.000 Zivilisten sollen sich in dem dicht bebautem Gebiet aufhalten, die löchrige Belagerung der Armee (mit der Ausnahme von einigen UN-Hilfslieferungen) setzte der Bevölkerung zu, Grundnahrungsmittel sind teilweise rar. Die Bevölkerung in Damaskus ist hingegen immer wieder Mörserangriffen ausgesetzt, die von den Oppositionsparteien abgefeuert werden. Denn Diese besteht aus den Gruppierungen Jaish al-Islam, Ahrar al-Sham, Faylaq al-Rahman und Tahrir al-Sham, allesamt mit einem islamistischen Hintergrund. In der Vergangenheit beispielsweise sperrten sie gefangen genommene Alawiten in Käfige, paradierten sie und stellten sie als menschliche Schutzschilde vor Luftschlägen auf Dächer.

Insgesamt wird es sich bei Ost-Ghouta für die sonst sieg- und erfolgreichen „Tiger Forces“ um eine sehr schwere Aufgabe handeln, sie haben es mit einem perfekt vorbereiteten Gegner zu tun welcher in der Vergangenheit Angriff auf Angriff erfolgreich abwehren und teilweise sogar neue Gebiete (z.B. bei Harasta und der dazugehörigen Militärbasis) erobern konnte. In einem von Faylaq al-Rahman veröffentlichtes Video brüstete man sich zumindest mit neuen Tötungen von Soldaten und der Ankündigung, man sei auf jeden Angriff vorbereitet.

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