Syrische Armee operiert weiter in Idlib

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Eingesetzter SVBIED von Tahrir al-Sham

Die Syrisch-Arabische Armee (SAA) konnte erneut größere Gebiete in der nordwestlichen Provinz Idlib von den islamistischen Rebellen erobern und verteidigen. Nachdem die syrische Armee die Stadt Abu Duhur sichern konnte stand ein Großteil Ost-Idlibs offen, die Armee konzentrierte sich bisher aber nur auf die Konsolidierung und Flankensicherung, indem sie mehrere Dörfer südwestlich und nördlich der Stadt gewonnen haben.

Nach stundenlangen Gefechten mit der von Tahrir al-Sham (ehemals bekannt unter den Namen Jabhat Fateh al-Sham und al-Nusra) dominierten Opposition konnte man die Dörfer Jafr, al-Khifah, Mushtarifah und Haymaimat zurückerobern, nördlich grenzt man nun am al-Sheiah-Sumpf. Bei der Verteidigung soll Tahrir al-Sham schweres Gerät und auch eine Autobombe bzw. einen Selbstmordattentäter (SVBIED) eingesetzt haben, wobei mindestens neun Soldaten umgebracht wurden.

Nach der Eroberung von Abu Duhur wurde das primäre Ziel in der Idlib-Offensive erreicht. Nachdem der Islamische Staat aus seiner Enklave weiter östlich besiegt wurde bleibt die Frage, wohin es die syrischen Truppen danach verschlagen wird. Einige Gerüchte sprechen von einer Operation um die Belagerung der schiitischen Städte Fuah und Kafraya aufzuheben. Dort leben seit drei Jahren etwa 30.000 Zivilisten eingeschlossen von der Opposition und sind neben fehlender Grundversorgung immer wieder Granateneingeschlägen ausgesetzt.

Außerdem wurde Eine von mehreren oppositionellen Gruppierungen initiierte Offensive auf Verteidigungsstellungen der SAA im nördlichen Teil der Provinz Latakia nach nur wenigen Stunden völlig zurückgeschlagen. Die mit dem Namen „Gott wird sie mit seinen Händen strafen“ bekannte Operation wurde in der Region des Dorfes al-Saraf ausgeführt, wobei die Kämpfe eher von wechselseitigem Artilleriefeuer geprägt waren. Involviert war dabei die turkmenische Jabal al-Islam, die davon berichtet, den Berg Jabal al-Saraf von der syrischen Armee erobert zu haben, und die FSA-Gruppierung 1st Coastal Division, die mehrere Panzerabwehrwaffen eingesetzt haben soll. Am Ende des Tages wurden Dutzende Kämpfer getötet und keinen neuen Gebiete erobert. Möglicherweise handelte es sich hierbei um den Versuch, die Frontlinien in Idlib zu entlasten und die Konzentration der syrischen Regierung auf andere Fronten zu verschieben.

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