Bahrzani-Unterstützer attackieren kurdisches Parlament, Verletzte

Ein scheinbar wütender Mob von Unterstützern des derzeit amtierenden, kurdischen Präsidenten Massud Bahrzani scheint ohne großen Widerstand das Parlamentsgebäude in der Hauptstadt Erbil attackiert und gestürmt zu haben. Angeblich wurden dabei einige Abgeordnete der kurdischen Partei „Gorran“ verletzt, da sie sich in der Opposition zur regierenden Partei „Demokratische Partei Kurdistan“ von Bahrzani befindet und gute Beziehungen mit dem Iran führt. Bisher ist die genaue Sicherheitssituation ungeklärt, angeblich waren auch Schüsse zu hören.

Bereits vor dem Parlament gab es über den ganzen Tag hinweg Vorfälle, wo Abgeordnete attackiert wurden. In einem Interview wurde der Abgeordnete  Rabun Maruf von weiteren Abgeordneten und Journalisten verbal angegriffen und verdrängt, nachdem er Bahrzani die Schuld für die derzeitige Situation im irakischen Kurdistan gab. Er soll zu den Personen gehören, die inzwischen im Parlament attackiert wurden. Auch traf es Journalisten, die vor dem Parlament diverse Personen interviewten.

Seit dem Unabhängigkeitsreferendum des irakischen Kurdistans und des bis dato andauernden und erfolgreichen Rückeroberungsfeldzuges der irakischen Armee von der seit 2014 durch kurdische Streitkräfte besetzten Territoriums im Norden des Landes ist die Situation im Land äußerst kritisch, da verschiedene Interessengruppen Andere für das Versagen schuldig machen. Hinzu kommt der Rücktritt des Präsidenten Bahrzani ab dem 1. November.

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