Türkei setzt angeblich Giftgas gegen Kurden in Afrin ein

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Seit über einer Woche dauert nun die türkische Operation „Olivenzweig“ in Syrien an, wo die türkische Armee mit verbündeten Oppositionsgruppen (TFSA) gegen die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) bzw. amerikanisch unterstützten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) vorgeht und dabei versucht, die Kurden aus der syrisch-türkischen Grenzregion zu vertreiben. Nach fast einem Monat sollen die türkischen Streitkräfte nun Giftgas gegen die YPG eingesetzt haben, wie mehrere syrische Medienhäuser vermelden.

Die syrische Nachrichtenagentur SANA und das kurdische Militär vermeldeten den Einsatz von Chlorgas gegen ein Dorf im syrisch-türkischen Grenzgebiet bei Afrin, wobei sechs Zivilisten verletzt wurden. Die Türkei kommentierte diese Meldungen bisher nicht.

Es ist aber auch äußerst unwahrscheinlich, dass es ähnlich vorherigen Behauptungen nur um eine reine Erfindung handelt mit dem Ziel, den Gegner zu diskreditieren. Bereits vor einigen Wochen behauptete die TFSA zweimal, dass die Kurden Giftgas gegen sie eingesetzt hätten ohne jemals dafür Beweise vorzuweisen. Diese Behauptung ähnelt den regulären Anschuldigungen der Opposition, die syrische Armee setze regelmäßig Giftgas ein (alleine 2018 bereits drei Mal), ohne dabei ernsthafte Beweise vorzulegen. Scheinbar erhofft man sich einen ähnlichen Aufschrei, nur wäre der Einsatz von Chlorgas mithilfe eines Mörsers äußerst ineffektiv (da sehr geringe Menge und sehr schnell flüchtig) und es bleibt die Frage, woher die Kurden plötzlich chemische Waffen hätten.

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