Armee startet kleine Gegenoffensive in Nord-Hama

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In Folge der desaströsen Offensive der Opposition im Norden der Provinz Hama startete die Syrisch-Arabische Armee (SAA) und verbündete Gruppierungen eine Gegenoffensive. Derzeit finden die Kämpfe nordöstlich von Ma’an statt, wo die Opposition Tage zuvor angegriffen hat.

Beide Seiten beanspruchen Fortschritte entweder im Angriff oder in der Verteidigung. Der Armee zufolge soll man die Dörfer Um Hartin, Abo al-Huda, Qubaybat und umliegende Hügel erobert und gesichert haben. Verschiedene Oppositionsgruppen sprechen hingegen von einer schnellen Rückeroberung und der Gefangennahme und Tötung von dutzenden Soldaten. Derartige Verluste verzeichnet angeblich auch die Opposition, hinzu kommen sechs eroberte Panzer und mehrere zerstörte Fahrzeuge. Angeblich wurden 100 Kämpfer von Faylaq al-Sham in ihrem Trainingslager durch russische Luftschläge umgebracht. Ohnehin intensivierte Russland immer weiter seine Luftschläge in Idlib und Nord-Hama.

Die erste, islamistische Offensive startete am Dienstag Morgen unter der Führung von Tahrir al-Sham (ehemals bekannt unter dem Namen Jabhat Fateh al-Sham und al-Nusra (al-Qaida)) und der von der UN als terroristisch anerkannten, chinesischen Gruppierung „Islamische Turkestan-Partei“. Einzelne FSA-Einheiten wie Jaish al-Izza sollen ebenfalls eine Präsenz haben. Bei der Verteidigung schloss sich ebenfalls Ahrar al-Sham an, die in Deutschland ebenfalls als terroristisch eingestuft wird. Ahrar al-Sham und Tahrir al-Sham sind inzwischen Rivalen um die Vorherrschaft in Idlib, wobei Ahrar al-Sham wesentlich schwächer ist.

Mindestens einmal im Jahr startet die Opposition eine neue Offensive in Nord-Hama, die kurz darauf wieder zurückgeworfen wird. Die enormen Verluste sprechen von einer größer geplanten Operation hin, z.B. verlor Tahrir al-Sham seine einzigen zwei T90-Panzer. Diverse Quellen sprechen von insgesamt 100 getöteten Kämpfern. Bei den sonstigen Angriffen können sie meist innerhalb weniger Tage sich bis auf wenige Kilometer Hama annähern, hier wurden scheinbar nach fast einem Tag nur wenige Dörfer erobert.

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