Türkei droht neue Militäroffensive gegen Kurden

So würde der von der Türkei kontrollierte, 30km breite Gebietsstreifen an der Grenze am Ende der Operation aussehen

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan drohte vor wenigen Tagen mit einer neuen Militäroperation gegenüber dem arabisch-kurdischen Milizenbündnis der „Syrischen Demokratischen Kräfte“ (SDF) in Syrien, welche immer wieder für regelmäßige Angriffe und Anschläge auf türkische Truppen im Norden des Landes verantwortlich gemacht werden. Zusammen mit ihren islamistischen Stellvertretern könnten sie somit jenes Szenario wiederholen, welches bereits die Regionen von Afrin und Ras al-Ayn erleben mussten: Zerstörung und die darauffolgende Vertreibung der kurdischen Bevölkerung zugunsten der Ansiedelung syrisch-arabischer Flüchtlinge, die Türkei treibt also permanent einen demographischen Wandel voran. Während es bisher keine Indikatoren für eine tatsächliche Umsetzung gibt, muss diese Drohung im Hintergrund der aktuellen Entwicklungen gesehen werden: Die Türkei blockiert den NATO-Beitritt der skandinavischen Länder und agiert nur zögerlich bei Russlandsanktionen. Im Gegenzug dafür erwartet die Türkei Zugeständnisse für ihre eigenen Interessen, die man ebenfalls für die kommenden Parlamentswahlen ausnutzen kann.

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Im Osten wenig Neues

Der Ukrainekrieg geht in den dritten Monat. Zu Anbeginn haben sich nur die Wenigsten vorstellen können, dass ein Konflikt zwischen der Ukraine und der vermeintlich militärischen Weltmacht Russland derart lange dauern würde, geschweige ein solcher Krieg einen solchen Verlauf nehmen würde, bei dem sich die Ukraine derart erfolgreich schlagen kann. Auch in diesen Tagen ist dies nicht anders, trotz diverser militärischer Erfolge für Russland, dank der russischen Schwerpunktsetzung im Donbass, kann die ukrainische Verteidigung in und an den vitalen Orten halten. In keinem vorteilhaften Verhältnis stehen die russischen Verluste, welche inzwischen die sowjetischen Statistiken in ihrer zehnjährigen Auslandsmission in Afghanistan überschreiten, mit den durchaus existenten Geländegewinnen, ein Sieg liegt damit auch weiterhin in weiter Ferne.

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Russland stößt im Donbass vor

Nach mehrwöchigen Misserfolgen und Rückschlägen für die russischen Streitkräfte in der Ostukraine scheint ihnen nun in den letzten 48 Stunden ein großer Coup gelungen zu sein: Seit der Eroberung der Garnisonsstadt Popasna, welche zugleich auf einer Anhöhe liegt und dementsprechend von strategischer Bedeutung ist, ist der russischen Armee ein Durchbruch durch die ukrainischen Verteidigungsstellungen gelungen, die nun die östlichsten Positionen der Ukraine durch eine mögliche Einkesselung gefährden. Derzeit finden unweit der letzten Straße zum Rest der Ukraine brutale Gefechte statt, Russland kann jeden Tag mehrere Dörfer in der Region erobern und damit die Schlinge immer fester zu ziehen. Ein russischer Sieg hier würde nicht nur die Umkreisung mehrerer ukrainischer Einheiten und ihrer über lange Zeit befestigten Verteidigungen bedeuten, sondern auch zur Eroberung des Oblast Luhansk führen. Dies wäre der erste größere Militärsieg neben Mariupol für Russland.

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Russland erobert Mariupol vollständig

In den späten Abendstunden des Montag war es dann soweit: In Absprache mit dem ukrainischen Generalstab verkündeten die verbliebenen ukrainischen Verteidiger der Hafenstadt Mariupol, zum Teil reguläre Soldaten und zum anderen Teil Kämpfer des faschistischen Asow-Battalions, ihre Kapitulation in ihrer letzten Verteidigungsstellung, dem Asowstal-Industriekomplex. Die ersten Verwundeten und verbliebenen Kämpfer gingen bereits in die Kriegsgefangenschaft, wo sie dann als Resultat aus internen Hinterzimmergesprächen mit russischen Soldaten ausgetauscht werden sollen, womit ihnen eine Rückkehr in ukrainisches Territorium ermöglicht wird. Somit aber endet das Kapitel der 82 Tage andauernden Verteidigung der wichtigen Hafenstadt in der Südukraine, die für beide Seiten von erheblichen Verlusten geprägt war.

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Russland schraubt seine Kriegsziele weiter herunter

Fast drei Monate bereits herrscht ein Krieg in der Ukraine, welcher sich immer weiter in Richtung Osten des Landes und darüber hinaus bewegt. Mit dem ukrainischen Sieg bei Charkiw öffnen sich für beide Seiten neue Möglichkeiten zur Verschiebung der eigenen Kräfte im Donbass, wo weiterhin schwere Gefechte stattfinden und Russland seit Monaten erfolglos versucht, ukrainische Einheiten zu umkreisen bzw. einzuschließen. Stattdessen scheinen die russischen Kriegsziele immer weiter zusammenzuschrumpfen, vor einem Monat existierte noch das formulierte Kriegsziel von der Eroberung der Donbass-Region, inzwischen scheint Russland immense Probleme damit zu haben, allein die ostukrainische Provinz Luhansk zu erobern.

