IS-Gegenoffensive am Euphrat

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Im ostsyrischen Euphrat-Tal scheint der Islamische Staat eine überraschende Gegenoffensive auf die Positionen der Syrisch-Arabischen Armee (SAA) und ihrer Verbündeten gestartet zu haben, die westlich des Euphrats liegen. Der russische Präsident Putin bezeichnete den IS in Syrien fälschlicherweise als besiegt, obwohl er noch in diversen Gebieten landesweit Territorium hält.

Der semi-offiziellen IS-Nachrichtenagentur AMAQ zufolge wurden die Dörfer al-Hasrat, al-Salahiya, al-Jallah, al-Abbas und al-Majwada nördlich von Abu Kamal an der irakischen Grenze angegriffen. Dabei kamen auch Autobomben und Selbstmordattentäter zum Einsatz. Nach eigenen Angaben wurden über 40 Soldaten der syrischen Armee umgebracht, was eine inflationäre Angabe ist. Bestätigt hingegen ist die Gefangennahme von drei syrischen Soldaten, wie veröffentlichte Bilder zeigen. Unklar ist es, ob der Islamische Staat bei der Operation an Boden gewinnen konnte. Nach eigener Behauptung konnten sie die zwei Dörfer al-Sayyal und al-Jallah sichern, die Armee dementiert diese Berichte.

Eigentlich wurde der Islamische Staat westlich des Euphrats für besiegt erklärt, nur noch über einzelne Stellungen in der Wüste verfügen sie. Deshalb ist nicht sicher, woher die IS-Kämpfer aufgetaucht sind. Möglich sind entweder aktivierte Schläferzellen oder die Überfahrt von der östlichen Seite des Euphrats, wo der IS noch mehrere Dörfer im Kampf gegen die SDF hält. Neben den erwähnten Gebieten kontrolliert der Islamische Staat Gebiete an der israelischen Grenze, im Damaszener Viertel Yamouk und in der Provinz Hama.

 

 

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