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Russland plant Annexion ukrainischer Gebiete

Während der Krieg an den Frontlinien der Ostukraine weiter andauert und von brutaler Intensität geprägt ist, plant Russland trotz ihrer eher für wenig Optimismus sorgenden Situation bereits die Nachkriegszeit: Die Militärverwaltung im südukrainischen Kherson veröffentlichte die Bitte an Wladimir Putin, Teil der Russischen Föderation zu werden und somit dem Vorbild der Krim zu folgen. Trotz regelmäßiger Anschläge pro-ukrainischer Partisanen ist dieser forcierter Wandel im vollem Gange, die ukrainische Sprache wurde in der Bildung verbannt und die Bevölkerung an das russische Internet/Intranet angeschlossen. Derweil muss Russland die wohl verlustreichste Niederlage seit den ersten Wochen des Krieges im Donbass erleiden, mehrere russische Verbände wurden regelrecht ausgeschaltet.

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Schwere Verluste für Russland in der Ostukraine

Seit fast drei Monaten herrscht Krieg in der Ukraine, seit fast drei Monaten ist die östliche Hälfte des Landes von brutalen Gefechten und großer Zerstörung geprägt. Aktuell können die Ukraine und Russland beiderseits territoriale Verluste und Erfolge vorweisen, jedoch bleibt von der einst großangekündigten 2. Phase der „Demilitarisierungs-“ und „Denazifizierungsoperation“ wenig übrig, der Teilerfolg von der Eroberung der Donbass-Region liegt in weiter Ferne, stattdessen herrscht ein brutaler Abnutzungskrieg. Nun tauchen auch immer mehr Videos auf, die die Zerstörung russischen Equipments zeigen, welche unmöglich zu kompensieren sind. Ein langfristiger Erfolg scheint immer unwahrscheinlicher, auch wenn Russland erhebliche Reserven vorweisen kann.

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Mikrokosmos des Ukrainekrieges: Die Schlangeninsel

Am Mündungsdelta der Donau befindet sich eine kleine Insel, welche seit dem Ausbruch des Ukrainekrieges internationale Aufmerksamkeit erregte: Zunächst als heroisches Symbol des ukrainischen Widerstandes inszeniert, ist sie nun ein Ort, an dem die russische Armee jeden Tag ein militärisches und propagandistisches Fiasko zu erleben scheint. Die bei der Hafenstadt Odessa gelegene „Schlangeninsel“ ist eine vorgeschobene und unsinkbare Marinebasis: Wer sie kontrolliert, herrscht über weite Teile der ukrainischen Küstenregion und kann somit Eine der letzten Außenverbindungen der Ukraine kappen. Der Bedeutung entsprechend setzen beide Kriegsparteien erhebliche Kräfte ein um die Insel zu kontrollieren, wodurch sich der Schlachtverlauf über die Schlangeninsel dem des gesamten Ukrainekrieges durchaus ähnelt.

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Ukraine verkündet Start neuer Offensive

Das ukrainische Verteidigungsministerium verkündete erstmals seit Anbeginn des inzwischen in den dritten Monat gehenden Krieges, zwischen der Ukraine und Russland, eine Gegenoffensive im Nordosten des Landes zu starten. Nachdem man bereits in den Wochen vorab die Situation um die Millionenstadt Charkiw stabilisieren konnte und die Verteidigung im Donbass und der Südukraine weiter standhält, scheint man nun erstmals auch dank westlicher Waffenlieferungen über die Kapazitäten zu verfügen, größer angelegte Offensivoperationen durchzuführen. Derweil bombardiert Russland zunehmend Infrastruktur und zivile Institutionen in der ganzen Ukraine, das erste Mal auch in der Grenzregion zu Ungarn. In Mariupol harren die letzten ukrainischen Verteidiger weiterhin aus.

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Sand im Kriegsgetriebe

Die Frontlinie hält, die Versorgung aus dem Westen ist nachhaltig gesichert und eine zunehmende Anzahl an ukrainischen Angriffen auf russischem Territorium: Für die Ukraine vergeht kein Tag seit Anbeginn des Angriffskrieges von Russland, der nicht von mehreren Erfolgsmeldungen gekrönt ist. Auch in der zehnten Woche des Konfliktes konzentriert sich die Gewalt auf den Osten des Landes, wo Russland seit mehreren Wochen (erfolglos) versucht, durch die ukrainischen Verteidigungslinien zu preschen und zumindest mit der Eroberung der Donbassregion einen Teilsieg verkünden zu können. Hinter den Frontlinien arbeiten unermüdlich Saboteure, Artillerie und Drohnen, die in einem brutalen Abnutzungskrieg täglich wohl Dutzende Fahrzeuge eliminieren, zuletzt wurden erneut mehrere Boote der russischen Flotte zerstört. Ein Ende dieser Brutalität ist nicht in Sicht, die sich nun auch auf russische Gebiete ausufert.

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9. Mai als letzte Rettung?

Der Krieg in der Ostukraine geht unvermindert weiter, seit Tagen und Wochen versuchen russische Streitkräfte durch eine regionale Schwerpunktsetzung einen militärischen Durchbruch in der Donbass-Region zu erringen, bisher mit überschaubarem Erfolg. Trotz der Eroberung kleinerer Dörfer, die nur unter erheblichen Verlusten erfolgen, ist die Moral auf ukrainischer Seite ungebrochen, der Großteil der seit acht Jahren errichteten Verteidigungsanlagen können den ständigen Erstürmungsversuchen standhalten. Es ist unklar über welche offensiven Kapazitäten Russland noch verfügt, zumindest schwinden sie Tag für Tag zunehmend. Deswegen gibt es Gerüchte über Massemobilisierungen und Kriegserklärungen am 9. Mai, dem Großen Tag des Sieges, die nicht nur die Ukraine betreffen könnten.

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Transnistrien als neuer Brandherd?

Während der Krieg in der Ostukraine zwischen den ukrainischen Verteidigern und russischen Angreifern in vollem Gange ist, kommt es in einem anderen Grenzgebiet der Ukraine zu unvorhergesehenen und überraschenden Entwicklungen: Die separatistische Republik Transnistrien, welche auf dem Staatsgebiet Moldawiens liegt und direkt an die Südukraine und dem Großraum Odessa angrenzt, ist seit Tagen vermeintlichen Anschlägen und Sabotageakten ausgesetzt, für die Russland und die lokalen Behörden die ukrainische Regierung verantwortlich machen. Diese Geschehnisse erinnern frappierend an Anfang Februar, wo unter dem gleichen Drehbuch eine Legitimation für eine russische Intervention in der Ukraine erzeugt werden konnte. Derweil rücken russische Einheiten im Osten des umkämpften Landes weiter vor, während sie im Süden mit zivilen Widerstand zu kämpfen haben.

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Ukraine bombardiert Ziele in Russland

Der Ukrainekrieg nimmt immer mehr die Rolle eines überregionalen Konfliktes ein. Ukrainische Raketen und Drohnen attackieren immer öfters Ziele auf russischem Territorium, Hunderte Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. Dies führte zuletzt am Montag zu riesigen Explosionen in der Stadt Brjansk, wo mehrere Erdöltanks detoniert sind. Parallel dazu vermeldet die Regierung der separatistischen Republik Transnistrien in Moldawien mehrere, kurz aufeinanderfolgende Anschläge auf militärische Komplexe. Währenddessen sind die Gefechte im Osten des Landes zwischen ukrainischen Verteidigern und russischen Angreifern in vollem Gange, die immer größer und schwerer werdenden westliche Waffenlieferungen sorgen für einen Ausgleich der ukrainischen Verluste.

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Westliche Aufrüstung der Ukraine in vollem Gange

Seit zwei Monaten dominiert ein ununterbrochener Krieg die Ukraine, der sich inzwischen in die östliche Hälfte des Landes verlagerte Konflikt ist seit der Ankündigung einer „2. Phase der Spezialoperation“ durch Russland in vollem Gange, auch wenn die Erfolge zumindest bisher ausbleiben und beide Seiten dabei blutige Verluste erleiden müssen. Im Gegensatz zu Russland kann das ukrainische Militär dabei aber auch auf die immense internationale Unterstützung setzen, die Waffen- und Fahrzeuglieferungen in einer immer größeren Menge bereitstellen. Nun beginnen sogar Ausbildungsmissionen für modernstes Equipment aus z.B. Frankreich oder den Niederlanden, welche in wenigen Monaten ihre volle Wirkung entfalten würden: Eine ukrainische Armee, welche zunehmend auf NATO-Equipment setzt und dabei einen unendlichen Zugang an Nachschub besitzt, während Russland international zunehmend isoliert ist. Langfristig ergibt sich dadurch einen klaren Gewinner.

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Russland startet Großoffensive in der Ostukraine

Die lang erwartete Befürchtung scheint nun Realität geworden zu sein: Russische Streitkräfte starteten im Osten der Ukraine ihre große Militäroffensive auf breiter Front, die nach nach zwei Monaten Krieg somit die 2. Phase dieses Konfliktes einläutet in der russischen Hoffnung, durch eine regionale Schwerpunktsetzung diesmal größere Erfolge erzielen zu können. Dies wurde zuerst von der ukrainischen Regierung berichtet, Russland zog kurz daraufhin nach. Russische Einheiten scheinen nicht nennenswert vorgerückt zu sein, stattdessen aber haben die russischen Artillerie-, Luft- und Raketenangriffe erheblich zugenommen. Unter den Zielen der ersten Salven scheinen offenbar vor allem Bereiche in den Städten wie Mikolajew und Charkiw zu liegen, fernab militärischer Basen.

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